Georg Jappe
Georg Jappe (* 7. Mai 1936 in Köln; † 16. März 2007 in Kleve) war ein deutscher Schriftsteller und Publizist.
Leben und Werk
Georg Jappe verlebte als Sohn des promovierten Oberstudienrats Hajo Jappe und dessen Ehefrau, der promovierten Gioia Jappe, geborener Schubring († 1992), seine Jugend in Südtirol. Sein Großvater war der Kunsthistoriker Paul Schubring; der Grafiker und Maler Hans von Marées war sein Urgroßonkel. Das Gymnasium beendete Georg Japper 1955 mit dem Abitur. Ein Studium der Theaterwissenschaften und der Philosophie begann er in Frankfurt am Main, Paris und Wien. Seine Promotion zum Dr. phil. erlangte er 1961 in Wien mit der Dissertation La Marionette Artistique.
Von 1961 bis 1962 betätigte er sich als Hochschulreferent für die Kultusministerkonferenz. Am Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln nahm er 1962 eine Beschäftigung als Hörspiel-Lektor auf. Als Literaturkritiker arbeitete er ab 1963. Beim Kölner Stadtanzeiger und als freier Kunstkritiker wirkte er von 1964 bis 1966.
Bei der Frankfurt Allgemeinen Zeitung war er von 1966 bis 1975 als ständiger freier Mitarbeiter angestellt. Seit 1975 nahm er diese Aufgaben in der Zeitung Die Zeit wahr. Weiterhin war er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften als Kritiker in Europa tätig. So arbeitete er für den HR und die Zeitschrift Merkur.
Eine Lehrtätigkeit nahm er 1975 an der Gesamthochschule in Essen und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg für die Fächer Kunst und Literatur auf. 1979 wurde er zum Professor für Kunsttheorie an der Hochschule für Bildende Künste ernannt und lehrte dort bis 2001. Als Schriftsteller und Publizist schrieb er vor allem über Bildende Kunst, Philosophie und Literatur. Er war zudem Vizepräsident der Association Internationale des Critiques d’Art (AICA).
Georg Jappe war evangelisch, führte ab 1961 eine Ehe mit der Kunstkritikerin Elisabeth Jappe, geborener Kluytenaar. Aus der Ehe gingen der 1962 geborenen Philosoph Anselm Jappe und die Journalistin<ref>www.alrunjappe.de.</ref> Alrun Jappe hervor.
Schriften
- als Co-Autor: Strategy: Get Arts. Düsseldorf/Edinburgh 1970.
- mit Aurel Schmidt und Harald Szeemann: Harald Szeemann. Dokumente zur aktuellen Kunst 1967–1970. Material aus dem Archiv Szeemann. Luzern 1972.
- Meine Tafel war daneben. Aktion St. Nikolaaskerk Brouwershaven Baarn. 1975.
- Ich war guter Dinge, aber ihr Anblick hat mich sehr versachlicht. Ein Atlas 1952–72. Köln 1976.
- Der Traum von der Metropole. Vom Happening zum Kunstmarkt – Kölns goldene sechziger Jahre. Köln 1979.
- Mementi. Thematische Tagebücher aus drei Jahrzehnten Köln. Köln 1980.
- Haikubuch – Klausurbuch. Köln 1981.
- Winterbuch von Norderoog mit Lili Fischer, Kiel 1982
- Teufelsmoor persönlich mit Lili Fischer, Worpswede 1983
- Schreibpegel Bleckede mit Lili Fischer, Hamburg 1986
- Wellenlängen, Köln 1986
- OmU. (Original mit Untertiteln), Zürich 1988
- Ressource Kunst. Die Elemente neu gesehen als Hrsg., Köln 1989
- Handexemplar. Ein Konvolut Haiku, Münster 1993
- Schreibtischblätter, Hamburg 1996
- Leporello-Arie. 2 Bücher zum Aufstellen, bestehend aus: Lili Fischer: Medusenspiegel; Georg Jappe: Meine schönsten sechsundzwanzig Lösch- &Traumblätter, Ostfildern-Ruit 1997
- Polare Gestade mit Lili Fischer, Köln 1997
Literatur
- Jappe, Georg. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 581.
Weblinks
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- Biographische Übersicht
- Walter Habel, Wer ist wer?, Lübeck 1993
- Nachruf mit Angabe von Werken
- Nachruf im Hamburger Abendblatt
Einzelnachweise
<references />
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- Autor
- Deutscher
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- Gestorben 2007
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