Zum Inhalt springen

Große Rosenblattlaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Große Rosenblattlaus
Datei:Macrosiphum rosae 1.jpg

Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Pflanzenläuse (Sternorrhyncha)
Familie: Röhrenblattläuse (Aphididae)
Gattung: Macrosiphum
Art: Große Rosenblattlaus
Wissenschaftlicher Name
Macrosiphum rosae
(Linnaeus, 1758)
Datei:Macrosiphum rosae auf Rosenknospe.jpg
Unterschiedliche Entwick­lungs­stadien der Großen Rosen­blatt­laus auf einer Rosenknospe
Datei:Macrosiphum rosae (alate i.e. winged form) on a rose bud.jpg
Geflügelte Form
Datei:2018 01 09 Rosenblattlauseier.jpg
Eier

Die Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae) ist eine Blattlaus aus der Gattung Macrosiphum der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae). Sie ernährt sich vom Pflanzensaft verschiedener Rosenarten (Rosa spp.), Karden- (Dipsaceae) und Baldriangewächse (Valerianoideae).

Merkmale

Die Große Rosenblattlaus besitzt einen 3–4 mm langen spindelförmigen Körper mit schwarzem Kopf. Sie kommt in zwei Farbvarianten, grün oder rosa, vor. Die schwarzen Fühler sind meist etwa so lang wie der Körper oder etwas länger. Die beiden etwa 1 mm langen Siphonen (Siphunculi), aus denen in Stresssituationen bzw. bei Bedrohung ein Sekret ausgesondert wird, sind schwarz und etwa doppelt so lang wie das helle Schwänzchen (Cauda) am Hinterleibsende. Die Schenkel (Femora) sind an ihrem körperabgewandten (distalen) Ende mindestens in einem Viertel ihrer Länge dunkelbraun oder schwarz.

Lebensweise und Verbreitung

Im Herbst findet sich die Große Rosenblattlaus oft in Massen an den Triebspitzen von Rosen. Hier legt sie schwarze Eier (etwa 1,3 mm lang, 0,6 mm dick) ab, aus denen im Frühjahr flügellose weibliche Tiere schlüpfen. In rascher Folge entwickeln sich mehrere Generationen durch Parthenogenese und Lebendgeburten. Mit dem Auftreten geflügelter Individuen, Männchen und Weibchen, erfolgt in der Regel (jedoch nicht zwingend)<ref name="aphidsonworldsplants">Systematic Treatment of aphid genera – Macrosiphum. www.aphidsonworldsplants.info – Aphids on the world’s plants: an online identification and information guide, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2014; abgerufen am 13. Juni 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aphidsonworldsplants.info</ref> ein Wirtswechsel auf Kardengewächse (Witwenblumen u. a.) und Baldriangewächse. Im Spätsommer wandern die Blattläuse zurück auf Rosen.

Die Große Rosenblattlaus ist weltweit verbreitet, außer in Ostasien und Südostasien. In Japan findet sich die ähnliche Art M. mordvilkoi.<ref name="aphidsonworldsplants" />

Literatur

  • Erwin Stresemann: Exkursionsfauna von Deutschland, Band 2: Wirbellose: Insekten, 11. Auflage, hrsg. von Bernhard Klausnitzer, Spektrum Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8274-2451-8
  • Roger L. Blackman und Victor F. Eastop: Aphids on the World's Herbaceous Plants and Shrubs: An Identification and Information Guide 2 Bände, J. Wiley and Sons, Chichester 2006, ISBN 978-0471489733

Weblinks

Commons: Große Rosenblattlaus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />