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Gyala Peri

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Vorlage:Infobox Berg

Der Gyala Peri (chinesisch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Pinyin: Jiālābáilěi) ist mit 7294 m<ref>7294 m statt der oft angegebenen 7150 m</ref> der zweithöchste Gipfel der östlichsten Ausläufer des Himalaya.

Höher noch ist der 22 km südlicher gelegene Namjagbarwa mit 7782 m. Der Gyala Peri befindet sich im Kreis Mêdog (me tog rdzong {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} / Mòtuō Xiàn {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) im Regierungsbezirk Nyingchi in Tibet in China. Beide Berge umschließen die große Biegung des Yarlung Zangbo, auch kurz „Zangbo“ oder „Tsangpo“ genannt („Der Reinigende“). Er bildet den Oberlauf des Brahmaputra, weshalb die Stelle auch die Yarlung Zangpo/Brahmaputra-Schleife genannt wird. Hier liegt zugleich der Eingang zu den Dihangschluchten, in welchen der Fluss schnell Höhe abbaut.<ref>Into the untrevelled Himalaya, S. 39</ref> Die enge Schlucht zwischen den Bergen gilt als die weltweit größte und unbegehbar.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Bis heute ist das Gebiet aufgrund seiner Unzugänglichkeit weitgehend unbekannt. Chinesen erforschen die Gegend zwar, doch bilden logistische Schwierigkeiten und die klimatischen Bedingungen große Hindernisse. Eine der Fragestellungen, die die Forschung bewegt ist die, wie und warum der fast 3000 Kilometer lange Himalaya hier als Gebirgseinheit endet.<ref>Blanche C. Olschak, Augusto Gansser, Emil M. Bührer: Himalaya – Wachsende Berge, Lebendige Mythen, Wandernde Menschen (s. Lit.)</ref>

Besteigungsgeschichte

Die Erstbesteigung des Gipfels erfolgte 1986 durch eine japanische Expedition über den Südgrat. Diese zog sich über einen Monat hin. Im Himalayan Index des Alpine Clubs sind keine weiteren Besteigungen aufgeführt.<ref>Himalayan Index. Alpine Club Library</ref>

Staudammprojekt

Die Regierungsbehörden hatten am nordöstlichsten Punkt der Flussschleife um die beiden Berge Gyala Peri und Namjagbarwa die Einrichtung eines „Yarlung Tsangpo Grand Canyon“-Nationalparks angedacht, gleichwohl erübrigten sich diese Pläne durch ein Dammprojekt zur Stromerzeugung.<ref>Tashi Tsering: Hydro Logic: Water for Human Development. An Analysis Of China’S Water Management and Politics. (PDF; 909 kB; 53 S.) Tibet Justice Center, 2002, S. 21</ref> Er soll 160 m hoch werden und würde mit 26 Turbinen und einer geplanten Leistung von 40.000 MW das größte Wasserkraftwerk der Erde werden.<ref>Vorlage:Webarchiv In: Berliner Zeitung, 3. Juni 2010</ref><ref>Wasserkampf am Yarlung Tsangpo</ref><ref> Vorlage:Bibcode</ref><ref>Chinese engineers propose world’s biggest hydro-electric project in Tibet</ref> Dieses umstrittene Projekt erfährt insbesondere aus Indien große Kritik, da die entlang des Flusses liegenden Dörfer nachhaltig beeinträchtigt würden.<ref> Vorlage:Webarchiv Tibet Environmental Watch - Editorial</ref>

Literatur

  • Blanche C. Olschak, Augusto Gansser, Emil M. Bührer, Himalaya – Wachsende Berge, Lebendige Mythen, Wandernde Menschen, vgs, ISBN 3-8025-2218-4

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />