Formmangel
Vorlage:Hinweisbaustein{{#ifeq: 0| 0 | }} Formmangel liegt im deutschen Zivilrecht vor, wenn ein Rechtsgeschäft nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Form abgeschlossen wird und deshalb kraft Gesetzes von Anfang an keine Rechtswirksamkeit entfaltet. Formmangel ist einer der Nichtigkeitsgründe im Rechtsverkehr.
Rechtsgeschäfte bedürfen im Regelfall keiner besonderen Form, damit der Rechtsverkehr nicht unnötig erschwert wird. Gesetzliche Formvorschriften bilden deshalb die Ausnahme. Wo allerdings das Gesetz diesen Grundsatz der Formfreiheit einschränkt, werden 4 Ziele verfolgt:
- Warnfunktion: Der Erklärende soll wegen der Risiken des Geschäfts vor übereilten Bindungen geschützt werden, indem ihm seine Verpflichtungen schriftlich vor Augen geführt werden;
- Beweisfunktion: Die Form soll klarstellen, ob und mit welchem Inhalt das Geschäft zustande gekommen ist und etwaige später aufkommende Erinnerungslücken – etwa vor Gericht – verhindern;
- Beratungsfunktion: Die notarielle Beurkundung soll darüber hinaus eine sachkundige Beratung und Belehrung der Beteiligten sicherstellen;
- Kontrollfunktion:
Ausnahmsweise kann durch Formvorschriften auch eine behördliche Überwachung gewährleistet werden.
Formvorschriften finden sich überwiegend im BGB, aber auch in anderen Gesetzen. Ob eine bestimmte Formvorschrift einzuhalten ist, wird im Gesetz ausdrücklich erwähnt: „Zur Gültigkeit des Bürgschaftsvertrags ist schriftliche Erteilung der Bürgschaftserklärung erforderlich.“ ({{#switch: juris
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}}{{#if: 766||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Satz 1 BGB). Wie eine Formvorschrift erfüllt wird, ist ausschließlich im BGB geregelt.
Arten der Formvorschriften
Das BGB sieht im Vertragsrecht drei abgestufte Kategorien von Formvorschriften vor, und zwar die Schriftform (kann durch elektronische Form ersetzt werden), öffentliche Beglaubigung und notarielle Beurkundung. Die Vertragsarten, die jeweils diesen Formvorschriften unterliegen, sind im BGB und anderen Gesetzen abschließend aufgezählt. Werden diese Formvorschriften nicht eingehalten, sind die zugrunde liegenden Rechtsgeschäfte nichtig ({{#switch: juris
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}}{{#if: 125||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB). Im Umkehrschluss hieraus sind Verträge gültig, die eine höhere als die gesetzlich vorgesehene Form erfüllen (etwa notarielle Beurkundung anstatt Schriftform).
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Die schriftlich abgefasste Urkunde ist vom Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder durch notariell beglaubigtes Handzeichen zu unterzeichnen ({{#switch: juris
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}}{{#if: 126||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 BGB). Bei einem Vertrag müssen die Beteiligten auf derselben Urkunde unterzeichnen (§ 126 Abs. 2 BGB). Die Urkunden haben das gesamte formbedürftige Rechtsgeschäft zu enthalten, Unterschriften müssen den Urkundentext räumlich abschließen – sie stehen immer unter dem Text. Schreibt das Gesetz für eine Erklärung die Schriftform vor, verlangt § 126 Satz 1 BGB lediglich, dass die Urkunde von dem Aussteller durch Namensunterschrift eigenhändig unterzeichnet ist. Danach braucht der Text nicht fertiggestellt zu sein, wenn die Unterschrift geleistet wird. Der Erklärende kann das Papier auch blanko unterzeichnen; die Schriftform ist in diesem Falle mit Vervollständigung der Urkunde gewahrt.<ref>BGH NJW 1957, 137</ref> Das Gesetz definiert hier den Urkundenbegriff nicht, sondern geht davon aus, dass schriftlich abgefasste Dokumente eine Urkunde sind. Die Schriftform erfordert bei einer mehrere Seiten umfassenden Urkunde keine körperliche Verbindung der einzelnen Blätter der Urkunde miteinander (Urkundeneinheit), wenn sich deren Einheit aus fortlaufender Paginierung, fortlaufender Nummerierung der einzelnen Bestimmungen, einheitlicher grafischer Gestaltung, inhaltlichem Zusammenhang des Textes oder vergleichbaren Merkmalen zweifelsfrei ergibt.<ref>BGH, Urteil vom 24. September 1997, Az.: XII ZR 234/95 = BGHZ 136, 357</ref>
