Gerichtsbezirk Hall in Tirol
| Gerichtsbezirk Hall in Tirol | |
|---|---|
| Datei:Gerichtsbezirk Hall in Tirol.svg Lage im Bundesland | |
| Gerichtsbezirk Hall in Tirol Landesgericht Innsbruck | |
| Basisdaten | |
| Bundesland | Tirol |
| Bezirk | Innsbruck-Land |
| Sitz des Gerichts | Hall in Tirol |
| Kennziffer | 7031 |
| zuständiges Landesgericht | Innsbruck |
| Fläche | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ km2 (Vorlage:FLD) |
| Einwohner | 66.523 (1. Jänner 2025) |
Der Gerichtsbezirk Hall in Tirol (amtlich: Gerichtsbezirk Hall (in Tirol); von 1938 bis 1974 „Gerichtsbezirk Solbad Hall in Tirol“) ist ein dem Bezirksgericht Hall (in Tirol) unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Tirol. Er ist neben den Gerichtsbezirken Telfs und Innsbruck einer von drei Gerichtsbezirken im politischen Bezirk Innsbruck-Land.
Geschichte
Der Gerichtsbezirk Hall wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen und umfasste ursprünglich die 23 Gemeinden Absam, Ampaß, Arzl, Baumkirchen, Fritzens, Gampas, Gnadenwald, Großvolderberg, Hall, Kleinvolderberg, Kolsaß, Kolsaßberg, Mils, Mühlau, Rinn, Rum, Terfens, Thaur, Tulfs, Vöglsberg, Volders, Wattenberg und Wattens.<ref>Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Tirol und Vorarlberg, 1850, I. Stück, Nr. 1: Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission vom 29. November 1849, über die Gerichts-Organisierung in dem Kronlande Tirol und Vorarlberg</ref>
Der Gerichtsbezirk Innsbruck bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen …“</ref> ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Telfs, Mieders, Steinach und Innsbruck den Bezirk Innsbruck Umgebung,<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868</ref> wobei die Stadt Innsbruck als Statutarstadt eine eigene Bezirkshauptmannschaft erhielt.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde durch eine Verordnung der Bundesregierung vom 29. März 1923 der Gerichtsbezirk Mieders aufgelöst und das Gebiet des Gerichtsbezirks per 1. Juni 1923 dem Gerichtsbezirk Innsbruck zugewiesen.<ref>Verordnung der Bundesregierung vom 29. März 1923, betreffend die Auflassung von Bezirksgerichten (Bundesgesetzblatt Nr. 187, 1923)</ref> Der Gerichtsbezirk Innsbruck wurde durch diese Maßnahme um die Gemeinden Ellbögen, Fulpmes, Kreith, Mieders, Neustift im Stubaital, Schönberg im Stubaital und Telfes im Stubai erweitert.
Durch eine Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 13. Juli 1925 wurden die Gemeinden Arzl und Mühlau aus dem Gerichtsbezirk Hall in Tirol und die Gemeinden Leutasch, Reith bei Seefeld, Scharnitz und Seefeld in Tirol aus dem Gerichtsbezirk Telfs ausgeschieden und dem Gerichtsbezirk Innsbruck zugeschlagen.<ref>Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Jahrgang 1925, 54. Stück, Nr. 234: „Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 13. Juli 1925, betreffend die Zuweisung der Ortsgemeinden Mühlau, Arzl, Seefeld, Scharnitz, Leutasch und Reith zum Gerichtsbezirk Innsbruck und der Ortsgemeinde Wildermieming zum Gerichtsbezirk Telfs und zum Amtsbezirk der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck.“</ref>
Der Gerichtsbezirk Hall musste per 1. April 1928 die Gemeinde Terfens an den Gerichtsbezirk Schwaz abgeben.<ref>Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Jahrgang 1928, Stück 22, Nr. 73: „Verordnung der Bundesregierung vom 13. März 1928 über die Zuweisung der Gemeinde Terfens zum Gerichtsbezirk Schwaz“.</ref>
Im Zuge der nationalsozialistischen Neueinteilung der Tiroler Verwaltungsbezirke kamen mit der „Verordnung des Landeshauptmanns vom 15. Oktober 1938 über die Einteilung des Landes Tirol in Verwaltungsbezirke“ die Gemeinden Kolsaß und Kolsaßberg vom Bezirk Innsbruck-Land zum Bezirk Schwaz,<ref>Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Tirol, Jahrgang 1938, IX. Stück, Nr. 20: „Verordnung des Landeshauptmanns vom 15. Oktober 1938 über die Einteilung des Landes Tirol in Verwaltungsbezirke“</ref> verblieben jedoch beim seit 8. September 1938 „Solbad Hall in Tirol“ genannten Gerichtsbezirk.<ref>Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Tirol, Jahrgang 1938, VII. Stück, Nr. 16: „Kundmachung des Landeshauptmanns vom 8. September 1938, betreffend die Namensänderung der Stadt Hall in Tirol“</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gemeinden Kolsaß und Kolsaßberg per 1. Jänner 1948 wieder Teil des Bezirks Innsbruck-Land.<ref>vgl. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951, Wien 1953, S. 232</ref>
Seit der Schließung des Gerichtsbezirks Steinach 1977 bestehen im Bezirk Innsbruck-Land drei Gerichtsbezirke.
Gerichtssprengel
Der Gerichtssprengel umfasst mit den 16 Gemeinden Absam, Ampass, Baumkirchen, Fritzens, Gnadenwald, Hall in Tirol, Kolsass, Kolsassberg, Mils, Rinn, Rum, Thaur, Tulfes, Volders, Wattenberg und Wattens Teile des Ostens des Bezirks Innsbruck-Land.
Siehe auch
Literatur
- Österreichische Akademie der Wissenschaften: Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte, Tirol, Datenbestand: 30. Juni 2011 (PDF; 1,3 MB)
Weblinks
- Gerichtssuche in der Gerichtsdatenbank des Bundesministeriums für Justiz
- Vorlage:StatistikAustria Gemeindeverzeichnis
Einzelnachweise
<references />
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Fügen |
Hopfgarten |
Matrei in Osttirol |
Mieders |
Nauders |
Ried in Tirol |
Sillian |
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An Italien abgetretene Gerichtsbezirke:
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Ampezzo |
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