Zum Inhalt springen

Großes Everstorfer Moor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Großes Everstorfer Moor

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:Kallmoor im NSG Großes Everstorfer Moor.jpg
Großes Everstorfer Moor

Großes Everstorfer Moor

Lage Nordwestlich von Tostedt, Landkreise Harburg und Rotenburg (Wümme), Niedersachsen
Fläche 461 ha
Kennung NSG LÜ 163
WDPA-ID 163369
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Vogelschutzgebiet 423,5 ha
Geographische Lage 53° 18′ N, 9° 36′ OKoordinaten: 53° 18′ 23″ N, 9° 36′ 8″ O
 {{#coordinates:53,306388888889|9,6022222222222|primary
dim= globe= name=Großes Everstorfer Moor region=DE-NI type=forest
  }}
Meereshöhe von 34 m bis 40 m
Einrichtungsdatum 2. Mai 1988
Verwaltung NLWKN

<mapframe text="Große Everstorfer Moor" latitude="53.3092" longitude="9.59" zoom="11" width="348" height="348" align="right"> {

 "type": "ExternalData",
 "service": "geoshape",
 "ids": "Q1418131",
 "properties":
 {
   "fill-opacity": 0.1,"stroke": "#006000"
 }

} </mapframe> Das Große Everstorfer Moor ist ein Naturschutzgebiet in den niedersächsischen Gemeinden Heidenau und Halvesbostel im Landkreis Harburg und den Gemeinden Tiste und Kalbe in der Samtgemeinde Sittensen im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Allgemeines

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG LÜ 163 ist circa 461 Hektar groß. Ein großer Teil des Naturschutzgebietes ist Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes „Moore bei Sittensen“. Das Gebiet, das vom Arbeitskreis Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt betreut wird,<ref>Armin Hirt: Fortschritte beim Moorschutz, Natur Plus, Ausgabe 1/12, Landkreis Harburg (PDF; 1,3 MB). Abgerufen am 12. Mai 2021.</ref> steht seit dem 2. Mai 1988 unter Naturschutz. Zum 1. August 2024 wurde die Naturschutzverordnung neu gefasst und an die Anforderungen der Vogelschutzrichtlinie angepasst. Zuständige untere Naturschutzbehörden sind die Landkreise Harburg und Rotenburg (Wümme).

Beschreibung

Datei:NSG Großes Everstorfer Moor 001.jpg
Grünland im Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet liegt nordwestlich von Tostedt zwischen Heidenau und Sittensen. Es handelt sich um den Rest eines ehemals ausgedehnten Hochmoor­komplexes. Der Moorkörper ist teilweise abgetorft. Im Zentrum des Schutzgebietes sind Moorflächen zu finden, die Randbereiche sind überwiegend von Grünland geprägt. Im Nordwesten des Schutzgebietes befindet sich ein Waldgebiet.

Durch die Unterschutzstellung sollen die verbliebenen Reste des Moorkörpers erhalten werden. Gleiches gilt für Schwingrasen, Feuchtheiden und Seggenriedern, die in den Übergangsbereichen zu finden sind, sowie die im Schutzgebiet wachsenden Bruchwälder.

Durch Entkusselungs- und Wiedervernässungsmaßnahmen wird das Moor renaturiert.<ref>Arbeitskreis Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt e. V. (Hrsg.): Moorschutz, Moorpflege, Moorregeneration. Tostedt, 2023. Auf AKnaturschutz.de, abgerufen am 20. Dezember 2023.</ref><ref>Das Große Everstorfer Moor bekommt wieder nasse Füße, Landkreis Harburg, 11. Februar 2021. Abgerufen am 17. April 2023.</ref> Im Herbst 2011 wurden im Rahmen der Renaturierungsmaßnahmen Entwässerungsgräben geschlossen, naturferne Gewässer umgestaltet und neue, flache Moorgewässer angelegt.<ref>Fortschritte beim Moorschutz – NSG „Großes Everstorfer Moor“, NaturPlus, 1/2012, Landkreis Harburg (PDF, 1,3 MB). Abgerufen am 17. April 2023.</ref>