Der Schriftform bedürfen kraft gesetzlichem Zwang die Quittung ({{#switch: juris
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}}{{#if: 2||[Paragraf fehlt]}}{{#if: nachwg||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 Nachweisgesetz),<ref>auch bei Teilzeitverträgen nach § 14 Abs. 4 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) für Teilzeitarbeitsverträge</ref> Kündigung eines Arbeitsvertrages ({{#switch: juris
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}}{{#if: 1154||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 BGB), der Pflegevertrag ({{#switch: juris
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}}{{#if: 120||[Paragraf fehlt]}}{{#if: sgb_11||[Gesetz fehlt]}} SGB XI) sowie Scheck und Wechsel ({{#switch: juris
|juris=Art. 1 |by=Art. 1 |hh |mv |rlp |st |th=Art. 1 |sh=Vorlage:Str replace+Artikel+1&psml=bsshoprod.psml&max=true Art. 1 |revosax=Art. 1 |dejure=Art. 1 |RIS-B={{#if: |Art. 1 |Art. 1 }} |LrBgld |LrK |LrOO |LrSbg |LrT |LrNo |LrStmk |LrVbg |LrW={{#if: |Art. 1 |Art. 1
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|ch=Art. 1 |buzer=Art. 1 ||leer=Art. 1 [Anbieter/Datenbank fehlt] |#default=Art. 1[Anbieter/Datenbank unbekannt]
}}{{#if: 1||[Artikel fehlt]}}{{#if: scheckg||[Gesetz fehlt]}} SchG und {{#switch: juris
|juris=Art. 1 |by=Art. 1 |hh |mv |rlp |st |th=Art. 1 |sh=Vorlage:Str replace+Artikel+1&psml=bsshoprod.psml&max=true Art. 1 |revosax=Art. 1 |dejure=Art. 1 |RIS-B={{#if: |Art. 1 |Art. 1 }} |LrBgld |LrK |LrOO |LrSbg |LrT |LrNo |LrStmk |LrVbg |LrW={{#if: |Art. 1 |Art. 1
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|ch=Art. 1 |buzer=Art. 1 ||leer=Art. 1 [Anbieter/Datenbank fehlt] |#default=Art. 1[Anbieter/Datenbank unbekannt]
}}{{#if: 1||[Artikel fehlt]}}{{#if: wg||[Gesetz fehlt]}} WG). Das eigenhändige Testament muss komplett vom Erblasser handschriftlich verfasst und durch diesen eigenhändig unterschrieben sein ({{#switch: juris
|juris={{#switch: bgb
|hoai=§ 2247
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}}{{#if: 2247||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 BGB). Beim eigenhändigen Testament ist die Unterschrift mit Vorname und Familiennamen des Erblassers die Regel, doch darf auf andere Weise unterschrieben werden („euer Vater“; § 2247 Abs. 3 Satz 2 BGB). Ausnahmsweise können Kaufleute nach {{#switch: juris
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}}{{#if: 17||[Paragraf fehlt]}}{{#if: hgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 HGB mit dem Namen ihrer Firma unterschreiben. Alle übrigen Schriftformerfordernisse verlangen nur die Unterschrift des Ausstellers, ihr vorangehender Text kann vorgedruckt, maschinenschriftlich oder handschriftlich sein und muss nicht vom Unterzeichner verfasst worden sein. Ein Verwaltungsakt kann zwar nach § 37 VwVfG mündlich erlassen, muss aber schriftlich bestätigt werden. Werden diese Verträge geändert, müssen auch diese Änderungen schriftlich verfasst sein.
Die Vertragsparteien können für alle an sich formfreien Rechtsgeschäfte zur Beweiserleichterung die gewillkürte Schriftform vereinbaren ({{#switch: juris
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Elektronische Form
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Der heutige Geschäftsverkehr bedient sich vielfach elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, die nicht der geschilderten Schriftform genügen. Das gilt für das Telefax, die E-Mail und das Ausfüllen von Bestellformularen im Internet/Mailorder- und E-Commerce-Verfahren. Soweit es um Rechtsgeschäfte geht, die formfrei sind, bringt das jedenfalls für die Gültigkeit der Geschäftsabschlüsse keine Probleme mit sich. Die Frage ist aber, ob nicht auch an sich formbedürftige Rechtsgeschäfte über diese Kommunikationsmittel abgeschlossen werden sollen, wenn es für den elektronischen Austausch von Willenserklärungen der Unterschriftsleistung und ihren Funktionen vergleichbare Verfahren geben sollte.
