Hermann Frey (Liedtexter)
Hermann Frey (* 1. Juli 1876 in Berlin; † 5. Oktober 1950 in München<ref>Todesdatum nach Kürschners Nekrolog; andere Quellen geben den 5. März 1948 an.</ref>)<ref>Roger Stein: Das deutsche Dirnenlied. Literarisches Kabarett von Bruant bis Brecht. 2. Auflage. Böhlau, 2007, ISBN 978-3-412-03306-4, S. 268.</ref> war ein deutscher Schlagertexter und Stepptänzer.
Leben und Werk
Im Jahr 1888 trat Hermann Frey bereits im Americain-Theater in Berlin auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie Otto Reutters ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Frey war mit dem Komponisten Walter Kollo eng befreundet. Um die Jahrhundertwende schufen die beiden ihren ersten Schlager Komm, hilf mir mal die Rolle drehn. In einem Lokal in der Berliner Besselstraße mussten Frey und Kollo dieses Werk immer wieder zum besten geben, bis sie es müde waren und einen anderen Musiker baten, sich ans Klavier zu setzen. Dieser war jedoch so betrunken, dass er nur noch lallen konnte: Immer an der Wand lang. Frey kaufte ihm diese fünf Worte für drei Mark ab und machte daraus einen Schlager,<ref>Immer an der Wand lang</ref> der zum Welterfolg wurde.<ref>Walther Kiaulehn: Berlin. Schicksal einer Weltstadt. Beck, 1996, ISBN 978-3-406-41634-7, S. 242 ff.</ref> Der Schlager Das Schmackeduzchen (Kollo/Frey) machte die Sängerin Claire Waldoff 1907 berühmt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kollo ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Oktober 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die alten Straßen noch,<ref>Die alten Straßen noch</ref> ein wehmütiges Heimkehrerlied aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, wurde ebenfalls sehr bekannt.<ref name="Kiaulehn.243">Walther Kiaulehn: Berlin. Schicksal einer Weltstadt. Beck, 1996, ISBN 978-3-406-41634-7, S. 243</ref>
Seit 1914 war Hermann Frey auch mit Heinrich Zille befreundet, mit dem er auch oft zusammenarbeitete. Ihre Werke wurden häufig von Otto Wrede verlegt.<ref>Kettererkunst</ref> Freys Autobiografie Immer an der Wand lang, die erstmals 1943 erschien, war mit zahlreichen Zeichnungen und Fotos von Heinrich Zille ausgestattet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Otto Wrede ( des Vorlage:IconExternal vom 4. Juli 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Im Jahr 1920 schrieb er den Text Bummel-Petrus zu einer Polka von Max Werner-Kersten.
Als nach dem Ersten Weltkrieg Schlager aus den USA nach Deutschland gelangten und populär wurden, schrieb Hermann Frey den Text zu Mein Papagei frisst keine harten Eier.<ref>Mein Papagei frisst keine harten Eier</ref> Eigentlich war dieses Werk, das wiederum von Kollo vertont wurde, als Parodie auf Machwerke wie Ausgerechnet Bananen! gedacht, wurde aber nicht als solche erkannt und beim Publikum unter anderen Nonsense-Schlagern der Nachkriegszeit und der Weimarer Republik sehr beliebt.<ref name="Kiaulehn.243" />
Bekannt wurden auch Titel wie Tante Paula liegt im Bett und ißt Tomaten,<ref>Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten / Marek Weber & Orchester. Abgerufen am 10. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Franz, der Geiger,<ref>Franz, der Geiger</ref> Max, du hast das Schieben raus, In Tegel, Tegel gibt’s lockere Vögel,<ref>Deutschlandfunk, Sendungsplaylist Querköpfe</ref> So lang nicht die Hose am Kronleuchter hängt und Nach meene Beene is ja janz Berlin verrickt.<ref>Felix Bloch Erben</ref>
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frey, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schlagertexter |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1876 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 1950 |
| STERBEORT | München |