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Haus Robert Mayer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Wohnhaus Robert Mayer, Kirchhöfle Nr. 13 Heilbronn, anläßlich der Enthüllung der Bronzetafel zu Ehren Robert Mayers im Jahre 1901 durch den Verein deutscher Ingenieure, D032-444.jpg
Wohnhaus Robert Mayer, Kirchhöfle Nr. 13 Heilbronn, anlässlich der Enthüllung der Bronzetafel zu Ehren Robert Mayers im Jahre 1901 durch den Verein deutscher Ingenieure
Datei:Wohnhaus Robert Mayer, Kirchöfle Nr. 13 Heilbronn, Grundriss, 1841.JPG
Grundriss
Datei:Wohnhaus Robert Mayer, Kirchöfle Nr. 13 Heilbronn, Arbeitszimmer, 1878, D032-442.JPG
Das Arbeitszimmer von Robert Mayer

Das Haus Robert Mayer war das Haus in Heilbronn, in dem der Mediziner Robert Mayer von 1842 bis zu seinem Tod 1878 lebte und arbeitete. Es befand sich bis zu seiner Zerstörung am Kirchhöfle neben der Nikolaikirche.

Geschichte

Nutzung zu Mayers Lebzeiten

Am 6. Juli 1841 kauft Christian Jakob Mayer, der Vater Robert Mayers, von dem Zimmermeister Martin David Gimmi um 6150 bzw. 2400 Gulden die Gebäude Nr. 956 bzw. 956 B im Kirchhöfle, später Kirchhöfle 13. Es waren beides dreigeschossige Wohnhäuser. In dem Haus Nr. 956 war Robert Mayer bis zu seinem Lebensende wohnhaft.<ref>Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964, S. 44–50 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12), dazu S. 45</ref> Nach dem Kaufvertrag vom 6. Juli 1841 besaß das Haus Nr. 956, später Kirchhöfle 13, drei Geschosse und zwei gewölbte Keller; dazu ein kleines Höflein. Haus Nr. 956 B bildete dazu und zusammen mit dem Haus Nr. 956 A das Hinterhaus, ebenfalls drei Stockwerke hoch, mit der Hauptfassade gegen die Allee. Auch dieses Haus besaß einen gewölbten Keller.<ref>Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964, S. 44–50 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12), dazu S. 46–47.</ref> In dem Haus am Kirchhöfle bezog Robert Mayers Vater den ersten Stock des Hauptgebäudes Nr. 956; das zweite Geschoss bewohnte Robert Mayer. Der Grundriss zeigt im Erdgeschoss die Holzkammer, Futterkammer, Remise, eine Stallung sowie zwei Zimmer. Im Hinterhaus wurde vermietet. Robert Mayer hatte in seiner Wohnung im zweiten Stock auch seine Arztpraxis. Daneben hatte er in seiner Wohnung noch fünf Zimmer und eine Küche.<ref>Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964, S. 44–50 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12), dazu S. 48.</ref>

Von 1842 bis zu seinem Tod 1878 lebte und arbeitete er im Haus Kirchöfle Nr. 13. In seinem Arbeitszimmer hing über dem Tisch ein Spruch, den ihm der Vater am 7. März 1832 ins Stammbuch geschrieben hat: „Bist Du Herr Deiner Selbst geworden, dann lebst Du frei und unabhängig aller Orten.“<ref>Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964, S. 44–50 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12), dazu S. 50.</ref>

Weitere Nutzung bis zur Zerstörung 1944

Im Jahre 1901 brachte der Verein deutscher Ingenieure eine Bronzetafel zu Ehren Robert Mayers am Haus an:

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Robert Mayer wurde bereits ab 1910 im Heilbronner Fleischhaus mit einem Robert-Mayer-Zimmer, in dem Gegenstände aus seinem Nachlass ausgestellt wurden, museal gewürdigt. 1938 richtete man in seinem früheren Wohnhaus im Kirchhöfle sogar ein eigenes Robert-Mayer-Museum ein. Das Museum wurde jedoch bald wieder aufgegeben und die Nachlassgegenstände kamen ins Historische Museum im Fleischhaus zurück. Das Wohnhaus wurde beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944 zerstört.

Heutige Bebauung mit Reminiszenz an Mayer

Ende 1957 wurde an der Stelle des Wohnhauses von Robert Mayer von der Stadtsiedlung nach Entwürfen des Architekten Herbert Alber ein Eckhaus erbaut. Der Flügel an der Sülmerstraße musste wegen der Nikolaikirche auf eine Höherzonung verzichten:

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Datei:Heilbronn-kunst-am-bau-beim-theater.jpg
Der Wandschmuck von 1958 am heutigen Gebäude an der Stelle des Mayer-Wohnhauses erinnert an Robert Mayer

1958 wurde an einem Haus der Stadtsiedlung Heilbronn AG an der Ecke Sülmerstraße/Turmstraße ein Wandobjekt aus Eisen und Leichtmetall angebracht, das den Namen Robert Mayer – Erhaltung der Energie trägt und von dem Maler Walter Maisak und dem Kunstschmiedemeister Werner Holzbächer gefertigt worden ist. Dieses Wandobjekt soll an das ehemalige Haus Robert Mayers erinnern:

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Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Heilbronn und die Kunst der 50er Jahre. Städtische Museen Heilbronn, Heilbronn 1993, S. 94 und 96, Abbildung Nr. 129
  • Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964, S. 44–50 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12)

Weblinks

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