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Hapoel Jerusalem (Basketball)

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Hapoel Jerusalem
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Gegründet 1943
Halle Pais Arena
(11.000 Plätze)
Website hapoel.co.il
Präsident Matan Adelson
Trainer Israel Yonatan Alon
Liga Ligat ha’Al
  EuroCup
Farben Rot, Schwarz, Weiß
Erfolge
Sieger ULEB Cup 2004
Meister Israel (2×): 2015, 2017
Pokalsieger Israel (8×): 1996, 1997, 2007, 2008, 2019, 2020,
2023, 2024
Ligapokal Israel (6×): 2008, 2009, 2014, 2016, 2019, 2023

Hapoel Jerusalem ist ein israelischer Basketballverein aus Jerusalem. Hapoel spielt zurzeit in der Ligat ha’Al, der höchsten Liga in Israel, und im EuroCup. Seit Oktober 2025 trägt der Club den Sponsorennamen Hapoel Midtown Jerusalem.<ref>Hapoel “Midtown” Jerusalem: Israel Canada Joins as the Club’s Main Partner. In: calcalistech.com. 30. Oktober 2025, abgerufen am 5. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Überblick von der Gründung bis 1989

Die erste dokumentierte Erwähnung von Basketball im Zusammenhang mit Hapoel Jerusalem datiert auf das Jahr 1935, als beim vierten nationalen Treffen der HaPoel-Sportbewegung ein Turnier mit Mannschaften aus Jerusalem, Tel Aviv, Judäa und Samaria ausgetragen wurde.<ref name="galily">Yair Galily: Playing Hoops in Palestine: The Early Development of Basketball in the Land of Israel, 1935–56. In: The International Journal of the History of Sport. Jg. 20, Nr. 1. Abingdon 2003, S. 143–151, doi:10.1080/714001851.</ref> Die offizielle Gründung der Basketballabteilung erfolgte 1943 in einer Arena bei der Histadrut. Während des Unabhängigkeitskrieges 1947/48 wurde der Spielbetrieb unterbrochen. Danach bezog die Mannschaft das (inzwischen abgerissene) YMCA-Stadion und zog Mitte der 1950er-Jahre in die Arena an der Straus-Straße um, die damals die einzige überdachte Basketballhalle Israels war.

Der erste Auftritt in der Ligat ha’Al, der ersten israelischen Basketball-Liga, erfolgte in der Saison 1954/55, ein Jahr nach ihrer Gründung.<ref name="basket">Hapoel Jerusalem: 1954–55. Israeli Basketball Super League Administration, abgerufen am 19. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die folgenden Jahrzehnte verliefen ohne nationale Erfolge. Die Mannschaft pendelte häufig zwischen der ersten und der zweiten Liga, der Liga Leumit. Zwischen 1981 und 1986 spielte Hapoel Jerusalem sechs Jahre lang in der zweiten Liga, ehe der endgültige Wiederaufstieg gelang. Seitdem spielt der Klub ununterbrochen in der höchsten israelischen Spielklasse. 1985 wurde die Malha Arena als neues Heimstadion eröffnet. In der Saison 1988/89 wurde mit dem Jugoslawe Faruk Kulenović erstmals ein ausländischer Cheftrainer verpflichtet.<ref name="history">History. Hapoel "Midtown" Jerusalem, abgerufen am 19. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Erste nationale Titel und europäische Erfolge (1990–2012)

In der Saison 1990/91 erreichte Hapoel Jerusalem erstmals die Play-offs der Ligat ha’Al und startete zugleich erstmals in einem europäischen Pokalwettbewerb, dem Korać-Cup. Den ersten nationalen Titel gewann der Klub in der Saison 1995/96 mit dem Staatspokal von Israel. Trainer Pini Gershon führte die Mannschaft im Finale gegen Maccabi Tel Aviv zu einem 67:65-Sieg, nachdem Adi Gordon 30 Sekunden vor Schluss beim Stand von 65:65 den entscheidenden Korb erzielt hatte. Ein Jahr später folgte die Titelverteidigung. In der Saison 2001/02 erreichte Hapoel als erste israelische Mannschaft nach Hapoel Galil Elyon das Halbfinale des Saporta Cups, scheiterte dort jedoch an Montepaschi Siena.

