Hochjochferner
Vorlage:Infobox Gletscher Das Hochjochferner ist ein Gletscher in den Ötztaler Alpen zwischen dem Schnalstal und Venter Tal.
Dimensionen
Er erstreckt sich im Süden von der Grawandspitze (Vorlage:Höhe) und der Fineilspitze (Vorlage:Höhe) zum Hochjoch (moderner Sattelpunkt nach dem Rückschmelzen des Gletschers ca. Vorlage:Höhe) und ins Rofental. Seine Fläche betrug im Jahr 2006 rund 6 km².
Der Hochjochferner ist von der Grawand aus gemessen etwa 3 km lang, die größte gemessene Mächtigkeit beträgt 45 m. Die Höhendifferenz vom höchsten zum niedrigsten Punkt des Gletschers beträgt 720 m.
Gletscherschwund
Gemäß Aufnahmeblatt 1:25.000 der Franzisco-Josephinischen Landesaufnahme (ab 1869), also gegen Ende der Kleinen Eiszeit, reichte der Hochjochferner mit seiner Zunge bis zum alten Hochjoch-Hospiz am Kreuzberg unterhalb des Sennkogels, das 1927 durch die heute bestehende Hütte am gegenüberliegenden Hang ersetzt wurde. Der Gletscher ging damit seither um über 3 km zurück. Der höchste Punkt am orographisch linken (nordwestlichen) Gletscherrand lag etwa 1 km nordöstlich der heutigen Staatsgrenze auf fast Vorlage:Höhe, also fast 200 m über der heutigen Gletscherzunge. Der von der Grawand nordwärts strömende Gletscherast bog nach Westen um und brach über eine Felsstufe bei der im Jahre 1890 errichteten Schöne-Aussicht-Hütte auf den Oberberg ab („Abfall des Hochjoch-Ferners“),<ref>mapire.eu – Franzisco-Josephinische Landesaufnahme 1:25.000</ref> während dieser Bereich heute völlig eisfrei ist und in einer Mulde ein See („Gletschersee“) entstanden ist.<ref name="amap">Austrian Map Online</ref><ref>Vorlage:Osm</ref> Einen zweiten Gletschersee hat weiter nordöstlich die linke Seitenmoräne des von den Fineilköpfen nordwärts strömenden Gletscherasts aufgestaut.<ref name="amap" /><ref>Vorlage:Osm</ref>
Seit 2008 wurden im Rahmen des Gletscherberichts des Österreichischen Alpenvereins folgende Rückzüge an der Gletscherzunge gemessen:<ref name="Mergili2011" />
| Jahr | Rückzug pro Jahr |
|---|---|
| 2008 | −29,6 m |
| 2009 | −29,4 m |
| 2010 | −26,6 m |
| 2011 | −31,3 m |
Touristische Nutzung
Der westliche Teil (ca. 30 ha) des Gletschers wurde bis 2012 als Ganzjahresskigebiet genutzt, seither wird es nur mehr im Winter betrieben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />