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Ghazi al-Gosaibi

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Ghazi al-Gosaibi (arabisch غازي عبد الرحمن القصيبي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); geboren 3. März 1940 in Hufuf; gestorben 15. August 2010 in Riad) war ein saudi-arabischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat.<ref name="BBC">Saudi politician and poet al-Gosaibi dies. BBC-online, abgerufen am 16. August 2010.</ref>

Leben

Gosaibi wurde in eine reiche Händlerfamilie geboren. Er schloss 1961 ein Jurastudium an der Universität Kairo ab, erwarb 1964 einen Masterabschluss an der University of Southern California und 1970 einen Doktortitel in Jura an der University of London.<ref name="BBC" />

Er war saudischer Botschafter im Vereinigten Königreich (1992–2002), musste diesen Posten jedoch aufgeben, nachdem er ein Gedicht zum Lob einer palästinensischen Selbstmordattentäterin veröffentlicht hatte.

Er wurde sodann Arbeitsminister seines Landes und blieb dies bis zu seinem Tod.<ref name="BBC" /> Als Arbeitsminister setzte er sich vehement für bessere Arbeitsmöglichkeiten von Frauen ein.<ref name="BBC" /> Bedingt durch die relativ hohe Arbeitslosenquote von 10,5 % (Stand 2009) setzte er eine Quote für saudische Firmen durch, wonach diese einen Mindestanteil saudischer Beschäftigten haben müssen. Viele Unternehmen beschäftigen überwiegend ausländische Arbeitskräfte.<ref name="Tele">Saudi Arabia's labour minister Ghazi Algosaibi dies. The Daily Telegraph, abgerufen am 16. August 2010.</ref>

Gosaibi galt trotz seiner Nähe zum Herrscherhaus in seiner Heimat als führende liberale Stimme. Seine Gedichte fußten auf Motiven der Wüstenkultur. Auch thematisierte er in Romanen die Korruption seiner Heimat, arabische Entfremdung und schrieb Essays über das Verhältnis zwischen „dem“ Islam und „dem“ Westen. Zahlreiche Bücher Gosaibis wurden in Saudi-Arabien verboten.<ref name="BBC" />

Gosaibi starb 70-jährig an Krebs.<ref name="Focus">Saudischer Literat Al-Gosaibi gestorben. Focus online, abgerufen am 16. August 2010.</ref>

Veröffentlichungen

  • 1994: Schaqqat al-ḥurriyya (Eine Wohnung namens Freiheit)

Einzelnachweise

<references />

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