George White Buggy Company
Die George White Buggy Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Kutschen und Fuhrwerken sowie eines nur 1909 angebotenen Automobils.
George O. White
Der Kutschenbauer George Oscar White hatte sich in den 1880er Jahren in Greenville (Pennsylvania) selbständig gemacht und wurde 1886 nach Moline (Illinois) geholt, wo er Geschäftsführer und Aufsichtsrat der J. H. Wilson Moline Buggy Company wurde, einem Hersteller von Fuhrwerken und Kutschen für den Personentransport (Buggies, Phaetons und Surreys). Mit den Bankiers und Unternehmern Philemon Libby Mitchell († 1895) und Frank Mixter (1853–1934) als Investoren machte sich White 1891 selbständig und gründete die Rock Island Buggy Company. Mitchell und Mixter besaßen bereits die State Bank of Rock Island, die Rock Island Stove Company und die Rock Island Glass Works und hielten Interessen an der Republic Oil Refining Company sowie den Rock Island Children’s Carriage Works. Sie gehörten außerdem zu den Organisatoren der öffentlichen Pferdebahn Moline and Rock Island Horse Railway (später Davenport and Rock Island Street Railway System).<ref name="rockisland.civicplusPLMitchell" >rockisland.civicplus.com: Philemon Libby Mitchell</ref>
George White Buggy Company
1896 schied White aus diesem Unternehmen aus<ref name="EAA_GeorgeWhite" >american-automobiles.com: George White Buggy Co.</ref> und gründete in Rock Island (Illinois) die George White Buggy Company. Das Unternehmen expandierte schnell und wuchs mit etwa 3000 gebauten Pferde-Buggies 1899 zu einem der Branchenführer im Mittleren Westen.<ref name="Kimes (1985)608" >Kimes (1985), S. 608.</ref> Der erfolgreiche Geschäftsmann kaufte 1903 das Wohnhaus 23. Straße Nr. 603 in Rock Island und baute es im Kolonialstil um. Das Gebäude ist erhalten.<ref name="rockisland.civicplusGOWhite">George Oscar White</ref>
Highwheeler
1909 richtete das Unternehmen eine Abteilung für den Bau von Automobilen ein. Der George White war ein Highwheeler mit eisenbereiften Kutschenrädern von 36 Zoll (91,5 cm) Durchmesser vorn und 38 Zoll (96,5 cm) hinten.<ref name="Kimes (1985)608" /> Die meisten Highwheeler waren recht krude, in der Regel kutschenähnliche Fahrzeuge. Die mit ihren namengebenden, riesigen Holzspeichenrädern ausgestatteten Automobile erlebten ihre Blütezeit zwischen etwa 1907 und 1912. Gedacht waren sie für die unbefestigten Wege außerhalb von Ortschaften.<ref name="Kimes (1985)608" />
Der George White war aufwendiger konstruiert als ein typischer Highwheeler; modern waren die Verwendung eines Fahrgestells aus Stahl<ref name="EAA_GeorgeWhite" /> anstelle von armiertem Holz, ebenso die Position des Motors vorn unter einer Motorhaube anstatt unter dem Fahrersitz, und Magnetzündung. Für die Kraftübertragung mittels Zweigang-Planetengetriebe wurde nicht die übliche Antriebskette verwendet (manche Highwheeler hatten zwei), sondern eine Kardanwelle, die überdies in einem Rohr geführt wurde. Der klassenübliche Zweizylindermotor war ein Viertakt-Boxer mit Luftkühlung unbekannter Herkunft.<ref name="EAA_GeorgeWhite" /> Der Motor leistete 14 PS.<ref>{{#ifexist:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}} | {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}}
|record = Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}}
|format = Literatur
|Autor =
|Titel =
|TitelErg =
|Band =
|Auflage =
|Kommentar=
|Kapitel =
|Seite =
|Seiten =
|Spalten =
|ArtikelNr =
|Fundstelle =
|DOI =
|Online =
|URL =
|Linktext =
|Format =
|KBytes =
|Abruf =
|Typ =
}}{{#ifeq: 0 | 0
| {{#invoke:TemplatePar|check
|all= 1=
|opt= 2= format= Autor= Titel= TitelErg= Hrsg= Sammelwerk= WerkErg= Band= Nummer= Auflage= Datum= Sprache= NummerReihe= BandReihe= HrsgReihe= Kommentar= Kapitel= Seite= Seiten= Spalten= ArtikelNr= Fundstelle= DOI= Online= URL= Linktext= Format= KBytes= Abruf= Typ=
|template=Vorlage:bibISBN |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN}}
}}
| {{#if:||{{#if:{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}}|Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}}]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen {{#ifeq:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783803298768}}|George White Buggy Company|{{#switch:{{{LINK}}}|JA=|NEIN=}}}}[[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] neuen Eintrag] an.|Die angegebene ISBN „9783803298768“ ist fehlerhaft. Bitte prüfe und korrigiere die ISBN.}}{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}}}</ref>
Abgesehen von den Rädern kam das Fahrzeug konventionellen Konstruktionen aus dieser Zeit nahe.<ref name="Kimes (1985)608Abb" /> Es war ein Rechtslenker mit außen liegender Schaltung und Bremse<ref name="Kimes (1985)608Abb" >Kimes (1985), Abb. S. 608.</ref>. Bekannt ist, dass vier Karosserieversionen angeboten wurden,<ref name="EAA_GeorgeWhite" /> wovon ein Zweisitzer<ref name="Kimes (1985)608" /> und ein Surrey<ref name="Kimes (1985)608Abb" /> belegt sind.
