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Hirschheydt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: behandelt das Adelsgeschlecht. Siehe auch: Hirschhaid bzw. Hirschaid.

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Wappen derer von Hirschheydt

Die Hirschheydt (auch: Hirschaid, Hirschhaid, Hirschheid) sind ein aus Franken stammendes Adelsgeschlecht. Zweige der Familie bestehen bis heute fort.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1230 anlässlich des Verkaufes einer Herdstätte zu Ebern durch Hermann Hirzheider.<ref>Staatsarchiv Bamberg: Bamberger Urkunden (München Abg. 1993) Nr. 544.</ref>

Die Hirschaid waren Ministeriale des Bischofs von Bamberg und breiteten sich im Erzbistum Bamberg aus. Sie stellten mehrere Domherren in Bamberg und Würzburg und gehörten zur freien Reichsritterschaft im Kanton Gebürg.<ref>Johann Gottfried Biedermann: Geschlechts=Register der Reichs-Frey-unmittelbaren Ritterschaft zu Franken, Löblichen Orts Gebürg. Bamberg 1747, Tab. 308.</ref><ref>Gustav Voit u. a.: Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz. Bayreuth 1992, S. 86.</ref>

Sie verwalteten unter anderem Pottenstein, Senftenberg, Böheimstein und Gößweinstein. Die Stammsitze waren Hirschaid, Behringersmühle; Contz von Hirschaid baute 1486 Burg Kohlstein.<ref>Staatsarchiv Bamberg: Staatsarchiv Bamberg A90 Lade 482 Nr. 1764.</ref> Spätestens 1404 gelangte auch Boden bei Creußen in den Besitz der Familie.<ref>Konrad Böhner: Geschichte der Stadt Creußen. Creußen 1909.</ref>

Die sichere Stammreihe beginnt Christoph Hirsch (* 1548, † 1611), Pastor in Frose, Anhalt. Für seine nach Schweden ausgewanderten Nachkommen erfolgte am 25. Oktober 1662 die schwedische Adelsanerkennung,<ref>Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band V, Band 84 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1984; Adelsanerkennung aufgrund der vom Kaiserl. Rat Valentin Edler von Purgold am 20. April 1661 in Frankfurt a. M. und vom Pfarrer Johann Leonhard Rinder in Creußen am 16. April 1662 ausgestellten Atteste über die Abstammung von den fränkischen von Hirschaid mit deren Namen und Wappen.</ref> die Introduktion bei der Adelsklasse der Schwedischen Ritterschaft 1664 unter Nr. 680 und die Immatrikulation bei der Livländischen Ritterschaft 1747 sowie bei der Estländischen Ritterschaft 1965.

Die fränkische Hauptlinie starb im 17. Jahrhundert aus, die schwedische im 18. Jahrhundert. Die Livländische Line existiert bis heute.

Wappen (1662)

In Gold umrandeten silbernen Schild ein aus einem blauen Dreiberg wachsender goldener Hirsch. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken der Hirsch.

Bekannte Familienmitglieder (Auszug)

Gustav von Hirschheydt

Namensführung

Die Namensführung wechselte zwischen Hirschaid (in Franken), Hirscheit (in Schweden) und Hirschheydt (in Livland, bzw. heute in Deutschland).

Siehe auch

Literatur

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  • Gustaf Elgenstierna: Svenska Adelns Ättartavkor. Stockholm 1927
  • Gustav Voit: Der Adel am Obermain. 1969
  • Gabriel Anrep, Svenska adelns ättar-taflor utgifna: Graufelt från Dal-Mörner af Tuna, S. 251f

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />