Gurtenbach
| Gurtenbach | ||||||||||||
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Der Gurtenbach in St. Georgen bei Obernberg am Inn | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Lage | Innviertel, Oberösterreich | |||||||||||
| Flusssystem | Donau | |||||||||||
| Abfluss über | Inn → Donau → Schwarzes Meer | |||||||||||
| Quelle | bei Mehrnbach (Ortsch. Abstätten) 48° 11′ 56″ N, 13° 24′ 55″ O {{#coordinates:48,199|13,415138888889|
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| Quellhöhe | um 480 m | |||||||||||
| Mündung | bei Obernberg am Inn (Gemeindegr. Mörschwang)Koordinaten: 48° 19′ 55″ N, 13° 20′ 36″ O
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| Mündungshöhe | etwa 315 m <ref name="Mdg" /> | |||||||||||
| Höhenunterschied | etwa 165 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | etwa 7,2 ‰ | |||||||||||
| Länge | 23 km<ref name="Dat" /> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 101,3 km²<ref name="Dat" /> | |||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Nonsbach, Ellrechinger Bach | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Doblbach, Lautersbach | |||||||||||
| Kleinstädte | Obernberg a.I. | |||||||||||
| Gemeinden | Mörschwang, Obernberg a.I., St. Georgen b.O.a.I., Gurten, Mehrnbach | |||||||||||
| abiotische Typisierung von österreichischen Fließgewässern:<ref name="Typ" /> *Bioregion: Mittelgebirge – bayerisch-österreichisches Alpenvorland*Geologie: Molasse*Fließgewässer-Naturraum: Innviertler und Hausruckviertler Hügelland*Abflussregime: pluvial | ||||||||||||
Der Gurtenbach ist ein Nebenfluss des Inn im Westen des oberösterreichischen Bezirk Ried mit einer Länge von etwa 23 Kilometern.
Lauf und Landschaft
Der Gurtenbach entspringt auf etwa 480 m ü. A.<ref name="Dat" /> zwischen den Ortschaften Abstätten und Bubesting, südwestlich des Gemeindeorts Mehrnbach, nur wenige Kilometer östlich von Ried im Innkreis im zentralen Innviertel. Sein Flussgebiet liegt zwischen Antiesen im Norden und Waldzeller Ache/Ach im Süden.
Er durchfließt in nordwestlicher Richtung das Inn- und Hausruckviertler Hügelland, an Wippenham vorbei, und dann durch das untere Inntal, das er bei Gurten erreicht – der Mittellauf bis hierher wird das eigentliche Gurtental genannt. Charakter der Landschaft ist welliges Hügel- und Terrassenland mit Profilen unter 100 Höhenmetern und stark landwirtschaftlicher Raum mit vereinzelten kleineren Forsten.
Von Gurten fließt er in fast nördlicher Richtung über St. Georgen bei Obernberg durch die Niederungen des unteren Inns, passiert den auf einem Mergel-Riegel liegenden Markt Obernberg am Inn östlich und mündet 1½ km nördlich der Stadt, an der Gemeindegrenze zu Mörschwang auf etwa 315 m ü. A.,<ref name="Mdg">nach Berg, Gumpinger 2009, Österreichische Karte gibt dort Kote 318 am Inndamm</ref> bei Sadlecker/Jagerwirt, in den Inn, und zwar in den Rückstau des Inn-Kraftwerks Schärding.
Der Gurtenbach hat ein Einzugsgebiet von 101,3 Quadratkilometer<ref name="Dat" /> und ist einer der wichtigeren Kleinflüsse des Innviertels zum Inn.<ref name="Anm. Innv.">Hauptflüsse sind Pram, Antiesen und Ach</ref>
Hauptzufluss ist der Nonsbach bei Obernberg links von Geinberg (29,3 km2 Ezg., mit Simetshamer Bach 14,7 km2), der aber heute keine nennenswerten Wassermengen mehr beiträgt. Andere Seitenbäche sind Ellrechinger Bach (von Weilbach, 16,6 km2, mit Murhamer Bach) und Lautersbach (rechts bei St. Georgen von Gurten-Dorf, 12,3 km2). Die restlichen Nebenbäche bleiben in ihren Einzugsgebieten unter 10 km2, hier ist nur der Doblbach (5,0 km2) an der Mündung bei Sadlecker/Jagerwirt von Mühlberg (Gemeinde Mörschwang) näher nennenswert.
