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Galileo (Exoplanet)

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Exoplanet
Galileo
55 Cancri b.png
Künstlerische Darstellung
Vorlage:Sternkarte
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Sternbild Krebs
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="Simbad">Simbad</ref>
Deklination Vorlage:DeklinationEasy <ref name="Simbad">Simbad</ref>
Orbitdaten
Zentralstern Copernicus A
Große Halbachse 0.11339 ± 0.00011 AE <ref name="EPE">Exoplanet.eu</ref>
Exzentrizität 0.0023  +0.0025−0.0016 <ref name="EPE" />
Umlaufdauer 14.6531  +0.0009−0.00095 <ref name="EPE" />
Weitere Daten
Masse 0.84  +0.23−0.031 MJ <ref name="EPE" />
Entfernung 12.5 pc <ref name="EPE" />
Methode Radialgeschwindigkeitsmethode <ref name="EPE" />
Bahnneigung 89.73  +24.49−24.54 deg <ref name="EPE" />
Geschichte
Entdeckung R. Paul Butler et al.
Datum der Entdeckung 12. April 1996
Katalogbezeichnungen
55 Cancri b, HD 75732 b
Weitere Angaben

Galileo (55 Cancri b) ist ein Exoplanet, der die massereichere Komponente A des Doppelsternsystems Copernicus, einen gelben Zwerg, umkreist. Das System befindet sich im Sternbild Krebs, etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig HIP 43587.] In: Hipparcos, the New Reduction. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Februar 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Galileo ist Teil eines Planetensystems mit mindestens fünf Planeten.<ref name="R1">Debra A. Fischer et al.: Five Planets Orbiting 55 Cancri. The Astrophysical Journal, 675 (2008), S. 790–801. doi:10.1086/525512, arxiv:0712.3917.</ref> Aufgrund seiner hohen Masse wird angenommen, dass es sich um einen Gasplaneten handelt. Er ist, von seinem Stern aus gesehen, der zweite Planet und war, als er im Jahr 1996 entdeckt wurde, der vierte bekannte Planet um einen normalen Stern. Später wurden vier weitere große Planeten um Copernicus A entdeckt, davon einer innerhalb und drei außerhalb der Bahn von Galileo.

Entdeckung

Galileo wurde mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode, die bei der Messung der Wirkung der Schwerkraft eines Planeten auf seinen Stern besteht, entdeckt. Der Planet wurde am 12. April 1996 in Kalifornien von einem Team Astronomen, von Geoffrey Marcy und R. Paul Butler geführt, entdeckt und zusammen mit Tau Bootis b und Saffar veröffentlicht. Diese drei bildeten nach Dimidium die nächsten bekannt gewordenen Vertreter der Gattung der „Heißen Jupiter“, massereicher Planeten mit sehr engen und nahezu kreisförmigen Umlaufbahnen.

Datei:55 Cnc b rv.pdf
Radialgeschwindigkeitsänderungen bei 55 Cancri verursacht durch 55 Cancri b.

Bahneigenschaften

Der Planet umkreist seinen Stern in einer Entfernung von 0,11 AE, also nur 11 % der Entfernung Sonne-Erde. Er hat möglicherweise eine 1:3-Bahnresonanz mit dem nächstäußeren Planeten Brahe. Alle 14,65 Tage (1,266 × 106 s) umkreist er Copernicus A auf einer fast kreisförmigen Bahn (Exzentrizität von nur 0,014), die etwa 4-mal länger als die von Janssen ist. Einige Beobachtungen zeigen, dass dieser Planet eine Neigung von 51° hat, die noch nicht bestätigt ist.

Physikalische Eigenschaften

Die minimale Masse beträgt 0,824 MJ bzw. 261,74 M (1,5635 × 1027 kg). Die wahre Masse ist wahrscheinlich sogar etwas höher als die des Jupiters. Der Planet hat einen Radius von mindestens dem 0,58-Fachen des Jupiter-Radiusses (41 × 103 km). Da dieser Planet indirekt durch den Einfluss der Schwerkraft auf Copernicus A entdeckt wurde, sind einige seiner Eigenschaften wie der Radius unsicher oder unbekannt. Zusammensetzung, Temperatur und Aussehen sind unbekannt und Gegenstand von Spekulation. Galileo ist vermutlich ein heißer Jupiter, das heißt ein Planet mit einer Masse ähnlich der von Jupiter und einer relativ hohen Oberflächentemperatur, die hauptsächlich durch die Nähe zu seinem Stern verursacht wird. Vermutlich hat der Planet eine wolkenlose obere Atmosphäre mit einem Spektrum, das von den Absorptionslinien der Alkalimetalle dominiert wird.<ref>D. Sudarsky et al.: Theoretical Spectra and Atmospheres of Extrasolar Giant Planets. The Astrophysical Journal, 588 (2) (2003): 1121–1148. doi:10.1086/374331.</ref> Größere Monde dürfte Galileo nicht haben, da auf ihn zu starke Gezeitenkräfte wirken.<ref>J. Barnes, D. O’Brien: Stability of Satellites around Close-in Extrasolar Giant Planets. The Astrophysical Journal, 575 (2)(2002): 1087–1093. doi:10.1086/341477.</ref>

Namensherkunft

Wie alle Exoplaneten wurde Galileo ursprünglich allein mit dem offiziellen Namen des Sterns und einem Kleinbuchstaben, entsprechend der Reihenfolge der Entdeckung, bezeichnet. Nach einem öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb der IAU erhielt er am 15. Dezember 2015 einen offiziellen Namen nach dem italienischen Naturwissenschaftler und Astronomen Galileo Galilei.<ref>International Astronomical Union: NameExoWorlds – The Approved Names. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Februar 2018; abgerufen am 3. Januar 2016.</ref>

Siehe auch

Quellen

  • R. P. Butler et al.: Three New „51 Pegasi-Type“ Planets. The Astrophysical Journal, 474 (1997): L115 – L118. doi:10.1086/310444

Weblinks

Commons: 55 Cancri b – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang <imagemap> Bild:55 Cnc System.png Vorlage:Klappleiste/Ende