Seit August 2001 kann die schriftliche Form durch die elektronische Form ersetzt werden, wenn sich nicht aus dem Gesetz etwas anderes ergibt (§ 126 Abs. 3 BGB). Wie das Ersetzen der schriftlichen Form durch die elektronische Form erfolgt, bestimmt {{#switch: juris
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}}{{#if: 126a||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 BGB. Soll die gesetzlich vorgeschriebene schriftliche Form durch die elektronische Form ersetzt werden, so muss der Aussteller der Erklärung dieser seinen Namen hinzufügen und das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen. Das Signaturgesetz verweist auf ein asynchrones Verschlüsselungsverfahren unter Verwendung von Schlüsselpaaren aus öffentlichen und privaten Schlüsselteilen, das man qualifiziert nennt, wenn das Schlüsselpaar und die dazugehörige Chipkarte von einem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierten Anbieter stammen. Die Bestimmung stellt klar, dass nur die Schriftform durch die elektronische Form ersetzt werden kann, strengere Formerfordernisse hingegen nicht.
Textform
{{#if: Textform|{{#ifexist:Textform|
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Rechtsgrundlage für die Textform ist {{#switch: juris
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}}{{#if: 126b||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB. Danach muss eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger abgegeben werden. Eine Erklärung ist lesbar, wenn der Empfänger sie auf Papier oder wie auf Papier lesen kann oder eine elektronische Erklärung über ein Anzeigeprogramm lesbar ist.<ref>Otto Palandt/Jürgen Ellenberger, BGB-Kommentar, 73. Auflage, 2014, § 126b Rn. 7</ref> Es muss sich um Schriftzeichen handeln, die auf dauerhaften Datenträgern gespeichert sind. Zur Dauerhaftigkeit genügt, wenn die Erklärung vom Empfänger solange aufbewahrt oder gespeichert werden kann, dass sie während eines für ihren Zweck angemessenen Zeitraums zugänglich und geeignet ist, die Erklärung unverändert wiederzugeben.<ref>Achim Bönninghaus, BGB Allgemeiner Teil II, 2014, S. 84</ref> Der Erklärende muss lediglich genannt sein, seine handschriftliche Unterschrift ist – anders als bei der Schriftform – nicht erforderlich.
Beglaubigung
{{#if: Beglaubigung|{{#ifexist:Beglaubigung|
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Die Erklärung muss schriftlich abgefasst und die Unterschrift durch öffentliche Beglaubigung vor einem Notar geleistet sein ({{#switch: juris
|juris={{#switch: bgb
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}}{{#if: 129||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB). Notarielle Beglaubigung ist das Zeugnis darüber, dass die Unterschrift oder das Handzeichen des Ausstellers in Gegenwart eines Notars zum angegebenen Zeitpunkt von dem Erklärenden vollzogen oder anerkannt worden ist (§{{#switch: juris
|juris={{#switch: beurkg
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}}{{#if: 39||[Paragraf fehlt]}}{{#if: beurkg||[Gesetz fehlt]}}, {{#switch: juris
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}}{{#if: 40||[Paragraf fehlt]}}{{#if: beurkg||[Gesetz fehlt]}} BeurkG). Sie bestätigt ferner, dass die im Beglaubigungsvermerk namentlich aufgeführte Person und der Erklärende identisch sind. Die Beglaubigung bezieht sich jedoch nur auf die Echtheit der Unterschrift und etwaige Vertretungsberechtigung, nicht dagegen auf den Urkundeninhalt. Eine Beglaubigung durch Verwaltungsbehörden oder Polizei genügt nicht der Formvorschrift des § 129 BGB.
