Großer Zab
Der Große Zab (Vorlage:ArS; kurdisch Zêyê Mezin), auch Oberer Zab (Vorlage:ArS, kurdisch: Zê Gewre, Vorlage:FaS; Zâb-e Bozorg, syrisch-aramäisch: ܙܒܐ ܥܠܝܐ; Zawa `elaya, türkisch: Büyükzap Suyu, Vorlage:ElS, Lykos;<ref>Strabo: Geographika 16, 2</ref> Latein: Lycus, unklare Landessprache nach akkadischen Quellen: Elamunia<ref>M. Salvini: Nairi, Na'iri. In: Dietz-Otto Edzard (Hrsg.): Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie, Band 9: Nab–Nuzi. de Gruyter, Berlin 2001, S. 90.</ref>), ist ein linker Nebenfluss des Tigris.
Der Große Zab entspringt in der südöstlichen Türkei, fließt überwiegend in südliche Richtung und mündet nach 473 km südlich von Mossul im Irak in den Tigris.
Er bildet in etwa die Grenze des von Kurden bewohnten Teils des Iraks. Am 16. Januar 750 war der Zab Schauplatz einer Schlacht zwischen den Abbasiden und den Umayyaden. Die Abbasiden unter Abu l-Abbas as-Saffah schlugen die Umayyaden unter Marwan II. entscheidend und führten damit einen Wechsel in der Dynastie der Kalifen herbei.
Beiderseits des Großen Zab wohnten bis 1915 in Hakkâri die meisten Stämme der christlichen Assyrer.
Am Großen Zab wurde mit dem Bau der Bechme-Talsperre begonnen. Die Arbeiten sind jedoch unterbrochen, der Weiterbau ist ungewiss.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />