Friwo Gerätebau
| FRIWO Gerätebau GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Friwo Gerätebau logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1971 |
| Sitz | Ostbevern, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 2.501<ref name="Geschäftsbericht 2022">Geschäftsbericht 2022. (PDF) Friwo, abgerufen am 6. Juni 2023.</ref> (2022) |
| Umsatz | 184,9 Mio. EUR<ref name="Geschäftsbericht 2022" /> (2022) |
| Branche | Elektrotechnik |
| Website | www.friwo.com |
Die Friwo Gerätebau GmbH (Eigenschreibweise FRIWO Gerätebau) ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Ostbevern. Sie ist ein weltweiter Anbieter von Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen, LED-Treibern und elektrischen Antriebslösungen. Außerdem betätigt sich das Unternehmen als Elektronikdienstleister und bietet elektronische Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) im europäischen Raum an.
Geschichte
Die Marken- und Firmenbezeichnung Friwo geht auf das 1881 von Carl Wolf im westsächsischen Zwickau gegründeten Unternehmen Friemann & Wolf zurück. Mit der Erfindung der Benzinsicherheitsgrubenlampe für den Steinkohlenbergbau wurde Friemann & Wolf gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts eines der ersten, global agierenden Unternehmen Deutschlands.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen als Rüstungshersteller in der sowjetischen Besatzungszone entschädigungslos enteignet. Aus der Zweigniederlassung Duisburg entstand der neue Stammsitz von Friemann & Wolf im Westen Deutschlands. Im Jahr 1971 wurde die Friwo Gerätebau GmbH (FWGB) in Duisburg ausgegründet und gleichzeitig ein Produktionsbetrieb in Ostbevern erworben. Mit dieser Gründung schuf sich der bisherige Grubenlampen- und Bergbauzubehörhersteller Friemann & Wolf ein neues Geschäftsfeld. Im gleichen Jahr folgten bereits die Entwicklung und der Fertigungsanlauf des ersten Steckernetzgerätes der Welt.
1973 überschritten die Umsatzerlöse die Marke von 10 Mio. DM und es wurden bereits rund 5000 Geräte pro Tag gefertigt. 1979 wurde ein eigenes Gebäude für die Entwicklungsabteilung errichtet. 1981 konnte das Unternehmen mit bis dato 20 Millionen verkauften Steckernetzteilen und Ladegeräten einen Marktanteil von 60 Prozent und somit die Marktführerschaft erreichen.
Im Jahr 1983 wurde Friemann & Wolf und damit auch die Friwo Gerätebau von der CEAG gekauft. Unter dem Dach der CEAG stieg der Exportanteil der weiterhin unter dem Markennamen Friwo vertriebenen Geräte im Jahr 1984 auf 55 Prozent. 1990 stärkte Friwo seine globalen Ambitionen durch die Gründung der Friwo North America in Frederick/USA und der Friwo Far East Ltd. mit Fertigungsstätten in Shenzhen. Im Jahr 2001 führte sie ihre Internationalisierung mit der Eröffnung der Friwo Tokio in Japan und der Friwo São Paulo in Brasilien fort.<ref name="books-D_LlAgAAQBAJ-18">Hermann Simon: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Campus, 2007, ISBN 978-3-593-38380-4, S. 18 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 28. Mai 2015]).</ref>
Auch der Umsatz konnte Ende der 1980er Jahre gesteigert werden: Nach rund 48 Mio. DM im Jahr 1986 erreichte er nur vier Jahre später ein Jahresvolumen von 100 Mio. DM. 1991 wurde der Mitbewerber Bartec-Compit gekauft. 1993 wurde das erste Ladegerät für NiMH-Batterien entwickelt. Ebenfalls 1993 fusionierte Friwo mit seiner Tochter Silberkraft Lichtakkumulatoren GmbH zur Friwo Silberkraft GmbH. 1994 wurde die Grubenlampenherstellung eingestellt.
1997 wurde Silberkraft Lichtakkumulatoren von Exide übernommen, während die Friwo Gerätebau GmbH bei der CEAG verblieb. Das Unternehmen war mit einem Anteil von rund 25 % Weltmarktführer bei Handyladegeräten.
Im Jahr 2002 wurde das Geschäft von Friwo in zwei Geschäftsbereiche unterteilt, Friwo Mobile Power (FMP) und Friwo Power Solutions (FPS). Drei Jahre nach dieser Aufteilung und zehn Jahre nach der Fertigung und dem Verkauf des 100millionsten Gerätes überschritt Friwo im Jahre 2005 die Gesamtabsatzmenge von einer Milliarde Geräten.
Im Jahr 2008 wurde zunächst der Geschäftsbereich Friwo Mobile Power (nunmehr Flextronics Power) verkauft, dann erwarb die Cardea Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der VTC Industrieholding GmbH, 76,8 Prozent der CEAG-Aktien von der Delton AG.<ref>Corinna Wnuck: CEAG verkauft Geschäftseinheit Friwo Mobile Power - Finance Magazin. In: finance-magazin.de. 8. Februar 2008, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. Januar 2015. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Am 25. Mai 2009 wurde die CEAG in FRIWO AG umbenannt.<ref>Friwo Group Firmenprofil + Adresse. In: wer-zu-wem.de. Abgerufen am 3. Januar 2015.</ref>
2010 stieg das Unternehmen in die Fertigung von LED-Treibern ein, 2014 folgte die Fertigung von Akkupacks.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
2016 wurde in Dong Nai eine eigene Fertigung in Vietnam eröffnet.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Im gleichen Jahr erwarb Friwo eine Wandler und Drosselfertigung in der Nähe der vietnamesischen Stadt Ho-Chi-Min.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 22. Dezember 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im Dezember 2018 übernahm Friwo Emerge Engineering, einen Entwickler und Hersteller von Komponenten für elektrische Antriebe.<ref>Hersteller von hochwertigen Stromversorgungs- und Ladegeräten übernimmt 100 Prozent an Emerge-Engineering GmbH</ref>
Unternehmenstruktur
FRIWO, ein Tochterunternehmen der im General Standard notierten FRIWO AG, entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Friwo LED-Treiber, Netz- und Ladegeräte für ein breites Spektrum an Applikationen, Akkupacks und elektrische Antriebe. Bedient werden Kunden aus den Märkten LED-Beleuchtungstechnik, Elektromobilität, Power Tools, hochwertige Konsumergeräte, Medizintechnik und Industrieautomatisierung. Hauptgesellschafter der FRIWO AG ist eine Tochtergesellschaft der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München.<ref>Der fast schon unheimliche Kursanstieg der Friwo-Aktie. In: boersengefluester.de. 26. April 2013, abgerufen am 3. Januar 2015.</ref>
Friwo Gerätebau wurde 1971 gegründet und entwickelte Steckernetzgeräte. Von anfangs 5.000 produzierten Geräten pro Tag über 35.000 Stück/Tag im Jahr 1988 entwickelte sich Friwo zu einem der größten Hersteller in diesem Bereich. Im Jahr 2005 wurde die Ausbringungsmenge von einer Milliarde Geräten überschritten.<ref>Firmengeschichte. Friwo, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. März 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref><ref>Weltmarktführer: „Die größten Globalisierungsgewinner“. In: manager-magazin.de. 13. November 2007, abgerufen am 3. Januar 2015.</ref>
Friwo ist mit eigenen Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebseinheiten weltweit präsent.<ref name="Friwo-Vertrieb">Vertrieb. Friwo, abgerufen am 19. März 2020.</ref> Das Unternehmen vertreibt EuP und Energy-Star-konforme Netz- und Ladegeräte sowie LED-Treiber im Leistungsbereich von 1 bis 1.000 Watt als plattform- und kundenspezifische Konzepte.
Zudem bietet Friwo seinen Kunden im europäischen Raum E²MS-Dienstleistungen (Electronics Engineering and Manufacturing Services). Hierunter sind elektronische Entwicklungsdienstleistungen (Electronics Engineering Services / EES) sowie Fertigungsdienstleistungen (Electronics Manufacturing Services / EMS) zu verstehen.<ref name="Friwo-EMS">FRIWO EMS. Abgerufen am 19. März 2020.</ref> Seit 2015 verfügt das Unternehmen über eine Fertigungsstätte in Vietnam<ref>FRIWO errichtet eigene Fertigungsstätte in Asien. In: friwo.de. 14. August 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Januar 2016. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> sowie einen Onlineshop.<ref>Stromversorgungen, Ladegeräte und LED-Treiber bequem online kaufen – direkt vom Hersteller. In: friwo.de. 28. März 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Januar 2016. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Standorte
- Ostbevern, Deutschland (Unternehmenssitz mit Fertigung, Entwicklung und Verwaltung)
- Dresden, Deutschland (F&E E-Mobility)
- Dong Nai, Vietnam (Fertigung)
- Ho-Chi-Minh-Stadt Vietnam (Wandler und Drosselfertigung)
- Shenzhen, China (Verkaufsbüro, Entwicklung und Materialeinkauf)
- Bengaluru, Indien (Fertigung)
- Chagrin Falls, Ohio, USA (Vertrieb)
Literatur
- Norbert Peschke: 130 Jahre Grubenlampen- und Akkumulatorenfertigung in Zwickau. Geschichte der Firma Friemann & Wolf und ihrer Nachfolger. Eigenverlag Norbert Peschke, Wilkau-Haßlau 2014, ISBN 978-3-9815145-6-8, S. 417–418.
Weblinks
Belege
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Redundanz Oktober 2023
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2019-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-03
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-04
- Elektrotechnikhersteller
- Elektronikhersteller
- Unternehmensgründung 1971
- Produzierendes Unternehmen (Kreis Warendorf)
- Organisation (Ostbevern)