Anvisiert wurde interessanterweise eine eher städtische Kundschaft, die man in Chicago zu finden hoffte.<ref name="Kimes (1985)608" /> Das Unternehmen scheint schnell das Interesse an diesem Fahrzeug verloren zu haben; obwohl noch im Juli 1909 eine Ausweitung der Produktion angekündigt worden war, wurde es bereits 1910 nicht mehr angeboten.<ref name="Kimes (1985)608" />
Gelegentlich wird das Auto auch als White aufgeführt, was zu Verwechslungen mit den gleichnamigen Automobilen und Nutzfahrzeugen der White Motor Company führen kann.<ref name="Kimes (1985)608" />
White’s Permanent Top
George White verfolgte aber bereits wenig später eine andere Idee im Automobilbereich: Das White’s Permanent Top. Lieferbar für die Roadster- und Touring-Versionen des Ford Modell T, ersetzte es deren ab Werk geliefertes Stoffverdeck. Es war fest montiert; die mit Mohair ausgeschlagene Konstruktion bestand aus dem Dach selber sowie abnehmbaren Türen und Seitenscheiben aus Glas. Im Winter entsprach der Wetterschutz somit annähernd jenem eines Sedan, im Sommer konnten die Seitenscheiben entfernt und die originalen Türen eingesetzt werden.<ref name="EAA_GW" >american-automobiles.com: White Automobile & George White Buggy Co.</ref>
Das White-Dach war recht aufwendig konstruiert und bot einen textilen Dachbezug. Im Gegensatz zur Standard-Tür hatte jene von White auch innen Griffe. Die Türrahmen waren mit Mohair verkleidet. Das hatte seinen Preis: Das Dach kostete für einen Roadster der Baujahre 1913 bis 1916 US$ 50, für ein Touring der Baujahre 1913–1914 US$ 65 und für eines von 1915 bis 1916 US 67,50.<ref name="EAA_GW" /> Der Listenpreis für einen neuen Ford lag Ende 1916 bei nur noch US$ 345 (Roadster) resp. US$ 360 für den dreitürigen Touring.<ref name="Kimes (1985)556" >Kimes (1985), S. 556.</ref>
Später produzierte das Unternehmen auch Autobatterien.<ref name="EAA_GW" />
Siehe auch
Literatur
- Beverly Rae Kimes (Hrsg.) und Henry Austin Clark, jr.: The Standard Catalogue of American Cars 1805–1942, 2. Auflage, Krause Publications, Iola WI 54990, USA (1985), ISBN 0-87341-111-0. (Englisch)
- George Nick Georgano (Hrsg.): Complete Encyclopedia of Motorcars, 1885 to the Present; Dutton Press, New York, 2. Auflage (Hardcover) 1973, ISBN 0-525-08351-0. (Englisch)
Weblinks
- american-automobiles.com: George White Buggy Co. (englisch)
- rockisland.civicplus.com: George O. White und sein Wohnhaus an der 603 23rd Street (englisch)
- rockisland.civicplus.com: Philemon Libby Mitchell (englisch)
- rockisland.civicplus.com: Phil Mitchell (englisch)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste US-amerikanische Automobilmarken von 1905 bis 1918