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Hanna Klose-Greger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hanna Klose-Greger (* 9. Mai 1892 in Hochweitzschen; † 14. Januar 1973 in Karl-Marx-Stadt) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Schriftstellerin.

Leben und Werk

Klose-Greger studierte von 1908 bis 1911 Malerei und Grafik an der Kunstgewerbeschule Dresden.<ref name="Dresslers30">Dresslers Kunsthandbuch, 9. Ausgabe, Band 2. Berlin 1930, S. 520.</ref> Danach unternahm sie Reisen im In- und Ausland. Für ihre künstlerische Arbeit machte sie Studien im Zwickauer Bergbaurevier.

Sie lebte viele Jahre in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) in der Kassbergstrasse 40,<ref>Chemnitzer Adressbuch 1943/44</ref> einem Haus, das 1945 durch Bomben zerstört wurde. Hanna Klose-Greger verfasste zahlreiche historische Romane, die auf genauer Kenntnis historischer Vorgänge beruhen und die sie teilweise mit eigenen Illustrationen und Bucheinbänden bzw. Schutzumschlägen ausstattete. Daneben schuf sie gebrauchsgrafische Arbeiten wie Plakate und Ansichtskarten, darunter die preisgekrönte offizielle Festkarte zur Rathausweihe in Chemnitz im Jahr 1911. Ferner machte sie Entwürfe für Innendekorationen. So veröffentlichte die Zeitschrift „Innendekoration“ 1916 ihren Entwurf für eine Kinderspielecke in der Wohnung „Spielwinkel“.<ref>Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort (27.1916). Abgerufen am 27. Oktober 2021.</ref>

Klose-Greger war spätestens 1928 Mitglied im Deutschen Werkbund (DWB)<ref>laut veröffentlichter DWB-Mitgliederliste 1928</ref>, außerdem im Chemnitzer Künstlerkreis und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands.<ref name="Dresslers30" /> Sie gehörte zu den von den Nazis als entartet verfemten Künstlern. 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ aus der Kunsthütte Chemnitz ihre Lithografie „Der Gelehrte“ beschlagnahmt und zerstört.<ref>Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin</ref>

Werke als Schriftstellerin

  • Hab mich lieb. Thüringer Verlagsanstalt, Abteilung Frieses Verlag, Chemnitz, 1914 (mit eigenen Illustrationen)
  • Der Silberne Bergmann, 1935
  • Die Wunderblume, 1935
  • Barbara Uttmann. Hase & Köhler, Leipzig, 1940
  • Die Kutsche ohne Pferde und andere Erfinderschicksale, 1956
  • Inka, Sohn der Sonne. Prisma-Verlag, Leipzig, 1958
  • Lard, der Etrusker. Prisma-Verlag, Leipzig, 1959
  • Insel der heiligen Stiere. Prisma-Verlag, Leipzig, 1957 (Illustrationen Günter Blochberger)
  • Roswitha von Gandersheim. Union-Verlag, Berlin, 1961
  • Käthe Kollwitz. Ein Lebensbild für die Jugend. Altberliner Verlag Lucie Groszer, Berlin, 1962
  • Die Sibylle vom Libanon. Union-Verlag, Berlin, 1963
  • Kommst du wieder Federschlange? Prisma-Verlag, Leipzig, 1966
  • Die Stadt der Elefanten. Prisma-Verlag, Leipzig, 1972

Ausstellungen

  • 1914: Chemnitz, Kunsthütte (Gruppenausstellung)
  • 1923 oder 1924: Chemnitz, Galerie Gerstenberger<ref>Der Kunstwanderer, Heft 5./6.1923/24, S. 197</ref>
  • 1946: Chemnitz, Kaufstätte Merkur („Chemnitzer Künstler stellen aus“)<ref>SLUB Dresden: Chemnitzer Künstler stellen aus. Abgerufen am 26. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Postum

Literatur

  • Klose-Greger, Hanna. In: Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Verlag Enzyklopädie, Leipzig, 1974, Bd. 1, S. 475
  • Klose-Greger, Hanna. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  • Rolf Düsterberg: Klose-Greger, Hanna. In: Ders.: Lexikon der „ausgezeichneten“ Schriftstellerinnen des Dritten Reiches. 65 biografische Skizzen. Brill, Schöningh, Paderborn 2025, ISBN 978-3-506-79701-8, S. 62–64.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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