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Heinz Vietheer

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Datei:Maikundgebung 1976 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf dem Rathausplatz (Kiel 67.441).jpg
Heinz Vietheer als Sprecher bei einer Maikundgebung vor dem Kieler Rathaus (1976)

Heinz Vietheer (* 23. Dezember 1921 in Kiel; † 30. Mai 1996) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und von 1965 bis 1980 Vorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV).

Leben

Heinz Vietheer, 1921 als zweiter Sohn des Maurers Friedrich Vietheer und dessen Ehefrau Emma Catharina Margretha Vietheer, geborene Carlsson, geboren, wuchs in Kiel-Friedrichsort auf. Vietheer absolvierte nach der Mittelschule eine Lehre als Anwalts- und Notariatsangestellter in einer Anwaltsfirma. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft war er Dolmetscher und später Personalchef in einer Kieler Firma. 1947 wurde er Landesbeauftragter für soziale Betreuung in Schleswig-Holstein. Seit 1949 war er Gewerkschaftsmitglied, seit 1950 hauptamtlich in der Gewerkschaftsbewegung tätig: zuerst als Geschäftsführender Sekretär der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, heute (ver.di) in Kiel; von 1955 bis 1958 war er tätig als Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft HBV Niedersachsen/Bremen; ab 1958 als Abteilungsleiter im Landesbezirk Niedersachsen des DGB, Ressort Organisation und Verwaltung. 1960 wurde er Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstandes des DGB-Landesbezirks Niedersachsen/Bremen. Im Jahr 1962 wurde er Ehrenbürger der Stadt Lubbock in den Vereinigten Staaten. 1964 übernahm er die Leitung der Vermögensverwaltung des DGB in Niedersachsen.<ref>Ausblick, Zeitschrift der Gewerkschaft HBV. Dez. 1975, S. 5.</ref> Am 28. Mai 1965 wurde er als Nachfolger von Werner Ziemann erster Vorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV). Er verließ die Gewerkschaft 1980 offiziell aus gesundheitlichen Gründen.<ref>Die Zeit, 9. November 1984, Nr. 46.</ref> Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Anzahl der Mitglieder der HBV von 130.000 im Jahr 1965 auf 340.000 im Jahr 1980.<ref name=Zeit1980-38>Die Zeit, 12. September 1980, Nr. 38.</ref> Als Vorsitzender der HBV folgte ihm Günter Volkmar.<ref name=Zeit1980-38 /> Er verlegte daraufhin seinen Wohnsitz von Düsseldorf nach Otterndorf.<ref name=gbdb>Geschäftsberichte der Deutschen Bank der Jahre 1978 bis 1983.</ref> Später wohnte er in Ratingen.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1281.</ref> Vom 18. Mai 1978 bis zum 18. Mai 1983 war Vietheer Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank.<ref name=gbdb />

Vietheer war Mitglied der SPD und wurde innergewerkschaftlich dem „rechten Flügel“ zugerechnet.

Vietheer konnte nicht als Informant vom Auslandsnachrichtendienst der DDR angeworben werden, obwohl sein Bekannter Arthur Killat (SPD), der für die Hauptverwaltung A unter dem Decknamen „Kegel“ arbeitete, dies versuchte.<ref>Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik Abteilung Bildung und Forschung, Helmut Müller-Enbergs, »Rosenholz«, Eine Quellenkritik.</ref>

Der Nachlass von Vietheer umfasst 1,1 laufende Meter und wird im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung verwahrt.<ref>FES, Nachlass von Heinz Vietheer.</ref>

Heinz Vietheer war evangelisch, ab 1947 verheiratet mit Ingeborg Vietheer, geborener Nielson, und hatte einen Sohn (Hinrich).

Veröffentlichungen

  • Version oder Vision? – Überlegungen zum Verhältnis der DGB-Gewerkschaft HBV zur DAG, in Gewerkschaftliche Monatshefte 9/1974, S. 524–527
  • Jahr der Hoffnung? Jahr der Entscheidung! In: Der Angestellte vom Januar 1968, PDF.
  • Demokratie festigen! In: Der Angestellte vom Juli 1968, PDF.
  • HBV – Gewerkschaft mit großen Chancen. In: Ausblick vom September 1974, PDF.
  • Das Geschlecht Vietheer aus der Haseldorfer Marsch (Holstein). Heinz Reise Verlag, Göttingen 1954.
  • Das Rechnungsbuch der Haseldorfer Marsch 1495-1501 – Älteste Bauernliste für die Kirchspiele Haseldorf, Haselau, Seestermühe, Neuendorf und Kollmar sowie Wirtschaftsführung auf der ehemaligen Burg Haseldorf, Selbstverlag 1989
  • Chronik der Vietheer. Genealogie eines alten Bauerngeschlechts der Haseldorfer Marsch in Holstein; mit Beiträgen zur Heimatgeschichte. Band 1, 2,3, Hamburg 2012.

Weblinks

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Quellen

<references />

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