Den bis dahin größten Erfolg errang der Klub in der Saison 2003/04 unter Trainer Sharon Drucker: Im Finale des ULEB Cups am 13. April 2004 in Charleroi besiegte Hapoel Jerusalem Real Madrid mit 83:72 und gewann damit als zweite israelische Mannschaft überhaupt einen europäischen Vereinstitel.<ref name="history" /> Kelly McCarty, Will Solomon und Doron Sheffer waren die überragenden Spieler des Finales. Der ULEB-Cup-Sieg berechtigte den Klub zur erstmaligen Teilnahme an der EuroLeague in der Saison 2004/05.<ref name="inn">Heroes’ Welcome for Hapoel Jerusalem. Israel National News, 16. April 2004, abgerufen am 19. März 2026.</ref> In den Jahren 2007 und 2008 kamen zwei weitere Staatspokalsiege hinzu, darunter ein dramatischer 89:93-Finalsieg 2008 gegen Maccabi Tel Aviv, bei dem Hapoel einen 22-Punkte-Rückstand aufholte.<ref name="sinai-8"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Allon Sinai: Local Hoops: Hapoel Jerusalem wins dramatic Cup final (Memento vom 6. Dezember 2024 im Internet Archive)</ref> Ebenfalls in dieser Periode gewann der Klub die Ligapokal-Titel 2008 und 2009.<ref name="history" />

Meistertitel und Champions-League-Finale (2013–2024)

Im Juli 2013 übernahm eine Investorengruppe um den in Jerusalem geborenen Hightech-Unternehmer Ori Allon, den NBA-Agenten Arn Tellem und den NBA-Star Amar'e Stoudemire 90 Prozent der Vereinsanteile und verpflichtete sich zu jährlichen Investitionen von rund 5,6 Millionen US-Dollar.<ref name="shontell">Alyson Shontell: Startup Stud Ori Allon And Knicks Star Amare Stoudemire Buy Israel Basketball Team. Insider, 13. Juli 2013, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Im September 2014 zog der Klub in die neu eröffnete Pais Arena um, die mit rund 11.000 Plätzen und Baukosten von etwa 399 Millionen Schekel als modernste Mehrzweckhalle im Nahen Osten gilt.<ref name="steinberg">Jessica Steinberg: Jerusalem mayor inaugurates ‘huge but intimate’ stadium. The Times of Israel, 8. September 2014, abgerufen am 19. März 2026.</ref> In der Saison 2014/15 gewann Hapoel Jerusalem vor ausverkaufter Pais Arena mit einem 88:68-Finalsieg über Hapoel Eilat erstmals in seiner mehr als 70-jährigen Geschichte die israelische Meisterschaft.<ref name="sinai-5">Allon Sinai: Hapoel Jerusalem wins historic championship. The Jerusalem Post, 26. Juni 2015, abgerufen am 19. März 2026.</ref> In der Saison 2016/17 verpflichtete der Klub den renommierten italienischen Trainer Simone Pianigiani sowie Amar'e Stoudemire als aktiven Spieler.<ref name="sinai-6">Allon Sinai: Jerusalem thinking big with Pianigiani signing. The Jerusalem Post, 21. Juni 2016, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Am 15. Juni 2017 sicherte sich Hapoel Jerusalem durch einen 83:76-Finalsieg über Maccabi Haifa den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte.<ref name="sinai-7">Allon Sinai: Jerusalem claims 2nd BSL title in 3 years. The Jerusalem Post, 16. Juni 2017, abgerufen am 19. März 2026.</ref> In den Saisons 2018/19 und 2019/20 gewann der Klub jeweils den Staatspokal, darunter im Finale 2020 einen 92:89-Sieg über Ironi Nahariya.<ref name="halickman-0">Joshua Halickman: Hapoel Jerusalem wins the Israel State Cup! The Reds defeat Nahariya 92-89 to capture back-to-back titles – J’Covan Brown wins MVP! Sports Rabbi, 13. Februar 2020, abgerufen am 19. März 2026.</ref> In der Saison 2022/23 formte Trainer Aleksandar Džikić, der im Sommer 2022 verpflichtet worden war, eine der defensivstärksten Mannschaften der Ligageschichte: Hapoel gewann zunächst den Staatspokal und zog anschließend ins Finale der Basketball Champions League ein, unterlag dort dem deutschen Erstfinalisten Telekom Baskets Bonn jedoch mit 70:77.<ref name="bn">Hapoel Jerusalem announce Aleksandar Dzikic as a new head coach. Basketnews, 18. Juni 2022, abgerufen am 19. März 2026.</ref> 2024 folgte der achte Staatspokalgewinn durch einen 85:72-Finalsieg über Maccabi Tel Aviv, im November 2025 sicherte sich der Klub den Winner Cup zum siebten Mal.<ref name="xhn-4">Hapoel Jerusalem win Israel’s basketball State Cup. XINHUANET.com, 17. Mai 2024, abgerufen am 19. März 2026.</ref>

Ausweichspielort Belgrad (seit 2023)

