Haus im Schluh
Die Hofanlage Haus im Schluh in der niedersächsischen Gemeinde Worpswede, Im Schluh 35, 37 und 37a, stammt vom 19. Jahrhundert. Aktuell ist das Ensemble eines der vier Museen des Museumsverbundes der Künstlerkolonie Worpswede. Im Februar 2018 erhielt es das Museumsgütesiegel 2018–2024 des Museumsverbandes Niedersachsen.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.<ref>Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen</ref>
Geschichte und Beschreibung
Das Haus im Schluh (niederdeutsch im Sumpf) war ursprünglich eine Moorkate aus dem Moordorf Lüningsee. Es wurde 1920 von Martha Vogeler, der ersten Ehefrau Heinrich Vogelers, in den Schluh versetzt und mit seiner finanziellen Hilfe umgebaut. Sie verließ zu dieser Zeit den Barkenhoff und zog mit ihren drei Töchtern Marieluise, Bettina, Martha und ihrem Freund, dem Schriftsteller Ludwig Bäumer in das Haus im Schluh.
Die Hofanlage besteht aus den drei translozierten Bauten des 19. Jahrhunderts
- dem eingeschossigen giebelständigen großen Zweiständer-Hallenhaus in Rasterfachwerk mit dekorativen Steinausfachungen, reetgedecktem Satteldach mit großer Schleppgaube und heute verglaster Grooter Door mit Korbbogen, 1850 gebaut für J. Cordes und Ehefrau Maria (Inschrift); 1920 wurde das heutige Webhaus an den heutigen Standort umgesetzt.<ref>Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen</ref>
- dem ehemaligen eingeschossigen Stall von um 1880 in Backstein mit reetgedecktem Walmdach, Fledermausgauben, Gaube im Giebel und Uhlenloch, heute Haus Tulipan und Gästepension,<ref>Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen</ref>
- dem ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäude als Zweiständer-Hallenhaus in Fachwerk mit Steinausdachungen, reetgedecktem Krüppelwalmdach mit Gauben und Uhlenloch sowie heute verglaster Grooter Door mit Korbbogen, von um 1800 aus Grasdorf, 1937/38 umgesetzt und dann Wohnhaus von Martha Vogeler sowie Handweberei und Arbeitsbereich der Tochter Bettina, heute auch mit Ferienwohnungen.<ref>Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen</ref>
Im Wohnhaus und der Weberei bilden Möbel, Gemälde, Radierungen, Porzellan und Hausrat aus dem Barkenhoff den Hauptbestandteil der Heinrich-Vogeler-Sammlung. Wechselnde Ausstellungen zum Werk Heinrich Vogelers und kunsthandwerkliche Gegenstände aus der Region ergänzen die Sammlung. Der Kunsthistoriker Hans-Herman Rief wurde von Martha Vogeler beauftragt, die Sammlung an Dokumenten und Kunstwerken zu archivieren. 2003 wurden die Kunstsammlung und die Häuser in eine Stiftung überführt.<ref>Haus im Schluh, vogeler-worpswede.de, abgerufen am 21. April 2022</ref> Hier hat auch das Worpsweder Archiv seinen Ursprung, das heute im Barkenhoff ist.
Das Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Die beiden niedersächsischen Bauernhäuser und das ehemalige Stallgebäude, die das Ensemble „Haus im Schluh“ bilden, stammten ursprünglich aus Nachbarorten …“
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Frühling, 1897
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Martha Vogeler, 1901
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Modersohn-Becker: Mieke Vogeler, 1902
Mit dem Haus im Schluh standen in teils enger Beziehung u. a. der Maler Fritz Grotzky, der Buchhändler Reinhold Meyer, die Malerin Lisel Oppel, der Lyriker Ernst Reden, der Kunsthistoriker Hans-Herman Rief und die Schriftstellerin Ursula Ziebarth.
Siehe auch
Literatur
- Peter Groth: Martha Vogelers Haus im Schluh. Worpsweder Verlag, Lilienthal 1995, ISBN 3-89299-139-1.
- Katharina Groth, Björn Herrmann, Die Worpsweder Museen (Hrsg.): Mythos und Moderne. 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede. Wienand, Köln 2014, ISBN 978-3-86832-203-3.
- Friederike Schmidt-Möbus: Worpswede. Leben in einer Künstlerkolonie. Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-010744-7.
- Björn Bischoff: Worpswede A–Z – Das Künstlerdorf. 1. Auflage. Edition Falkenberg, Bremen 2017, ISBN 978-3-95494-113-1.
Weblinks
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Einzelnachweise
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