Henning Höppe
Henning Alfred Höppe<ref>Henning A. Höppe: Struktur-Eigenschaftsbeziehungen seltenerddotierter Phosphate und Borate. Habilitation Uni Freiburg im Breisgau 2009, S. 203.</ref> (* 7. Oktober 1972 in Nürnberg) ist ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer.
Leben
Henning Alfred Höppe legte 1992 das Abitur am Rottmayr-Gymnasium Laufen ab und nahm nach dem Wehrdienst 1993 sein Studium der Chemie an der Universität Bayreuth auf. Seine Dissertation über Leuchtstoffe auf der Basis Europium-dotierter Nitridosilicate und Oxonitridosilicate sowie Carbidonitridosilicate schloss er 2003 bei Wolfgang Schnick an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab.<ref>Henning A. Höppe: Optische, magnetische und strukturelle Eigenschaften von Nitridosilicaten, Oxonitridosilicaten und Carbidonitridosilicaten. Dissertation, Uni München, 2003.</ref>
Als Postdoktorand ging er an die University of Oxford in die Arbeitsgruppe von Malcolm L. H. Green, wo er sich mit Kohlenstoffnanoröhrchen beschäftigte. Seine Habilitation im Fach Anorganische Chemie erfolgte 2010 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf seinem jetzigen Hauptarbeitsgebiet. Höppe folgte 2010 einem Ruf als Professor für Festkörperchemie und Materialwissenschaft an die Universität Augsburg.
Henning Höppe engagierte sich auch politisch im Forum DL21 der SPD<ref>dl21-bayern.de: Keine Koalition mit der CSU in Bayern, abgerufen am 7. Juli 2018.</ref> und sprach sich im August 2020 kurz vor dessen Nominierung öffentlich gegen Olaf Scholz als Kanzlerkandidat aus.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Olaf ante portas: Die SPD und ihr Kanzlerkandidat in spe.] In: www.rnd.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Am 28. Juni 2021 erklärte er seinen Austritt aus der SPD.<ref>https://mobile.twitter.com/hhoeppe/status/1409392180070858755. Abgerufen am 29. Juni 2021.</ref>
Forschung
Die Arbeitsgruppe von Höppe forscht in der Festkörperchemie und Materialwissenschaft an neuartigen Leuchtstoffen für optische Anwendungen, beispielsweise in phosphorkonvertierten (pc)-Leuchtdioden. Hierbei interessieren die Arbeitsgruppe insbesondere Phosphate und verwandte sog. silicatanaloge Verbindungen als Wirtsstrukturen, die Tetraeder-Grundbausteine enthalten. Diese enthalten meist Erdalkalimetalle oder Lanthanoide, die mit den interessierenden Aktivatoren wie Seltenerdmetallen dotiert werden. Seit 2012 untersucht die Arbeitsgruppe verstärkt neue Verbindungsklassen wie die der sog. Borosulfate oder Boratosulfate,<ref>analytik.de: Borosulfate: eine neue Materialklasse, abgerufen am 7. Juli 2018.</ref> neuerdings (seit 2017) auch Fluorooxoborate, die insbesondere für nicht-linear optische Eigenschaften interessant sind.<ref>Klaus P. Prem: TFB macht unsichtbares Licht sichtbar. Universität Augsburg, Pressemitteilung vom 6. Juli 2018 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 7. Juli 2018.</ref> Auch diese zählen zu den silicatanalogen Verbindungen, weil sie Tetraeder-Grundbaueinheiten aufweisen.
Auszeichnungen
- Liebig-Stipendium,<ref>Liebig-Stipendium - Beschreibung Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der chemischen Industrie e. V. Frankfurt am Main</ref> Fonds der Chemischen Industrie (FCI), 2004
- Eugen-Grätz-Preis<ref>Eugen Graetz, Ehrensenator der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg</ref> (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), 2006, Arbeiten zur Erforschung der festkörperchemischen Grundlagen für die Entwicklung neuer Lumineszenzmaterialien.
Trivia
Henning Höppe nahm beratend an Kochkursen für Studierende an seiner Universität teil,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kochkurs beim Chemieprofessor.] In: augsburger-allgemeine. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> engagiert sich in der Kinderuniversität der Universität Augsburg<ref>Kinderuni der Universität Augsburg – Vorlesungen. Abgerufen am 20. Juli 2025.</ref> und als Experte in Chemiefragen bei der Kindersendung "Lachlabor" des Bayerischen Rundfunks.<ref>Bayerischer Runfunk: Kann man aus Gummibärchen Autoreifen machen? - Lachlabor - Lustiges Wissen für Kinder zum Miträtseln. Abgerufen am 20. Juli 2025.</ref>
Publikationen
- Optische, magnetische und strukturelle Eigenschaften von Nitridosilicaten, Oxonitridosilicaten und Carbidonitridosilicaten, München 2003, DNB 984722297, OCLC 643086660 (Dissertation Universität München 2003, 77 Seiten, Volltext PDF, kostenfrei, 328 Seiten, 9,2 MB).
- Struktur-Eigenschaftsbeziehungen seltenerddotierter Phosphate und Borate. Habilitationsschrift Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2009.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschreibung ( vom 30. September 2015 im Internet Archive) Universität Augsburg</ref>
- Ein Online-Vortrag über Borosulfate beim ACS Spring Meeting 2021 ist als Video verfügbar.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig SciMeetings.] In: scimeetings.acs.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. März 2026 (10.1021/scimeetings.1c00366).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- Rare-Earth Elements: Solid State Materials: Chemical, Optical and Magnetic Properties, Berlin/Boston 2024, ISBN 978-3110680812.
Weblinks
- Literatur von und über Henning Höppe im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Homepage am Institut für Physik der Universität Augsburg
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Höppe, Henning |
| ALTERNATIVNAMEN | Höppe, Henning Alfred (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 7. Oktober 1972 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |