Glas-Wasser-Theorie
Der Begriff Glas-Wasser-Theorie (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., transkr. teorija stakana wody; transl. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.) ist eine abwertende Bezeichnung Lenins für die von der russischen Kommunistin und Frauenrechtlerin Alexandra Kollontai propagierte Sexualmoral im Sozialismus.
Kurz nach der Oktoberrevolution von 1917 war „Glas-Wasser-Theorie“ das Schlagwort.<ref>Jelena Korenewskaja: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Juli 2014, abgerufen am 13. Juli 2018.</ref> Laut dieser Theorie sollte der Umgang mit Sex genauso selbstverständlich sein wie das Trinken eines Glases mit Wasser.<ref name="Paul">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Mit ihrer Verteidigung der freien Liebe stand Kollontai im krassen Gegensatz zur damaligen bürgerlichen Moral. Angeblich hatte sie empfohlen, Sexualität wie ein Glas Wasser zu konsumieren. Lenin äußerte sich nach Clara Zetkin (Erinnerungen an Lenin, 1925) folgendermaßen darüber:
„Die berühmte Glaswassertheorie halte ich für vollständig unmarxistisch und obendrein für unsozial […]. Durst will befriedigt sein. Aber wird sich der normale Mensch unter normalen Bedingungen in den Straßenkot legen und aus einer Pfütze trinken?“
Laut Lenin sollte die Jugend ihre Energie auf die Revolution konzentrieren. Indirekt macht er Kollontai dafür verantwortlich, dass die Jugend durch die Theorie ganz wild geworden sei.<ref name="Paul" />
Literatur
- Clara Zetkin: Erinnerungen an Lenin.
Weblinks
- Teresa L. Ebert: Alexandra Kollontai und die Rote Liebe bei SoZ – Sozialistische Zeitung, April 2002
- Teresa L. Ebert: Alexandra Kollontai and Red Love. solidarity-us.org
Einzelnachweise
<references />