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Fred Kronström

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Datei:Fred Kronström.JPG
Fred Kronström um 1920

Fred Kronström (eigentlich Ernst Alfons Kurt Krohn; * 6. Februar 1899 in Berlin;<ref>Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XI, Nr. 444/1899 (online auf Ancestry, kostenpflichtig); die unzutreffenden Angaben bei Honig/Rodek, er sei norwegischer Herkunft und in Christiansand geboren, sind vermutlich auf Krohns skandinavisch klingendes Pseudonym zurückzuführen.</ref> † 31. Dezember 1993 ebenda<ref>Sterberegister Standesamt Tempelhof von Berlin, Nr. 79/1994, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister.</ref>) war ein deutscher Schauspieler und Sänger.

Leben und Wirken

Fred Kronström, Sohn des Kameramanns Ernst Krohn und seiner Frau Margarete, geb. Noack,<ref>vgl. dazu auch Friedrich von Zglinicki: Der Weg des Films. Textband (= Der Weg des Films. Band 1). Rembrandt, Berlin 1956 (Neuauflage: Georg Olms Verlag, Hildesheim 1979), S. 348.</ref> absolvierte von 1920 bis 1923 eine Schauspielausbildung an der Theaterschule des Deutschen Theaters. Er hatte unter seinem Künstlernamen Fred Kronström erste Bühnenengagements als Jugendlicher Komiker und Operettenbuffo am Olympia-Theater in Dortmund und als Operettenbuffo am Theater Duisburg. Seit Ende der 1920er-Jahre arbeitete er als Theaterschauspieler hauptsächlich an verschiedenen Berliner Bühnen. Er wirkte als Darsteller auch in über 100 Stummfilmen mit. Bei einigen war er auch als Regieassistent und Aufnahmeleiter tätig. Er trat auch als Sänger hervor und machte Schallplattenaufnahmen. In den 1930er-Jahren trat er in Berlin in Operetten auf, einem Genre, dem er auch später treu blieb.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er ab der Spielzeit 1945/46 Mitglied des Metropoltheaters in Berlin, wo er im August 1945 im Eröffnungsprogramm mit Operettenmelodien gemeinsam mit Erna Haffner das Duett Na, es geht ja schon wieder so'n bisschen aus der Walter-Kollo-Operette Drei alte Schachteln sang.<ref>Otto Schneidereit: Berlin, wie es weint und lacht. Spaziergänge durch Berlins Operettengeschichte. 2. Auflage. VEB Lied der Zeit Musikverlag, Berlin 1976, S. 313.</ref> Im September 1945 gehörte er zur Premierenbesetzung der ersten Nachkriegsproduktion des Metropol-Theaters, der Operette Paganini.<ref name="TiB">Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 102.</ref> Im Juli 1946 wirkte er am Metropoltheater in der Neuinszenierung der Operette Die Zirkusprinzessin mit, bei der Sonja Ziemann in der Rolle der Zirkusreiterin Mabel Gibson seine Partnerin war.<ref name="TiB"/><ref>Sonja Ziemann: Ein Morgen gibt es immer. Erinnerungen. Langen Müller Verlag, München 1998, ISBN 3-7844-2647-6, S. 401.</ref> In der Spielzeit 1947/48 übernahm er den Kalchas in einer Neuproduktion der Operette Die schöne Helena.<ref>Stiftung Stadtmuseum Berlin (Hrsg.): „Suche Nägel, biete gutes Theater!“ Theater in Berlin nach 1945 – Nachkriegszeit (= Theater in Berlin nach 1945. Bd. 1). Henschel, Berlin 2001, ISBN 3-89487-406-6, S. 49, 56.</ref><ref name="TiB2">Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 103.</ref> In der Spielzeit 1949/50 spielte er an der Seite von Rolf Ludwig und Gerhard Frickhöffer am Metropoltheater in der Operette Die Dubarry.<ref name="TiB"/> In der Spielzeit 1951/52 folgte, wieder an der Seite von Rolf Ludwig und mit dem Operettenbuffo Adi Appelt in der Rolle des Calicot, die Rolle des Königs Ludwig XV. in der Operette Madame Pompadour.<ref>Theater der Zeit. Bd. 6, , 1951, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0040-5418|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}}, S. 16–17.</ref><ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 102.</ref> In der Spielzeit 1951/52 war er dort unter der Regie von Gustav von Wangenheim in der Revue An beiden Ufern der Spree (Musik: Bruno Aulich, Paul Dessau und Ernst Roters) zu sehen.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 105.</ref> In der Spielzeit 1953/54 übernahm er die Rolle des geldgierigen Podestà Nasoni in einer Neuinszenierung der Operette Gasparone.<ref>Heute und Morgen. 1954, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}

