Hügel-Veilchen
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| Hügel-Veilchen | ||||||||||||
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| Datei:Viola collina.jpg
Hügel-Veilchen (Viola collina) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Viola collina | ||||||||||||
| Besser |
Das Hügel-Veilchen (Viola collina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Hügel-Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 6 bis 12 Zentimetern. Als Überdauerungsorgan wird ein kriechendes Rhizom gebildet, aber keine Ausläufer.<ref name="Hegi1966" />
Die grundständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Frühjahrsblätter haben einen 1 bis 4 Zentimeter langen Blattstiel. Ihre Blattspreite ist 1,5 bis 4 Zentimeter lang, fein gekerbt und besonders unterseits weich fast wollig behaart.<ref name="Hegi1966" /> Die Blattspreite der Sommerlaubblätter ist am Grund breit-herzförmig und mehr oder weniger dicht behaart. Ihr Blattstiel ist mit 0,5 bis 1 Millimeter langen Haaren besetzt. Die Nebenblätter sind schmal lanzettlich mit zahlreichen langen deutlich gewimperten Fransen.<ref name="Hegi1966" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln. Die Blütenstiele sind 4 bis 6 Zentimeter lang und tragen die beiden Vorblätter in oder über der Mitte. Kronblätter, Fruchtknoten und Frucht sind behaart.<ref name="Hegi1966" />
Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von etwa 1,5 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="Hegi1966" /> Die Blüte ist duftend. Die Farbe der Blütenkrone ist (hell)blaulila ohne weißes Zentrum, selten weiß. Die fünf Kelchblätter sind samt Anhängseln 5 bis 7 Millimeter lang. Der Sporn der Krone ist weißlich und etwa 3 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" /> Das untere Kronblatt besitzt violette Adern. Die Narbe ist hakig umgebogen.
Die Kapselfrucht ist kugelig und meist dicht weich behaart.<ref name="Hegi1966" /> Die Samen besitzen ein langes Elaiosom.<ref name="Hegi1966" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet umfasst Europa und die gemäßigten Gebiete Asiens.<ref name="GRIN" /> In Österreich ist das Hügel-Veilchen in allen Bundesländern zerstreut bis selten. In den Allgäuer Alpen steigt es nur wenig über 1100 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" /> Im Oberengadin erreicht es Höhenlagen von 1820 Metern, in Südtirol in der Nonsberggruppe sogar 2000 Meter.<ref name="Hegi1966" />
Diese kalkliebende Pflanze gedeiht in trockenen, lichte Wäldern (Besonders Föhrenwälder) von der collinen bis montanen Höhenstufe. In Mitteleuropa kommt sie meist in Begleitung der Waldkiefer vor allem in Gesellschaften des Cytiso-Pinion, aber auch der Potentillo albae-Quercion petraeae und des Geranion sanguinei vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Viola collina erfolgte 1816 durch Wilibald Swibert Joseph Gottlieb von Besser in Cat. Hort. Cremeneci, S. 151.<ref name="GRIN" />
Hybride
Das Hügel-Veilchen (Viola collina) hybridisiert besonders mit dem Rauen Veilchen (Viola hirta).
Literatur
- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Viola collina Besser In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S.e 677. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 230. </ref> </references>
Weblinks
- Viola collina Besser, Hügel-Veilchen. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Vorlage:BIB
- Hügel-Veilchen. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).