Gred
Die Gred ist der gepflasterte, meist leicht erhöhte Bereich vor den Hauseingängen. Der früher im bayerischen und österreichischen Sprachraum verwendete Begriff stammt vom lateinischen Wort gradus (Stufe) bzw. dem mittelhochdeutschen Wort „grêde“ ab.<ref>Freisinger Tagblatt: Die „Gred“. Ausgabe vom 10. Februar 2012, Seite 13.</ref> Die Gred diente als sauberer Bereich zwischen Haus und schmutzigem Straßen- und Hofraum. Synonym wird der Begriff Gred auch für die auf dem gepflasterten Bereich stehende Bank verwendet.<ref>Hans Kratzer: Süddeutsche Zeitung: Kratzers Wortschatz:Singsang vor der Haustür. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Mai 2021; abgerufen am 30. April 2022. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die Pflasterung besteht häufig aus Granit- oder anderen Natursteinplatten, die auch als Gredplatten bezeichnet werden.
Ein Dach mit (einseitig) vergrößertem Dachüberstand, um die Gred vor Regen zu schützen, wird Greddach genannt.
In neuerer Bedeutung wird der für den Straßenverkauf von Obst und Gemüse erstellte Aufbau aus Latten und Brettern als Gred bezeichnet.<ref>mittelbayerische.de: Von der Fletz auf die Gred hinaus (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Artikel vom 24. Juli 2008, abgerufen am 10. Februar 2012.</ref>
Weblinks
- Gred, im Regiowiki Niederbayern
Einzelnachweise
<references />