 | {{#if:trim|221901-3}}. In: Zeitschriftendatenbank (ZDB).
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}}). Spitzing, Berlin 1972, S. 104 ff.</ref> Im Mai 1955 war er am Metropoltheater in der Uraufführung der Operette Maskerade der Liebe von Ernst-Peter Hoyer/Arnold Bormann in der Rolle des Nimrod zu sehen.<ref name="TiB"/> Von 1955 bis 1974, nach dem Umzug des Theaters in den Admiralspalast, war er weiterhin fest als Schauspieler und Sänger am Berliner Metropoltheater engagiert.<ref>Berliner Erkenntnis: Man kommt besser durchs Leben, wenn man heiter ist … In: Berliner Kurier, 25. Oktober 1995.</ref><ref>Kollo-Clan: Von Walter bis René Schon nach dem Umbau des Revue-Theaters im Admiralspalast ging es „Drunter und Drüber“. In: Berliner Kurier, 30. August 1998.</ref> Er wirkte dort wieder in verschiedenen Operetten und musikalischen Revuen mit. In der Spielzeit 1955/56 trat er am Metropol-Theater als Komiker in einer Neuinszenierung der Operette Die Fledermaus auf.<ref name="TiB3"/><ref>Otto Schneidereit: Berlin, wie es weint und lacht. Spaziergänge durch Berlins Operettengeschichte. 2. Auflage. VEB Lied der Zeit Musikverlag, Berlin 1976, S. 339.</ref> In der Spielzeit 1956/57 wirkte Fred Kronström in der Uraufführung der DDR-Operette Wer braucht Geld? von Guido Masanetz mit.<ref>Musik und Gesellschaft. Bd. 7, 1957, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0027-4755|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}}, S. 46.</ref><ref name="TiB3">Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 107.</ref> In der Spielzeit 1962/63 war er der Göttervater Jupiter in der Offenbach-Operette Orpheus in der Unterwelt.<ref>Musik und Gesellschaft. Bd. 12, 1962.</ref><ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 110/111.</ref> In der Spielzeit 1963/64 verkörperte er in einer Neuinszenierung der Operette Die lustige Witwe den Baron Mirko Zeta.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 111.</ref> Im Oktober 1964 gehörte er zur Uraufführungsbesetzung des Musicals Mein Freund Bunbury von Gerd Natschinski.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 111–114.</ref><ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1970-1980. Spitzing Verlag, Berlin, 1980. Seite 112.</ref> Kronström wirkte in den folgenden Jahren am Metropol-Theater in den Premieren von Das Feuerwerk (1966), Die keusche Susanne (1967) und Der Vogelhändler (1970) mit.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 112–114.</ref> Er wurde zum Ehrenmitglied des Metropoltheaters ernannt.<ref>Deutsches Bühnen-Jahrbuch, Band 102, Spielzeit 1993/1994.</ref>

1962 trat er im Berliner Titania-Palast in der Operette Der Opernball auf.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945-1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 411.</ref> In der Spielzeit 1971/72 gastierte er am Theater des Westens in einer Neuproduktion der Operette Das Land des Lächelns.<ref>Reichhardt, Hans J. (u. a.): 10 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1970-1980. Spitzing Verlag, Berlin, 1980. Seite 282.</ref>

Beim RIAS Berlin entstanden Rundfunkaufnahmen von Operetten, in denen Kronström mitwirkte, unter anderem Die lustige Witwe, Die Teresina von Oscar Straus und Das Land des Lächelns.

Kronström, ein „sehr komödiantische[r] Darsteller“, übernahm bei der DEFA und beim DFF einige Nebenrollen. Als seine schönste Rolle gilt der König Griesgram in dem Märchenfilm Das tapfere Schneiderlein (1956).

Filmografie

Theater

Literatur

  • Kühns Film-Almanach. Praktischer Wegweiser durch die gesamte Kinematographie. Jahrgang 4, Verlag Gustav Kühn, Berlin 1920, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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  • Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|010075518}} | | (???)}} }}, S. 397–398.

  • Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Showbiz-Data-Verlag, Villingen-Schwenningen 1992, [[Spezial:ISBN-Suche/{{#if:trim|3-929009-01-5}}|ISBN {{#if:trim|3-929009-01-5}}]], S. 532.
  • F.-B. Habel, Volker Wachter: Lexikon der DDR-Stars. Schauspieler aus Film und Fernsehen. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-304-7, S. 184.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />

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