Gero Hütter
Gero Hütter (* 18. Dezember 1968 in Köln)<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Online.wsj.com, 7. November 2008. Abgerufen am 29. März 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> ist ein deutscher Hämatologe.
Hütter und sein Team transplantierten im Jahr 2007 dem HIV-positiven Leukämiepatienten Timothy Ray Brown<ref>„The Berlin Patient“: Der Mann, der HIV besiegte. stern.de</ref> Knochenmark, in dem ein entscheidender HIV-Rezeptor fehlte. In der Folge war HIV bei ihm nicht mehr nachweisbar. Der Fall erzeugte ein starkes Medienecho,<ref name="Wall Street Journal 2008">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, The Wall Street Journal, 7. November 2008. Abgerufen am 9. November 2008 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="PMID19213682">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Fox News, 13. November 2008. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, BBC, 13. November 2008. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Time, 13. November 2008. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Reuters, 12. November 2008. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, New Scientist, 18. Februar 2009. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="NYMAG0511">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, New York Magazine, 29. Mai 2011. Abgerufen am 3. Juni 2011 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und Hütter wurde einer der „Berliner des Jahres“ 2008 der Berliner Morgenpost.<ref name="Morgenpost">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Berliner Morgenpost, 31. Dezember 2008. Abgerufen am 12. Februar 2009Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Akademischer Werdegang
Gero Hütter studierte nach seinem Zivildienst und einem freiwilligen sozialen Jahr Humanmedizin in Berlin (1992–1998). Im Jahr 2000 wurde er über eine Arbeit zum chemoresistenzassoziierten Veränderungen der Proteinexpression von bösartigen Tumoren promoviert. Anschließend arbeitete er am Charité-Campus Benjamin Franklin als Hämatologe.
Heute ist er ärztlicher Leiter des DKMS Collection Centers in Dresden, dem Entnahmezentrum für Stammzellspenden der gemeinnützigen Organisation.<ref>Stammzelltransplantation bei HIV: DKMS-Experte Professor Gero Hütter im Gespräch › DKMS Media Center. 3. Mai 2023, abgerufen am 15. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
HIV-Behandlung durch Knochenmarkstransplantation – der „Berliner Patient“
2009 veröffentlichten Hütter und andere Ärzte der Charité in Berlin einen Artikel über den Fall im New England Journal of Medicine.<ref name="PMID19213682" /> Ihr Patient Timothy Ray Brown, ein in Berlin lebender US-Bürger,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Unerwarteter Erfolg bei HIV-Therapie.] Berliner Handelsblatt/ECONOMY.ONE GmbH, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. März 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> hatte sowohl akute myeloische Leukämie als auch HIV. Die Ärzte fanden einen Knochenmarkspender mit einer CCR5-Δ32 Mutation in beiden genetischen Kopien eines Gens, das einen Chemokinrezeptor (genannt CCR5) auf der Zelloberfläche kodiert. Da „fast alle“ HIV-Stämme den CCR5-Rezeptor nutzen, um eine Wirtszelle zu befallen, verleiht die Mutation Resistenz gegen HIV.<ref name="Wall Street Journal 2008" /><ref name="PMID19213682" /> Der Patient selbst war heterozygot für CCR5-Δ32. Nach der Transplantation waren die CD4+ T-Zellen in seinem Blut homozygot für CCR5-Δ32. Auch die Makrophagen in seinen Organen, die weiter abweichende Formen von CCR5 zeigten (da sie noch nicht von den Knochenmark-Präkursoren ersetzt worden waren), zeigten keinen nachweisbaren Virenbefall. Nach 600 Tagen ohne antiretrovirale, medikamentöse Behandlung war das HIV-Niveau in Blut, Knochenmark und Organen unter der Grenze der Nachweisbarkeit.
Jay Levy, einer der ersten Forscher, die HIV Anfang der 1980er isolierten und beschrieben, schrieb einen Leitartikel zu Hütters Veröffentlichung im New England Journal of Medicine.<ref name="NEJMLevy">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Reduktion nachweisbarer HI-Viren im Blut und die allmählich steigende Zahl von T-Helferzellen nimmt er darin zwar zur Kenntnis, warnt aber davor diese Behandlung verfrüht als Heilmittel zu bezeichnen.<ref name="NEJMLevy" /> Schließlich weiß man, dass HIV sich in latenter Form in vielen Organen versteckt, die nicht leicht untersucht werden können, wie Herz und Gehirn.<ref name="NEJMLevy" /> Am Berliner Patienten wurden daher neben einer Hirnbiopsie auch Biopsien an Darm, Leber, Lymphknoten und Knochenmark vorgenommen. Alle waren HIV-negativ. Nach zweieinhalb Jahren ohne Anti-HIV-Medikamente war kein Virus in seinem Körper zu finden. Sein HIV-Antikörper-Niveau war weiter fallend, wie es bei einer Person, die gegen HIV geimpft wurde, zu erwarten ist. Es wird angenommen, dass das Immunsystem des Patienten HIV nicht weiter ausgesetzt war und daher die Konzentration an HIV-Antikörpern im Blut abnahm. Ebenso wurde angenommen, dass sein HIV-Antikörpertest in ein paar Jahren negativ sein würde.<ref>The First Man to Be Cured of AIDS: An Update on the Amazing Story. The Body; This Month in HIV</ref>
Die Letalitätsrate von Knochenmarktransplantationen kontraindiziert diese Art der Behandlung für HIV-Positive ohne Leukämie oder Lymphome.<ref name="Wall Street Journal 2008" /> Einige Forscher wie Edward Berger vermuten, dass sich eine Resistenz gegen CCR5-Inhibition bilden könnte, wenn CXCR4-Stämme von HIV häufiger werden. Diese nutzen CXCR4 statt CCR5 als Korezeptor und werden so unabhängig von diesem.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, New Scientist, 14. November 2008. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Zwar hatte der Patient vor der Behandlung niedrige Level an CXCR4-Viren, danach konnte aber auch dieser Typ HIV nicht weiter nachgewiesen werden. Hütter fand das „sehr überraschend“.<ref name="CNN20090211">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, CNN, 11. Februar 2009. Abgerufen am 8. März 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Auch Jay Levy befürchtete, dass CXCR4-Viren, die vor der Behandlung nachgewiesen wurden, schließlich doch ausbrechen könnten.<ref name="NEJMLevy" />
Jay Levy glaubte dennoch, dass dieser Fall „den Weg frei machen könnte, für innovative Ansätze mit langanhaltender viraler Kontrolle und begrenzter Toxizität für Patienten mit HIV-Infektionen“, wenn die starken Risiken der Therapie nur die Anwendbarkeit für wenige Fälle ermögliche.<ref name="NEJMLevy" />
Am 4. Juni 2010 war Hütters Patient frei von Leukämie und seit 2 Jahren HIV- und krebsfrei.<ref name="NEJMLevy" /> 2020 starb Hütters Patient an seiner wiedergekehrten Leukämie.<ref>Über Axel Schock Axel Schock, freier Autor und Journalist, schreibt seit 2010 Beiträge für aidshilfe de und magazin.hiv: Der Hoffnungsträger – zum Tod von Timothy Ray Brown. In: magazin.hiv. 2. Oktober 2020, abgerufen am 15. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auszeichnungen
Hütter bekam am 3. Juni 2010 eine Auszeichnung vom AIDS Policy Project, einer Interessengruppe für ein Heilmittel gegen HIV.<ref name="AwardNews0610">German Doctor Honored For First Functional Cure For Hiv/Aids.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Peter-Philipp Schmitt: Mit Mutation gegen HIV. FAZ.net, 18. Juli 2010
Belege
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hütter, Gero |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hämatologe |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1968 |
| GEBURTSORT | Köln |