Zum Inhalt springen

Gottfried Heinrich Krohne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Gedenktafel Jakobstr 15 (Weimar) Gottfried Heinrich Krohne.jpg
Gedenktafel am Haus Herderplatz 15 in Weimar

Gottfried Heinrich Krohne (* 26. März 1703 in Dresden; † 30. Mai 1756 in Weimar) war ein deutscher Architekt in der Zeit des Barocks.

Leben und Wirken

Krohne wurde als Sohn des Stallknechts Johann Christoph Crune[sic] geboren. Er war der Hofbaumeister der Herzöge von Sachsen-Weimar (ab 1726), Sachsen-Gotha und der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt (ab 1743), arbeitete jedoch auch für andere Fürsten wie die Erzbischöfe aus Mainz und Bamberg. Krohne war ebenfalls Architekt einiger Bauten in Nordfranken. Zu seinem Hauptwerk zählen die Planungen zum völligen Neuaufbau der Stadt Ilmenau, nachdem diese 1752 durch einen Stadtbrand zerstört wurde. Krohne gilt vielen als bedeutendster Baumeister der Thüringer Geschichte.

Von Krohne ist bislang nur ein einziges Porträt bekannt. Dieses ist auf der Rudolstädter Heidecksburg als Gemälde zu sehen.<ref>Gottfried Heinrich Krohne. In: schatzkammer-thueringen.de. Abgerufen am 1. Februar 2023 (Mit Reproduktion des Bildnisses).</ref>

Seine letzte Ruhestätte fand der Baumeister auf dem Weimarer Jakobsfriedhof. Seine Gedenktafel findet man nahe der Sakristei im nördlichen Gräberfeld.

Einer seiner bedeutendsten Mitarbeiter und Schüler Krohnes war Johann David Weidner, der zunächst als Bauleiter die Bauten Krohnes begleitete und nach dessen Tod sein Werk fortführte. Er war als Oberlandbaumeister Nachfolger von Johann Adolph Richter.

Werke

Datei:City palace - Stadtschloss - Eisenach - Thuringia - Germany.jpg
Stadtschloss Eisenach
Datei:Amtshaus Ilmenau2010.JPG
Amtshaus in Ilmenau
Datei:Kirche Ilmenau Rückansicht.JPG
Stadtkirche Ilmenau
Datei:Schloss molsdorf erfurt okt04 05k.jpg
Schloss Molsdorf bei Erfurt
Datei:Belvedere weimar1.jpg
Schloss Belvedere bei Weimar

Sachsen-Weimar-Eisenach

Andere thüringische Staaten

Franken

Ehrungen

In Ilmenau und Klosterlangheim (bei Lichtenfels) sind Straßen nach Krohne benannt. Sein ehemaliges Wohnhaus in der Weimarer Jakobsstraße 15 / Ecke Vorwerksgasse ist mit einer Tafel gekennzeichnet (siehe Foto).

Literatur

  • Hermann Heckmann: Baumeister des Barock und Rokoko in Thüringen. Verlag Bauwesen, Berlin 1999, ISBN 3-345-00658-8.
  • Joachim Hotz: Krohne, Gottfried Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 13. Duncker & Humblot, Berlin 1982, ISBN 3-428-00194-X, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Hans-Herbert Möller: Gottfried Heinrich Krohne und die Baukunst des 18. Jahrhunderts in Thüringen. Hessling, Berlin 1956.
  • Hans Müller: Thüringen. Landschaft, Kultur und Geschichte im grünen Herzen Deutschlands, DuMont Reiseverlag, 6. Aufl. Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7701-3848-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein