Zum Inhalt springen

Gaisburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: beschreibt den Stadtteil. Für den Turm in Tschechien siehe Kozí hrádek (Mikulov), zur Burg siehe Gaisburg (Waiblingen).

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}} Vorlage:Infobox Stadtteil in Stuttgart

Gaisburg ist ein Stadtteil im Stuttgarter Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Der historische, nun stark industrialisierte Stadtteil liegt am Neckar östlich der Stadtmitte.

Geschichte

Datei:Stuttgart-Gaisburg, Gaswerk - LABW - Hauptstaatsarchiv Stuttgart M 700-1 Nr. 674.jpg
Luftbild des Gaisburger Gaswerks, Dezember 1917
Datei:Stuttgart-Gaisburg-1905.jpg
Gaisburg um 1905
Datei:Stuttgart-Gaisburg Ältestes Haus.JPG
Ältestes Haus in Gaisburg
Datei:Gaisburg-schaller-haerling.jpg
Wandmalereien in der Evang. Stadtpfarrkirche in Gaisburg
Datei:Stuttgart Gasometer.jpg
Gaskessel in Gaisburg

Der Ortskern geht auf eine im 11. oder 12. Jahrhundert entstandene Burgsiedlung zurück, die im Schutze der Burg Gaisburg entstanden ist. Bis zur Eingemeindung nach Stuttgart am 1. April 1901 war Gaisburg eine selbstständige Gemeinde. Der benachbarte Stadtteil Berg ist ebenso alt, gehörte aber zur herzoglichen Rentkammer und kam schon 1836 zur württembergischen Landeshauptstadt.

Durch ihre Mühlen war die Siedlung schon früh ein wichtiger Standort der Industrie. Im Gefolge der Industriellen Revolution entstanden im 19. Jahrhundert mehrere Wohnsiedlungen und Gaisburg wurde zu einem weitgehend geschlossen bebauten Gebiet.

Bauwerke

  • Burg Gaisburg (abgegangen): Die Burgstelle wird an der Stelle der evangelischen Stadtpfarrkirche vermutet.
  • Schloss Gaisburg (abgegangen): An der Ecke Comburgstraße/Alfdorfer Straße stand das 1618 erbaute Schloss Gaisburg, das von Lutz von Mennlishagen erbaut wurde. Heute ist davon nichts mehr erhalten.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>
  • Alter Schlachthof: Das im Mai 2010 eröffnete Schweinemuseum am ehemaligen Schlachthof zeigt 37.000 Exponate zum Thema Schwein aus aller Welt.
  • Waldheim Gaisburg: Die Erholungs- und Veranstaltungsstätte ging 1911 aus einer Selbsthilfeorganisation der Arbeiterbewegung hervor. Es inkludiert eine Gaststätte, Garten und Spielplatz und diente früher u. a. als Treffpunkt nach den 1.-Mai-Kundgebungen, heute auch für Kultur- und Freizeit-Aktivitäten. Eine ähnliche Ausrichtung hat das Sillenbucher Waldheim auf der Filder-Hochebene.
  • Gaswerk Stuttgart-Gaisburg: Die Anlage der EnBW-Gas GmbH liegt im Neckartal an der Bundesstraße 10 und erzeugte von 1874 bis 1972 Stadtgas mittels Kohlevergasung. Die regelmäßige Dampfwolke der Kohlevergasung prägte den Begriff „Gaisburger Regen“. Sie entstand bei jedem Ablöschen des Koks und ging dann meist als Niederschlag über Gaisburg nieder. Das Wahrzeichen der Anlage ist der 100 Meter hohe Gasometer. Der erste Bau von 1928 wurde 1944 bei einem Luftangriff zerstört und 1949 von MAN wiedererrichtet. Er war bis zum 31. August 2021 Europas größter noch in Betrieb befindlicher Scheibengasbehälter und steht unter Denkmalschutz. Seit 1. September 2021 ist die Anlage offiziell stillgelegt. Seit 1972 wird in Gaisburg kein Gas mehr erzeugt, sondern nur mehr gespeichert. Zwei Flüssiggas-Kugelbehälter wurden 1978 errichtet und 2009 abgebaut. Am 31. August 2021 wurde der Gaskessel offiziell außer Betrieb genommen. Ob es eine Nachnutzung des Gebäudes gibt, ist noch ungewiss.
  • Heizkraftwerk Stuttgart-Gaisburg: Das von der EnBW mit Steinkohle bzw. Heizöl betriebene Fernwärme-Kraftwerk liegt ebenfalls am Neckarufer. Es umfasst zwei Blöcke und eine Gasturbinen-Anlage. Die beiden Schornsteine sind 160 und 125 Meter hoch. In den 1980ern wurden die früheren Benson-Kessel durch moderne Anlagen mit Entschwefelung und Wirbelschichtkesseln ersetzt. Zum Kraftwerk Altbach/Deizisau existiert eine Fernwärmeleitung. Pläne für ein weiteres Kohlekraftwerk (Gaisburg III) wurden 1988 eingemottet. Das Kraftwerk wurde bis Anfang 2020 durch einen kleineren Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Das alte Kraftwerk soll abgerissen werden.

Schulen

Gaisburg kann auf eine etwa 400-jährige Schulgeschichte zurückblicken.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Heute befindet sich in Gaisburg die staatliche<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Grundschule Gaisburg.

Wappen

Vorlage:Wappenbeschreibung

Denkmäler

Eine Gedenktafel an der Haltestelle „Brendle (Großmarkt)“ erinnert an die sogenannte „Katastrophe von Gaisburg“, als bei einem Luftangriff im April 1943 das nahe gelegene Kriegsgefangenenlager getroffen wurde und dabei 434 Personen umkamen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Söhne und Töchter Gaisburgs

Siehe auch

Vorlage:Panorama

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Quellen

<references />