Glasharfe
Die Glasharfe, auch Gläserspiel, ist ein Reibidiophon, das aus mehreren in Reihen angeordneten Trinkgläsern besteht, die durch kreisende Bewegungen mit dem nassen Finger am Rand zum Klingen gebracht werden. Die feinen Schwingungen werden durch den Haftgleiteffekt bewirkt.
In der Moderne wurde das Melodieinstrument vom Stuttgarter Musiker Bruno Hoffmann (1913–1991) zur Wiedergabe der für Glasharmonika geschriebenen Kompositionen verwendet. Aufgrund der besonderen Anordnung der Gläser ist dessen Glasharfe eine Erweiterung des ursprünglichen Gläserspiels.
Bekannte Glasharfenbauer
Bruno Hoffmann faszinierte in seiner 60-jährigen Konzerttätigkeit ein weltweites Publikum mit dem besonderen Klang des Glases. Er trug viele Originalwerke durch intensive Forschungsarbeit zusammen und initiierte zahlreiche zeitgenössische Kompositionen. Er erreichte nicht zuletzt durch seine zahlreichen Vorführungen in Schulen eine gewisse Allgemeinbekanntheit des Begriffes Glasharfe.
Sascha Reckert aus Ahlen entwickelt die historischen Instrumente weiter und hat über 200 Glasinstrumente in seinen Werkstätten in Köln und Schloss Massenbach bei Heilbronn gebaut.<ref name="FAZ">Hans Riebsamen: Glasklare Wahnsinnstöne. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Dezember 2008, S. 9.</ref>
Tonumfang und Klangeigenschaften
Die Gläser für die Glasharfe wurden eigens angefertigt. Der Tonumfang des chromatischen Instruments reicht (seit 1959) vom kleinen g bis zum viergestrichenen d. Der Klang, der sich in den höheren Lagen besser entfalten kann, ist sehr hell und zart. Durch den Diamantschliff und die Abstimmung der Gläser muss das Instrument nie mehr gestimmt werden. Die Möglichkeiten des Instrumentes übersteigen insbesondere bezüglich der Dynamik diejenigen der Glasharmonika.
Kompositionen für die Glasharfe
Für die Glasharfe gibt es 400 klassische Kompositionen und 400 moderne Kompositionen. Bekannt sind die Wahnsinnsarie in der Oper Lucia di Lammermoor und Mozarts Quintett für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Cello (KV 617).<ref name="FAZ" />
Herkunft
Ein Holzschnitt in Franchinus Gaffurius Theorica musice von 1492 zeigt die früheste Verwendung eines Gläserspiels in Europa. Die Gläser werden mit Stäbchen angeschlagen.
Beim indischen Jaltarang werden mit Wasser gefüllte und im Halbkreis aufgestellte Porzellanschüsseln mit zwei Stäbchen geschlagen.
Literatur
- Alec Hyatt King: Musical glasses. In: Grove Music Online, 2001
- Hans Riebsamen: Glasklare Wahnsinnstöne. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Dezember 2008, S. 9.
Weblinks
|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:
| {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
|1/= und Videos
|1/1=, Videos und Audiodateien
|/1= und Audiodateien}}
| , Videos und Audiodateien
}}
|#default= – }}{{#if: Glass harps
| {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|glass harps|9}}
| category:
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}Vorlage:Wikidata-Registrierung
|1|= – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen |0|-= |X|x= |#default= –
}}{{#if:| {{#ifeq: {{{lang}}} | de | {{#ifeq: 0 | 0 | }} | ({{#invoke:Multilingual|format|{{{lang}}}|slang=!|shift=m}}) }}}}{{#invoke:TemplatePar|check
|opt= 1= 2= lang= suffix= |template=Vorlage:Wiktionary |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt }}
- Bach, Toccata and Fugue in D minor Glass Duo (Youtube-Video)
- Glass Music. Straßenmusiker, Barcelona 2006 (Youtube-Video)
- Akira Tomita: A Historical Scetch of Glass Harp and Glass Harmonika. (PDF; 1,7 MB) Hirosaki-Universität, März 2010
Einzelnachweise
<references />
{{#ifeq: s | p | | {{#if: 4756294-8 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4756294-8 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4756294-8 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Reibidiophon
- Glasprodukt