Das Moor ist Lebensraum unter anderem von Kranich, Sumpfohreule, Wespenbussard, Rotmilan, Rohr- Korn- und Wiesenweihe, Neuntöter, Raubwürger, Großer Brachvogel und Bekassine<ref>Natura 2000 und die SG Tostedt – Großes Everstorfer Moor. In: Mitteilungen des AKN, Sonderheft Nr. 1, Arbeitskreis Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt, 2021. Abgerufen am 12. Mai 2021.</ref> sowie Kiebitz, Ziegenmelker, Heidelerche, Feldlerche, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper, Gartenrotschwanz sowie verschiedenen Enten, darunter Krick- und Schnatterente.<ref>Verordnung über das Naturschutzgebiet „Großes Everstorfer Moor“, Landkreis Harburg, 11. Juni 2024 (PDF, 209 kB). Abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Das Gebiet ist außerdem Lebensraum der Kreuzotter. Im Moor siedeln Bestände der Rauschbeere.<ref>Das Große Everstorfer Moor bekommt wieder nasse Füße, Landkreis Harburg, 11. Februar 2021. Abgerufen am 12. Mai 2021.</ref>

Das Moorgebiet wird u. a. über Kalber Bach und Herwigskanal sowie Aue und Ramme zur Oste entwässert.

Eine rund 33 Hektar große, überwiegend bewaldete Fläche im Südosten des Naturschutzgebietes ist Bestandteil des Kompensationsflächenpools des Landkreises Harburg. Sie soll zu renaturiertem Moor und Feuchtwald entwickelt werden.<ref>Kompensationsflächenpool – Everstorfer Moor, Landkreis Harburg. Abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

Im Norden grenzt ein Teilstück des Naturschutzgebietes direkt an die Autobahn 1. Im Süden verläuft das von der EVB betriebene Teilstück der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn zwischen Zeven und Tostedt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Naturschutzgebiet Großes Everstorfer Moor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiet
Wappen Landkreis Harburg
Wappen Landkreis Harburg

Bahlburger Bruch | Birken-Eichenwald bei Sangenstedt | Buchenwälder im Rosengarten | Büsenbachtal und Wörmer Wälder | Elbeniederung von Avendorf bis Rönne | Estetal | Glüsinger Bruch und Osterbruch | Großes Everstorfer Moor | Großes Moor und Aueniederung bei Wistedt | Heidemoor bei Ottermoor | Heiden und Wälder am Brunsberg | Hohes Holz mit Ketzheide und Gewässern | Ilmenau-Luhe-Niederung | Kauers Wittmoor | Laßbrook | Lüneburger Heide | Moore bei Buxtehude | Obere Wümmeniederung | Ohlen Kuhlen | Rauhes Moor | Rethmoorsee | Seeve | Springmoor bei Hollenstedt | Stemmbruch | Tideelbe von Rönne bis Bunthäuser Spitze | Untere Seeveniederung und Over Plack | Wulmstorfer Heide mit Bornberg Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiet
Wappen Landkreis Rotenburg Wümme
Wappen Landkreis Rotenburg Wümme

Auequelle | Beverner Wald | Beverniederung | Borstgrasrasen bei Badenstedt | Bullensee und Hemelsmoor | Eich | Ekelmoor | Elmer Berg und Ostewiesen | Finteler Wacholderlandschaft | Franzhorn | Glindbusch | Großes Everstorfer Moor | Großes und Weißes Moor | Haaßeler Bruch | Hahnenhorst | Hemslinger Moor | Hepstedter Büsche | Hinter dem Wieh Brock | Hohes Moor | Huvenhoopsmoor | Kinderberg und Stellbachniederung | Kleines Moor bei Sothel | Lehrdetal | Magerweide südöstlich Volkensen | Mühlenbachsee | Obere Geesteniederung | Oberes Fintautal | Osteschleifen | Osteschleife Hundswiesen | Ostetal mit Nebenbächen | Ottinger Ochsenmoor | Rotes Moor | Schneckenstiege | Schwarzes Moor bei Bülstedt | Schwingetal | Spreckenser Moor | Stellmoor und Weichel | Swatte Flag | Tister Bauernmoor | Veerseniederung | Wedeholz | Westliches Borchelsmoor | Wiestetal | Wolfsgrund | Wümmeniederung mit Rodau, Wiedau und Trochelbach Vorlage:Klappleiste/Ende