Infolge des Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober 2023 und des Gazakrieges wurden alle Heimspiele israelischer Basketballklubs in europäischen Vereinswettbewerben an neutrale Ausweichspielorte verlegt.<ref name="fiba">Hapoel Bank Yahav Jerusalem to play Regular Season home games in Belgrade. FIBA, 27. Oktober 2023, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Hapoel Jerusalem trug seine Heimpartien in der Basketball Champions League 2023/24 sowie im EuroCup 2024/25 in der Aleksandar-Nikolić-Halle bzw. der Ranko-Žeravica-Sporthalle in Belgrad aus, hinter verschlossenen Türen und in Absprache mit der serbischen Regierung sowie dem serbischen Basketballverband.<ref name="milanti">Cesare Milanti: Hapoel Jerusalem to reportedly face Galatasaray in Belgrade. Eurohoops.net, 23. Oktober 2023, abgerufen am 19. März 2026.</ref><ref name="eh">Israeli teams to play EuroLeague games in Belgrade and Sofia. Eurohoops.net, 11. September 2025, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Nachdem die EuroLeague/EuroCup-Organisation im Oktober 2025 im Zuge einer Waffenruhe die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Israel ab 1. Dezember 2025 beschlossen hatte,<ref name="yna">Israeli basketball clubs to resume hosting EuroLeague games on December 1. Yahoo, 21. Oktober 2025, abgerufen am 19. März 2026.</ref> empfing Hapoel Jerusalem am 9. Dezember 2025 die Hamburg Towers als ersten europäischen Heimgegner wieder in der Pais Arena.<ref name="gnep">Irina Gnep: Zwischen Vorfreude und Unsicherheit: Hamburg Towers reisen nach Isreal. Norddeutscher Rundfunk, 9. Dezember 2025, abgerufen am 19. März 2026.</ref>

Diese Phase der Normalität endete bereits wenige Monate später: Nach dem Ausbruch des Irankriegs am 28. Februar 2026 suspendierte die EuroLeague mehrere Partien wegen der vorübergehenden Schließung des Luftraums.<ref name="askounis">Johnny Askounis: EuroLeague suspends two games amid regional conflict and airspace closures. Eurohoops.net, 2. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Am 4. März 2026 gab die EuroLeague bekannt, dass Hapoel Jerusalem seine verbleibenden EuroCup-Heimspiele erneut in der Ranko-Žeravica-Sporthalle in Belgrad austragen wird.<ref name="xhn-6">EuroLeague Basketball announces alternative venues for Israeli, UAE teams. XINHUANET.com, 5. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.</ref> Die Spieler verließen Israel kurz nach Kriegsausbruch und verlegten ihren Trainingsbetrieb nach Belgrad, von wo aus die Mannschaft am 18. März 2026 im EuroCup-Viertelfinale auf Türk Telekom traf und 90:91 verlor.<ref name="halickman-6">Joshua Halickman: Jerusalem eyes EuroCup semis as ‘Triple J’ finds his groove. The Jerusalem Post, 18. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.</ref>

Aktueller Kader

Kader von Hapoel Bank Yahav Jerusalem (Stand: 30. September 2025)
Spieler Coaches
Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info
0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Smith Forward 01.03.1999 201 cm
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jared Harper Guard 14.09.1997 178 cm
3 Trinidad und TobagoDatei:Flag of Trinidad and Tobago.svg/Israel Khadeen Carrington Guard 03.10.1995 187 cm
4 Israel Rani Balaga Guard 21.06.2006 197 cm
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Austin Wiley Center 08.01.1999 211 cm
6 Israel Roy Paretsky Guard 24.07.2002 194 cm
7 Israel Gabriel Chachashvili Center 08.12.1999 210 cm
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cassius Winston Guard 28.02.1998 185 cm
11 Israel Yuval Ben Atar Guard 26.01.2007 187 cm
13 Israel Roi Huber Guard 10.02.1997 188 cm
14 Israel Nir Perri Guard 14.12.2004 188 cm
15 Israel Nimrod Levi Forward 24.03.1995 208 cm
18 Israel Yarin Hasson Forward 10.10.2004 206 cm
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony Lamb Forward 20.01.1998 198 cm
44 UkraineUkraine Dmytro Skapintsev Center 12.05.1998 216 cm
50 Israel Yovel Zoosman Forward 12.05.1998 200 cm C
91 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Josiah-Jordan James Forward 05.09.2000 198 cm
Nat. Name Position
Israel Jonathan Alon Head Coach
Israel Shai Olerarczyk Assistenzcoach
GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Theodoros Giannakopoulos Assistenzcoach
Legende
Abk. Bedeutung
Nr. Trikotnummer
Nat. Nationalität
C Mannschaftskapitän
S Suspension
Datei:Cruz Roja.svg Verletzungsbedingte Inaktivität

Hallen

Von 1985 bis 2014 spielte der Club in der Malha Arena mit 2000 Plätzen. Danach folgte im September 2014 der Umzug in die neue Pais Arena mit rund 11.000 Plätzen.

Erfolge

  • Sieger ULEB Cup: 2004
  • Israelischer Meister (2×): 2015, 2017
  • Israelischer Pokalsieger (8×): 1996, 1997, 2007, 2008, 2019, 2020, 2023, 2024
  • Israelischer Ligapokal (6×): 2008, 2009, 2014, 2016, 2019, 2023

Weblinks

Commons: Hapoel Jerusalem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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