Im Tal des Gurtenbachs verläuft zwischen Mehrnbach und Gurten die Innviertelbahn.
Natur und Verbauung
Der Gurtenbach und seine Nebengerinne entwässert landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet, ist in den Ortsdurchflüssen stark verbaut, mit 65 Querverbauungen versehen, aber in zahlreichen Abschnitten „über weite Strecken weitgehend natürlich erhalten geblieben.“<ref name="Berg, Gumpinger 2009 12zit">Zitat Berg, Gumpinger: Wehrkataster. 2009, S. 12, Sp. 2.</ref>, im Gurtental auch mit kürzeren frei mäandrierenden Abschnitten.<ref name="Berg, Gumpinger 2009 15">Berg, Gumpinger: Wehrkataster. 2009, Abb. 12: Gewundener Verlauf im Mittellauf des Gurtenbaches, S. 15.</ref> Verbauungen der letzten Jahre sind zunehmend schon „deutlich ökologisch orientiert“.<ref name="Berg, Gumpinger 2009 15zit">Zitat Berg, Gumpinger: Wehrkataster. 2009, S. 15, Sp. 1.</ref>
Der Mündungsbereich ist als Unterer Inn eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Österreichs (Naturschutz- und Europaschutzgebiet, Europareservat, Ramsarschutzgebiet und Important Bird Area), wobei der Gurtenbach die Südgrenze des Nordabschnitts des FFH-Gebiets Auwälder am Unteren Inn (AT3119000, nn19)<ref name="nn19">FFH-Gebiet Auwälder am Unteren Inn (AT3119000). In: Genisys Detailansicht. Land Oberösterreich, abgerufen am 23. Juni 2010.</ref><ref name="Schutzgebiet Auwälder am Unteren Inn">FFH-Gebiet Auwälder am Unteren Inn. In: land-oberoesterreich.gv.at >Natura 2000 Schutzgebiete. Land Oberösterreich, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Oktober 2014; abgerufen am 23. Juni 2010. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> bildet, das die Stadt Obernberg ausspart. Der Gurtenbach ist aber durch den 1,2 km langen, kanalisierten Mündungsabschnitt vom natürlichen Lebensraum des unteren Inns abgeschnitten, und im Besonderen für die dortigen Bestände nicht als Laichgebiet nutzbar.<ref name="Berg, Gumpinger 2009 36">Berg, Gumpinger: Wehrkataster. 2009, S. 36.</ref> An Fisch ist im Gurtenbach die Bachforelle, Äsche, Aitel, Barbe und Bachschmerle belegt,<ref name="Berg, Gumpinger 2009 16">Berg, Gumpinger: Wehrkataster. 2009, Die Fischfauna im Gurtenbach-System, S. 16.</ref> am Mittel- und Oberlauf auch der Eisvogel anzutreffen.<ref name="Berg, Gumpinger 2009 36" />
Literatur
- Klaus Berg, Clemens Gumpinger: Wehrkataster des Gurtenbaches und seiner Zubringer. In: Maria Hofbauer, Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz-Bericht. Band 40, Januar 2009 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF] >Themen >Umwelt >Wasser >Oberflächengewässer).
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fischereirevier Antiesen-Gurtenbach. ( vom 6. Dezember 2004 im Internet Archive) LGBl. Nr. 36/1996
Einzelnachweise
<references> <ref name="Dat"> Lit. Berg, Gumpinger: Wehrkataster des Gurtenbaches. Hrsg.: Amt der Oö. LR. 2009, Untersuchungsgebiet – Allgemeines , S. 12–15. </ref> <ref name="Typ"> nach Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umweltschutz und Wasserwirtschaft (Hrsg.): EU Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG – Österreichischer Bericht über die IST. Bestandsaufnahme. Wien 2000. Daten in: Max H. Fink, Otto Moog, Reinhard Wimmer: Fließgewässer-Naturräume Österreichs. In: Umweltbundesamt (Hrsg.): Monographien. (M-128). Band 128. Wien 2000, ISBN 3-85457-558-0, 4.2.2 Innviertler- und Hausruckviertler Hügelland, S. 67 (umweltbundesamt.at [PDF]). </ref> </references>
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