Zum Inhalt springen

Franz Pfeiffer (Germanist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Franz Pfeiffer Litho.jpg
Franz Pfeiffer, Lithographie von Josef Kriehuber, 1840

Franz Viktor Pfeiffer (* 27. Februar 1815 in Solothurn, Schweiz; † 29. Mai 1868 in Wien) war ein Schweizer Germanist und Philologe, der in Deutschland und Österreich tätig war.

Leben

Datei:Gedenkstein Franz Pfeiffer Bettlach SO.jpg
Gedenkstein für Franz Pfeiffer in Bettlach, aufgestellt 1870

Franz Pfeiffer wurde als Ortsbürger von Bettlach in Solothurn geboren. Sein Vater Klemens Pfeiffer war Musiker. Nach dem Besuch der Schulen in Solothurn<ref>Pfeifferfeier in Bettlach 29. Mai 1870. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1870 (Sonderdruck aus: Germania; Jg. 15).</ref> studierte Franz Pfeiffer von 1834 bis 1840 in München erst Medizin, dann germanische Sprachen. Er wurde 1846 Bibliothekar an der Königlichen Öffentlichen Bibliothek in Stuttgart und folgte 1857 einem Ruf als Professor der deutschen Literatur an die Universität in Wien, wo er 1860 zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt wurde und am 29. Mai 1868 starb. Seit 1856 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.<ref>Karl Halm: Franz Pfeiffer (Nachruf). In: Sitzungsberichte der königl. bayer. Akademie der Wissenschaften zu München. Band 1, 1870, S. 369–379 (online [PDF; abgerufen am 22. März 2017]).</ref> Er regte die Kösener Vogelweiden an, ein sommerliches Germanistentreffen in Kösen.

Pfeiffer redigierte die von ihm gegründete Vierteljahrsschrift für deutsche Altertumskunde Germania (Stuttgart 1856 ff., seit 1859 Wien; nach seinem Tod von Karl Bartsch, seit 1888 von Otto Behaghel fortgesetzt) und rief die Sammlung Deutsche Klassiker des Mittelalters ins Leben, für die er selbst als 1. Band Walther von der Vogelweide (6. Auflage von Bartsch, Leipzig 1880) bearbeitete.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Datei:BLV 009-3 Die alte Heidelberger Liederhandschrift.pdf
Die alte Heidelberger Liederhandschrift, Herausgabe von Franz Pfeiffer
  • Zur deutschen Literaturgeschichte (Stuttgart 1855)
  • Über Wesen und Bildung der höfischen Sprache in mittelhochdeutscher Zeit (Wien 1861)
  • Der Dichter des Nibelungenlieds (Wien. 1862, worin er den Minnesänger von Kürenberg als den Verfasser des Gedichts nachzuweisen suchte)
  • Forschung und Kritik auf dem Gebiet des deutschen Altertums (Wien 1863)
  • Freie Forschung; kleine Schriften zur Geschichte der deutschen Literatur und Sprache (Wien 1867)

Auch gab er zahlreiche Werke der älteren deutschen, insbesondere der mittelhochdeutschen Literatur heraus, darunter:

Literatur

Weblinks

Commons: Franz Pfeiffer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein