Franz Cucumus
Franz Cucumus (* 28. Juli 1824 in Würzburg; † 9. August 1881 in Leipzig) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.
Leben
Cucumus hat in München und Heidelberg studiert. Er gehört Anfang 1845 als Student in Heidelberg der eher gemäßigten Verbindung „Schloßbund“ an.<ref>Irmtraud Götz von Olenhusen: „Revolution im Computer. Die Infobox zur Revolution 1848/49“, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2004</ref><ref>uni-duesseldorf.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> 1846 war seine Vereidigung auf den bayrischen Landesherrn.
Er war zunächst Strafverteidiger in Bayern. 1849 war er einer der beiden Strafverteidiger in der ersten öffentlichen Gerichtsverhandlung in Strafsachen in Bayern rechts des Rheins.<ref>Johann Adam Seuffert (Hrsg.): „Blätter für Rechtsanwendung zunächst in Bayern“, Band 14, Erlangen 1849, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />S. 47 ( vom 7. Juli 2007 im Internet Archive).</ref> Von 1853 an war er Assessor beim Stadtgericht in München.<ref>„Adressbuch von München“, München 1856, S. 35.</ref>
1857 war er Bezirksgerichtsrat in München.<ref>„Personal-Listen der Staatsminister, der sämmtlichen Justizsbeamten, Regierungspräsidenten, der Districtspolizeibeamten, der Notare und Advokaten des Königreichs Bayern (nach dem Stande vom 30. September 1867) nebst Besoldungsstatus, Beilage zu Stahl's Terminkalender für die bayerischen Juristen 1868“, Band 5 S. 11.</ref> 1864 war er Handelsgerichtsrat.<ref>Adolf Lobe: „Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929“, Berlin 1929 S. 353.</ref> 1867 wurde Cucumus Rat am Handels-Appellationsgericht.<ref>Staatsministerium der Justiz (Hrsg.): „Justizministerialblatt für das Königreich Bayern“, 6. Jahrgang, München 1868, S. 6.</ref> 1876 war er Staatsanwalt am Bayerischen Obersten Landesgericht. 1879 trat er in den I. Strafsenat des Reichsgerichts ein. Er starb an den Folgen eines Sturzes.
Familie
Sein Vater war der Rechtswissenschaftler Konrad von Cucumus (1792–1861).<ref>GED der Familienwebsite <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bolongaro ( vom 3. März 2008 im Internet Archive)</ref><ref>Emanuel Ullmann: Cucumus, Konrad von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 4, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 637 f.</ref>
Werke
- „Ueber das Verhältniß der Berufung zum Einspruche gegen die im Ungehorsamsverfahren erlassenen Urtheile der Kreis- und Stadtgerichte“, in: Johann Adam Seuffert (Hrsg.): „Blätter für Rechtsanwendung zunächst in Bayern“, 16. Jahrgang, Ergänzungsband 1, Erlangen 1851, (S. 1)
Weblinks
- Nachruf auf Franz Cucumus, in: Karl von Hettich (Hrsg.): „Blätter für Rechtsanwendung zunächst in Bayern“, Ergänzungsband 3, 1882, S. 193.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cucumus, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Cucumus, Franz Anton Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Reichsgerichtsrat |
| GEBURTSDATUM | 28. Juli 1824 |
| GEBURTSORT | Würzburg |
| STERBEDATUM | 9. August 1881 |
| STERBEORT | Leipzig |