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Hlyboka

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{{#if: befasst sich mit der Stadt in der Südwestukraine, für weitere Orte in der Ukraine siehe Hlyboka (Begriffsklärung).

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Datei:Hliboka 2008.jpg
Anwesen der polnischen Adelsfamilie Skibniewski (1998)
Datei:HLIBOKA SKIBNIEWSKICH.jpg
Anwesen der polnischen Adelsfamilie Skibniewski (1925)

Name

Der Name Hlyboka leitet sich vom slawischen Wort глибо́кий ab, was „tief“ bereutet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Wahrscheinlich entstand das Dorf in einer tiefen Senke.

Geschichte

Die Siedlung wurde 1438 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte dann bis 1774 zum Fürstentum Moldau. Danach war es der ein Teil Österreichs im Kronland Bukowina.

1869 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz durch den Bau der Strecke Czernowitz–Suczawa (im Besitz der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn) angeschlossen, am 30. November 1886 kam die unter der Führung der Bukowinaer Lokalbahnen gebaute Lokalbahn Hliboka–Berhometh am Sereth hinzu, am 1. Januar 1897 folgte dann die durch die Neue Bukowinaer Lokalbahn-Gesellschaft betriebene Lokalbahn Hliboka–Sereth.

Große Teile des Ortes waren in der Hand polnischer Adliger, zuletzt war dies die Familie Skibniewski.
Seit 1857 kam es zur Ansiedlung deutscher Siedler aus anderen Kolonien in Galizien und der Bukowina in die bestehende Siedlung; 85 % von ihnen waren evangelisch. Ab November 1865 bestand auch eine private evangelische Volksschule, die 1902 vergrößert und in eine öffentliche Schule umgewandelt wurde; dies geschah im Zuge der „Umwandlung der Schul- in eine Pfarrgemeinde“ (so das Presbyterium in Czernowitz), wobei das alte Schulhaus in ein Pfarrhaus umgebaut wurde.<ref name="Müller1">Müller, Edgar: Die evangelische Pfarrgemeinde Hliboka. Schriftenreihe des Hilfskomitees der ev. Umsiedler aus der Bukowina, V. Teil, (1984), S. 15 und S. 24 f.</ref>

Datei:Kirche Hliboka.jpg
Frühere evangelische Kirche im Ort

Neben der griechisch-katholischen Kirche (für die Ukrainer) gab es eine römisch-katholische Kapelle (für die Polen) sowie eine griechisch-orientalische Kirche (für die Rumänen). 1885 wurde von der deutschen Gemeinde die evangelische Kirche eingeweiht, die 1903 auch eine Orgel erhielt. Auch in der mit Hlyboka verbundenen Gemeinde Terescheny, wo sich um die Jahrhundertwende ebenfalls eine kleine deutsche Ansiedlung gebildet hatte, konnte 1908 eine evangelische Kirche eingeweiht werden. Ab 1905 war die evangelische Gemeinde Hlyboka eine selbständige Pfarrgemeinde; bis 1940 haben dort nacheinander sechs Pfarrer gewirkt.<ref name="Müller2">Müller, Edgar: Die evangelische Pfarrgemeinde Hliboka. Schriftenreihe des Hilfskomitees der ev. Umsiedler aus der Bukowina, V. Teil, (1984), S. 28f.</ref><ref name="Superint">Evangelische Kirchen in Galizien</ref>
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam der Ort zu Rumänien (im Kreis Storojineț) und wurde Grenzstadt zu Polen. Die von Hitler mit Stalin verabredete Umsiedlung der Deutschen beendete 1940 die Anwesenheit der Deutschen in Hlyboka (siehe Bukowinadeutsche). Im Zuge der Annexion der Nordbukowina am 28. Juni 1940 wurde sie ein Teil der Sowjetunion (dazwischen 1941–1944 wiederum zu Rumänien) und ist seit 1991 ein Teil der Ukraine.

1956 wurde Hlyboka zur Siedlung städtischen Typs erhoben.

Von 1959 bis 1990 war auch das nordöstlich liegende Dorf Dymka ein Teil der Gemeinde.<ref>Чернівецька обласна Рада народних депутатів рішенням від 25 вересня 1990 року у Глибоцькому районі утворила сільради</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 10. Juli 2015 wurde die Siedlung städtischen Typs zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Hlyboka (Глибоцька селищна громада/Hlybozka selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch die Dörfer Mychajliwka und Tscherwona Dibrowa<ref>Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Чернівецькій області у Глибоцькому районі</ref> im Rajon Hlyboka; bis dahin bildete sie die Siedlungsratsgemeinde Hlyboka (Глибоцька селищна рада/Hlybozka selyschtschna rada).

Am 7. August 2017 kamen noch die Dörfer Nowyj Wowtschynez und Tscherepkiwzi zur Siedlungsgemeinde.<ref>Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Чернівецькій області у Глибоцькому районі</ref>

Am 26. Juni 2019 kam noch das Dorf Stertsche zur Siedlungsgemeinde.<ref>Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Чернівецькій області у Глибоцькому районі</ref>

Am 12. Juni 2020 kam noch die Dörfer Dymka, Opryscheny und Slobidka zur Siedlungsgemeinde,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 729-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Чернівецької області"</ref> seit dem 17. Juli 2020 ist der Ort ein Teil des Rajons Tscherniwzi.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Hlyboka Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch rumänisch deutsch
Dymka Димка Дымка (Dymka) Dimca Dymka/Trestiana
Mychajliwka Михайлівка Михайловка (Michailowka) Mihuceni Mihuczeny
Nowyj Wowtschynez Новий Вовчинець Новый Волчинец (Nowy Woltschinez) Volcineţul Nou Maierhof Wolczynetz
Opryscheny Опришени Опришены (Oprischeny) Oprişeni Oprischeny
Slobidka Слобідка Слободка (Slobodka) Slobozia-Berlinți Slobodzia-Berlince
Stertsche Стерче Стерчье (Stertschje) Stârcea Slobodzia-Styrcze
Tscherepkiwzi Черепківці Черепковцы (Tscherepkowzy) Cerepcăuţi Czerepkoutz
Tscherwona Dibrowa Червона Діброва Червоная Диброва (Tscherwonaja Dibrowa) Chicera Kiczera

Persönlichkeiten

Literatur

  • Müller, Edgar: Die evangelische Pfarrgemeinde Hliboka. Schriftenreihe des Hilfskomitees der ev. Umsiedler aus der Bukowina, V. Teil, 1984.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Tscherniwzi