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Heiko Mathias Förster

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Datei:Heiko Mathias Forster (cropped).jpg
Heiko Mathias Förster während einer Probe (2007)

Heiko Mathias Förster (* 1966 in Crivitz bei Schwerin) ist ein deutscher Dirigent und Generalmusikdirektor. Seit September 2022 ist er Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden.<ref name=":0">Karl-Heinz Fischer: Gelungener Start für neuen Chefdirigenten der Philharmonie Baden-Baden. Badische Neueste Nachrichten, 11. September 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.</ref>

Leben und Wirken

Förster erhielt im Alter von vier Jahren ersten Klavierunterricht und wurde mit sechs Jahren am Schweriner Konservatorium unterrichtet.<ref name=":2">Národní divadlo: Heiko Mathias Förster. Abgerufen am 31. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ab 1976 war er Preisträger eines nationalen Klavierwettbewerbs.<ref name=":2" /> Später studierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin<ref name=":1">Heiko Mathias Förster: Chefdirigent Prague Royal Philharmonic. In: obrassoconcerts.ch. Abgerufen am 30. Oktober 2022.</ref> Dirigieren, Klavier und Schlagzeug.<ref name=":1" />

Noch vor Abschluss seines Studiums debütierte Förster am Brandenburger Theater und wurde 1989 zum Chefdirigenten berufen.<ref>Dirigent - Heiko Mathias Förster: Neujahrskonzert Dresden - BallsportARENA. In: neujahrskonzert-dresden.de. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> 1993 erfolgte die Berufung zum Generalmusikdirektor der Stadt Brandenburg an der Havel. Er leitete dort ca. 500 Konzerte und 32 Opern- und Operettenpremieren. Mit den Brandenburger Symphonikern unternahm er mehrere Tourneen, die ihn unter anderem in die USA, nach Japan und Südafrika führten.<ref name=":2" />

Es folgte von 1999 bis 2007 ein Engagement als Chefdirigent der Münchner Symphoniker. Während dieser Zeit etablierte er sich auch als Operndirigent beim jährlichen Opernfestival Gut Immling Chiemgau,<ref name=":3">Janáčkova filharmonie Ostrava: Séfdirigent: Heiko Mathias Förster. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2018; abgerufen am 31. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wo er die Opern Don Giovanni, Otello, Carmen, La traviata, Fidelio und La Bohème dirigierte.<ref name=":1" /><ref>Hier wird nicht gehustet. In: Merkur.de. 14. April 2009, abgerufen am 20. August 2023.</ref>

Als Operndirigent war Förster mehrfach zu Gast am Nationaltheater Prag und am Slowakischen Nationaltheater in Bratislava.<ref name=":3" /> Am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen leitete er 2011 die deutsche Erstaufführung von Isaak Albéniz’ Oper Merlin.<ref>Deutsche Erstaufführung: „Merlin“ – Oper von Isaak Albéniz, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. In: Theaterkompass. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> In Gelsenkirchen dirigierte er des Weiteren Die tote Stadt von Korngold, Otello und Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns.<ref name=":3" /> Weitere, zum Teil internationale Engagements führten darüber hinaus zu gemeinsamen Arienabenden mit Interpreten wie José Cura, Angela Gheorghiu und Rolando Villazón. In der Saison 2004/2005 begleitete Förster den Tenor Joseph Calleja bei seinem München-Debüt. 2007 dirigierte er die Münchner Symphoniker auf der ersten Deutschlandtournee der Mezzosopranistin Elīna Garanča.

Von 2007 bis 2014 leitete Förster als Generalmusikdirektor die Neue Philharmonie Westfalen<ref>Neue Philharmonie Westfalen, Landesorchester NRW: Generalmusikdirektor Rasmus Baumann. Abgerufen am 30. Oktober 2022.</ref> und anschließend bis 2019 als Chefdirigent die in Ostrava ansässige Janáček-Philharmonie Ostrava.<ref name=":3" /> Im Jahr 2017 gründete er das Orchester Prague Royal Philharmonic, mit dem er regelmäßig Konzertreisen unternimmt; er gastierte mit dem Orchester zum Beispiel in der Tonhalle Zürich,<ref>«Slawische Romantik». In: tonhalle-orchester.ch. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> in der Münchner Isarphilharmonie, im Prinzregententheater, im Herkulessaal<ref>Prague Royal Philharmonic: Belcanto Operngala. In: Gasteig München. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref><ref>Christine Loska: Mona Asuka und das Prague Royal Philharmonic. In: München Online. 18. März 2019, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref><ref>Festliche Silvestergala. In: muenchenmusik.de. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> und in der Stuttgarter Liederhalle.<ref>Prague Royal Philharmonic 2.4.23. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

Seit September 2022 ist Förster Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden.<ref name=":0" />

Förster arbeitete als Orchesterdirigent mit Solisten zusammen wie unter anderem Boris Beresowski, Frank Peter Zimmermann, Mischa Maisky, Julian Rachlin,<ref name=":4">Heiko Mathias Förster, Dirigent. In: Janáčkova filharmonie Ostrava. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. September 2017; abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> Giuliano Sommerhalder und Steward Goodyear. Als Gastdirigent trat er international auf und leitete zum Beispiel das Orquestra Sinfonica de Santiago de Chile, das Moscow Philharmonic Orchestra, die Slowakische Philharmonie, das Orchestre de Colonnes Paris, das Orchestra del Gran Teatre del Liceu Barcelona, das National Taiwan Symphony Orchestra und das China National Orchestra Beijing, die Stuttgarter Philharmoniker, die Berliner Symphoniker und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die NDR Radiophilharmonie Hannover, das Bayerische Staatsorchester, die Staatskapelle Halle, die Staatskapelle Weimar, die Bremer Philharmoniker sowie das Tonkünstler-Orchester.<ref name=":2" /><ref name=":4" />

Privates

Förster ist mit der Sopranistin Heike Maria Förster verheiratet und hat zwei Kinder.

Diskografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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