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Guadiana

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Wassereinzugsgebiet des Guadiana
Datei:Castillo y Ciudad de Medellin.jpg
Río Guadiana bei Medellín
Datei:Guadiana river.jpg
Río Guadiana bei Serpa, Portugal
Datei:Guadiana R01.jpg
Río Guadiana bei Ayamonte, Spanien

Der Río Guadiana ist ein ca. 745 Kilometer langer Fluss auf der Iberischen Halbinsel, der durch Spanien und Portugal fließt und an zwei Flussabschnitten auch die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet. Zu römischen Zeiten hieß der Fluss Anas, woraus die später hier siedelnden Araber Vorlage:ArF machten.

Verlauf

Der Rio Guadiana entspringt in den Ojos del Guadiana nordöstlich von Ciudad Real in der gleichnamigen spanischen Provinz, Region Kastilien-La Mancha. Er fließt zunächst in vorwiegend westlicher Richtung, durchquert die Extremadura und wendet sich dann in Richtung Süden. Auf zwei Abschnitten ist er auch die Grenze zwischen Portugal und Spanien.

Im ersten Abschnitt liegt auf portugiesischer Seite der Kreis Alandroal; gegenüber in Spanien liegen die Orte oder Städte Olivenza, Alconchel, Cheles und Alconchel.

Danach durchfließt er den Südosten der portugiesischen Region Alentejo, bis er im Mündunbgsbereich wieder die Grenze zwischen Portugal und Spanien bildet. Der Río Guadiana mündet bei Ayamonte (Andalusien, Spanien) bzw. Vila Real de Santo António (Algarve, Portugal) in den Golf von Cádiz, der zum Atlantischen Ozean gehört. Die größte Stadt am Rio Guadiana ist Badajoz (Spanien).

Städte und Orte am Fluss

Nebenflüsse

links
rechts

Talsperren und Stauseen

Flussabwärts gesehen wird der Guadiana durch die folgenden Talsperren und Wasserkraftwerke aufgestaut:

Talsperre Betreiber Max. Leistung
(MW)
Oberfläche
(km²)
Volumen
(Mio. m³)
El Vicario 9,30 32
Cíjara 65,65 1.505
García de Sola 35,50 554
Orellana 50,84 808
Alqueva EDP 520 250,00 4.150
Pedrógão EDP 10 11,04 106

Guadiana Alto

Der Guadiana Alto oder Guadiana Viejo wird oft als Oberlauf des Guadiana betrachtet. Er entsteht durch den Zusammenfluss mehrerer Quellflüsse bei den Lagunas de Ruidera an der Grenze der Provinzen Albacete und Ciudad Real und versickert kurz darauf bei Argamasilla de Alba im Boden. Sein Wasser speist die rund 40 km westlich gelegenen eigentlichen Quellen des Guadiana, die Ojos del Guadiana.

Geschichte

Nach der Rückeroberung (reconquista) Méridas durch Alfons IX. im Jahr 1230 bildete der Río Guadiana einige Jahre lang die Grenze zwischen christlicher und islamischer Einflusssphäre.

Sehenswürdigkeiten

Besonders bemerkenswert ist die auf dem Nordufer des Río Guadiana gelegene und von den Römern gegründete Altstadt Mérida; sie wurde im Jahr 1993 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.<ref>Vorlage:Weblink Welterbe</ref> Die auf dem Südufer des Flusses gelegene und von einer Burg (castillo) überragte Kleinstadt Medellín ist der Geburtsort von Hernán Cortés und Gonzalo de Sandoval, den Eroberern des Aztekenreichs.

Legende der drei Hauptströme

Der Guadiana ist der südlichste der drei Hauptströme (neben Tajo und Duero), die von Spanien nach Portugal fließen. Einer Legende nach waren diese drei früher Flussgeister, die einen Wettlauf zum Atlantik bestreiten wollten. Vorher legten sie sich gemeinsam im Gebiet des heutigen Spaniens noch schlafen. Am nächsten Tag soll der Guadiana als erster Geist aufgewacht sein, wodurch er sich die schönste und ebenste Strecke aussuchen konnte. Der Tajo war schon später dran, doch als letztes wachte der Duero auf – er musste sich dann seinen Weg durch den steinigen Norden der Halbinsel bahnen, wodurch sein rauer Charakter erklärt wird.

Siehe auch

Vorlage:Commonscat

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten