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Graphische Notation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Grafische Notation ist eine Art der Musikgrafik zur Notation von Musik, die zusätzlich zu den herkömmlichen Elementen der Notenschrift oder anstelle derselben andere Symbole und Texte verwendet (teilweise auch Farben), um die Ausführung eines Musikstücks zu beschreiben. Sie wird seit dem 20. Jahrhundert in der experimentellen und Avantgarde-Musik verwendet, wo die traditionelle Notation nicht ausreicht, um Inhalte und Spontanität einer musikalischen Idee zu vermitteln.

Hier einige gebräuchliche Zeichen für rhythmische Erscheinungen:

Datei:Tondauer.png  
 
Strich oder Punkt als Symbol der Tondauer
Datei:Tonabstand.png  
Abstände der Tonfolge dem optischen Bild entsprechend
Datei:Schneller werdend.png schneller werdend
Datei:Langsamer werdend.png langsamer werdend
Datei:Unregelmaessige tonfolge.png unregelmäßige Tonfolge
Datei:Kurze fermate.png kurze Fermate
Datei:Lange fermate.png lange Fermate

Komponisten, die grafische Notation verwenden, sind u. a.:

Siehe auch

Literatur

  • David Schidlowsky (Hrsg.): musikalische Grafik – graphic music. León Schidlowsky. Wissenschaftlicher Verlag Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-86573-620-8.
  • Karlheinz Stockhausen: Musik und Graphik. In: Darmstädter Beiträge zur neuen Musik III. Schott (Mainz 1960)
  • John Cage, A. Knowles: Notations. Reprint Services Corp., 1973, ISBN 0-685-14864-5.
  • Theodor Göllner (Hrsg.): Notenschrift und Aufführung. Symposium zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung 1977 in München. Hans Schneider Verlag, Tutzing 1980 (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Band 30).
  • Erhard Karkoschka: Das Schriftbild der Neuen Musik. 4. Auflage. Moeck, 1991, ISBN 3-87549-002-9.