Die öffentlich beglaubigte Form ist insbesondere bei Eintragungen, Anmeldungen und Löschungen zu öffentlichen Registern erforderlich. Anmeldungen zur Eintragung in das Handelsregister sind nach {{#switch: juris
|juris={{#switch: hgb
|hoai=§ 12
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Beurkundungspflichtige Rechtsgeschäfte sind der Grundstückskaufvertrag ({{#switch: juris
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|§ 15
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|§ 15
|§ 15
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|§ 15
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||leer=§ 15[Anbieter/Datenbank fehlt]
|#default=§ 15[Anbieter/Datenbank unbekannt]
}}{{#if: 15||[Paragraf fehlt]}}{{#if: gmbhg||[Gesetz fehlt]}} Abs. 3 GmbHG; hierin ist nur die Abtretung geregelt). Auch einige gesellschaftsrechtliche Verträge (Gründung der AG nach {{#switch: juris
|juris={{#switch: aktg
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|§ 23
|§ 23
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|LrBgld
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|§ 23
|§ 23
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|LI={{#if:
|§ 23
|§ 23]
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||leer=§ 23[Anbieter/Datenbank fehlt]
|#default=§ 23[Anbieter/Datenbank unbekannt]
}}{{#if: 23||[Paragraf fehlt]}}{{#if: aktg||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 AktG, GmbH nach {{#switch: juris
|juris={{#switch: gmbhg
|hoai=§ 2
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|be=§ 2
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|rlp
|rp|rlp=§ 2
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|RIS-B={{#if:
|§ 2
|§ 2
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|LrBgld
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|§ 2
|§ 2
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|LI={{#if:
|§ 2
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}}
||leer=§ 2[Anbieter/Datenbank fehlt]
|#default=§ 2[Anbieter/Datenbank unbekannt]
}}{{#if: 2||[Paragraf fehlt]}}{{#if: gmbhg||[Gesetz fehlt]}} GmbHG; Unternehmensverträge gemäß {{#switch: juris
|juris={{#switch: gmbhg
|hoai=§ 53
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Wird eine Grundschuld- oder Hypothekenbestellung für Kreditinstitute mit einer Unterwerfung des Schuldners unter die sofortige Zwangsvollstreckung verbunden (Regelfall), löst diese Unterwerfungserklärung Beurkundungspflicht aus. Die notariell beurkundete Vollstreckungsunterwerfung ist eine ausschließlich auf das Zustandekommen eines Vollstreckungstitels gerichtete einseitige prozessuale Willenserklärung, die nur prozessrechtlichen Grundsätzen untersteht.<ref>BGH WM 1996, 1735</ref> Sie ist nicht auf eine Änderung der materiellen Rechtslage gerichtet, hat keine materiell-rechtlichen Auswirkungen<ref>BGH NJW 1990, 258</ref> und bleibt deshalb von einer Unwirksamkeit des mit beurkundeten materiellen Grundgeschäftes unberührt.<ref>BGH WM 1996, 1735</ref> Umgekehrt ist die Erweiterung des Sicherungszwecks einer vollstreckbaren Grundschuld formfrei wirksam, da es sich nicht um eine Abänderung der notariellen Unterwerfungserklärung handelt.<ref>BGH ZIP 1997, 1229</ref> Unterwirft sich der Schuldner für andere Zwecke der Zwangsvollstreckung (etwa im Rahmen einer Bürgschaft oder eines konstitutiven Schuldanerkenntnisses), wird ebenfalls Beurkundungspflicht ausgelöst.
Der Gesetzgeber hält Grundstückskaufverträge, Eheverträge oder die Unterwerfung des Schuldners unter die Zwangsvollstreckung für derart gravierend, dass er hierfür sogar notarielle Beurkundung angeordnet hat. Die beurkundungspflichtige Verpfändung/Abtretung von GmbH-Anteilen hängt mit dem gesetzlichen Ziel zusammen, diese nicht so fungibel auszugestalten wie Aktien.
Besonderheit Unternehmenskaufvertrag
Der Unternehmenskaufvertrag an sich ist zwar nicht an eine besondere Form gebunden, allerdings gibt es Regelungen, aus denen sich im Einzelfall die Notwendigkeit einer notariellen Beurkundung des Unternehmenskaufvertrages ergibt. So ist der Erwerb von Geschäftsanteilen an einer GmbH regelmäßig notariell zu beurkunden (§ 15 Abs. 4 GmbHG). Das gilt auch dann, wenn ein Grundstück zum Vermögen des Unternehmens gehört ({{#switch: juris
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Heilung
Nach Möglichkeit sollen Rechtsgeschäfte nicht lediglich wegen Formmangels unwirksam sein. In einigen Fällen lässt es das Gesetz deshalb ausdrücklich zu, dass durch Hinzutreten weiterer Umstände wie etwa der Vollzug eines an sich formnichtigen Vertrages das Rechtsgeschäft dennoch wirksam bleibt. Die Fälle, in denen eine derartige Heilung möglich ist, sind konkret im Gesetz beschrieben. So wird ein nicht notariell beurkundeter Kaufvertrag über ein Grundstück wirksam, wenn die Auflassung und Eintragung ins Grundbuch erfolgt sind (§ 311b Absatz 1 Satz 2 BGB). Nach {{#switch: juris
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Einzelnachweise
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