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Hermenegild Maria Biedermann

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Hermenegild Maria Alfons Biedermann OSA, auch Hermenegilath Biedermann (* 15. Dezember 1911 in Hausen bei Würzburg, Unterfranken; † 26. Oktober 1994 in Bad Kissingen) war ein deutscher katholischer Theologe und Hochschullehrer. Ab 1931 war er Augustiner-Eremit und ab 1936 Priester.

Leben

Biedermann, Sohn von Regina Biedermann, geborener Rumpel, und des Landwirts Vinzenz Biedermann, entstammte einer kinderreichen fränkischen Bauernfamilie. Gleich nach dem Abitur am Gymnasium in Münnerstadt im Jahr 1931 trat er den Augustiner-Eremiten bei und erhielt nach Abschluss seines Theologiestudiums an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am 1. März 1936 im Würzburger Dom St. Kilian seine Priesterweihe.

Im Jahr 1940 wurde er in Würzburg zum Dr. theol. promoviert. Der Titel seiner Dissertation lautet Die Erlösung der Schöpfung beim Apostel Paulus.<ref>Vgl. Hermenegild M. Biedermann: Die Erlösung der Schöpfung beim Apostel Paulus. Ein Beitrag zur Klärung der religionsgeschichtlichen Stellung der paulinischen Erlösungslehre (= Cassiciacum. Eine Sammlung wissenschaftlicher Forschungen über den heiligen Augustinus und den Augustinerorden sowie wissenschaftlicher Arbeiten von Augustinern aus anderen Wissensgebieten. Band 8). Rita-Verlag, Würzburg 1940.</ref>

Im selben Jahr gründete er den „Augustinuskreis“, aus dem sich später die Gemeinschaft der Augustinusschwestern entwickelte. Bis 1947 arbeitete Biedermann in Würzburg als Jugend-, Lazarett- und Studenten-Seelsorger. 1948 habilitierte er sich an der Universität Würzburg mit dem Thema Das Menschenbild bei Simon dem Jüngeren, dem Theologen<ref>Vgl. Hermenegild Maria Biedermann: Das Menschenbild bei Symeon dem Jüngeren, dem Theologen (949–1022). Augustinus-Verlag, 1949.</ref> für das Fach „Theologie und Geschichte des christlichen Ostens“. 1949 wurde er zum Privatdozenten ernannt. Nach dem plötzlichen Tod von Georg Wunderle 1950 übernahm er als Privatdozent in Würzburg kommissarisch dessen Lehrstuhl für Kunde des christlichen Ostens (seit 1972 Lehrstuhl für Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens), 1953 erfolgte dort seine Ernennung zum außerordentlichen Professor, 1965 zum ordentlichen Professor für Ostkirchenkunde. Im Jahr 1977 wurde der im Würzburger Steinbachtal lebende Biedermann emeritiert.

In den Jahren von 1953 bis 1962 war Biedermann Provinzial der deutschen Augustinerprovinz. Für das Ostkirchliche Institut, das er selbst 1947 gegründet hatte und bis zu seiner Emeritierung (1977) als Institut an der Universität Würzburg leitete, gab Biedermann die Schriftenreihen Das östliche Christentum (1950 ff.) und Ostkirchliche Studien (1952 ff.) heraus. Johannes Hofmann (OSB; * 1950) wertete Biedermanns Werk mit den Worten: „Doch ist sein Wirken als Priester, Ordensmann, Theologe von einer Vielfalt geprägt, die weit über den Horizont eines reinen Fachgelehrten hinausreicht.“

Literatur

Anmerkungen

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