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Frohnhausen (Battenberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Frohnhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369)&title=Frohnhausen 50° 58′ N, 8° 37′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369) 50° 57′ 58″ N, 8° 37′ 24″ O
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Höhe: 322 m ü. NHN
Fläche: 8,08 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 369 (31. Dez. 2022)<ref name="DF">Stadtverwaltung Battenberg (Eder) - Einwohnerzahlen. Abgerufen am 13. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 35088
Vorwahl: 06452
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Frohnhausen (bis zur Eingemeindung Frohnhausen bei Battenberg) ist ein Stadtteil von Battenberg (Eder) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographie

Der Ort liegt in Nordhessen, am Nordwestrand der Wetschaft-Senke, am Fuße des zu den Sackpfeifen-Vorhöhen gezählten, 583 m über NHN hohen Kohlenberges.

Geschichte

Überblick

Der Ort wurde erstmals 1108 als Fronehusen urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf eine grundherrschaftliche Gründung hin, was bedeutet, dass der Ort vermutlich erheblich älter sein könnte. Die ehemals dreischiffige Basilika stammt aus dem 12. Jahrhundert.

1363 ist Frohnhausen als eigenständiges Gericht bezeugt, das zunächst die Herren von Hohenfels, spätestens ab 1416 die Herren von Dersch als hessisches Lehen besitzen. Die Familie starb 1717 aus.<ref name="lagis" />

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Frohnhausen:

„Frohnhausen (L. Bez. Battenberg) evangel. Pfarrdorf; liegt unweit der Eder, 2 St von Battenberg, hat 48 Häuser und 286 evangelische Einwohner. Auch findet sich hier 1 Mahl- und Oelmühle und 1 Pottaschesiederei. Die Viehzucht ist, begünstigt durch den starken Wiesenbau und durch die bedeutenden Strecken, die zur Waide dienen, beträchtlich und ist für die Bewohner fast der Hauptnahrungszweig.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Frohnhausen kraft Landesgesetz am 1. Januar 1974 in die Stadt Battenberg eingemeindet.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref> Für Frohnhausen, sowie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden und die Kerngemeinde, wurden ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (DOCX; 26 kB) §; 5. In: Webauftritt. Gemeinde Battenberg (Eder), abgerufen im März 2019.</ref>

Ortsname

Die Ortsnamensendung -hausen lässt eine fränkische Besiedlung vermuten. Auch deutet der Name auf eine grundherrschaftliche Gründung hin, was bedeutet, dass der Ort vermutlich erheblich älter, als seine Ersterwähnung vermuten lässt, sein könnte.

Vor der Eingemeindung in die Stadt Battenberg (Eder) hieß Frohnhausen amtlich Frohnhausen bei Battenberg oder kurz Frohnhausen b. Battenberg oder Frohnhausen b. B. zur Unterscheidung von anderen Frohnhausens, insbesondere dem im selben Kreisgebiet gelegenen Frohnhausen b. Gladenbach. Neben der amtlichen existierten einige weitere Schreibweisen, wie Frohnhausen/Battenberg oder Frohnhausen (Battenberg). Die Schreibweisen mit Namenszusatz sind heute noch gelegentlich gebräuchlich.

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Frohnhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Die Zugehörigkeit des Amtes Battenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>

Einwohnerentwicklung

• 1577: 040 Hausgesesse<ref name="lagis" />
• 1712: 035 Haushaltungen<ref name="lagis" />
• 1791: 248 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 248 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 277 Einwohner, 42 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 286 Einwohner, 48 Häuser<ref name="GW" />
Frohnhausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2015
Jahr  Einwohner
1791
  
248
1800
  
248
1806
  
277
1829
  
286
1834
  
343
1840
  
354
1846
  
409
1852
  
390
1858
  
402
1864
  
385
1871
  
375
1875
  
385
1885
  
376
1895
  
350
1905
  
336
1910
  
335
1925
  
348
1939
  
357
1946
  
518
1950
  
518
1956
  
477
1961
  
481
1967
  
488
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
405
2015
  
278
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2020;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de</ref>

Religionszugehörigkeit

• 1829: 286 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 373 evangelische (= 99,20 %), 3 katholische (= 0,80 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 363 evangelische (= 75,47 %), 118 katholische (= 24,53 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Wappen

Das seit dem Dorfjubiläum im Jahr 2008 bei Festen und Jubiläen verwendete Ortswappen zeigt ein geschachtetes Kreuz mit Ranken. Es ist an das Wappen der im 13. und 14. Jahrhundert nachweisbaren Adeligen von Frohnhausen angelehnt, die Burgmannen in Battenberg waren und Güter in und um Frohnhausen besaßen.

Literatur

  • Ulrich Stöhr u. Siegfried Stute: Frohnhausen vor der Hohen Hardt. Beiträge zur Ortsgeschichte. Hrsg. v. Vereinsgemeinschaft Frohnhausen 2008.
  • Ludwig Lotzenius: Geschichte der hessischen Ämter Battenberg und Wetter. Bearbeitet von Matthias Seim, Battenberg 2013, S. 110–111, 133–134.
  • Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 290.
  • Vorlage:HessBib

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Frohnhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 18. November 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 182 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 195 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 237 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Frohnhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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