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Holzdübel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Holzduebel-D10mm x L50mm.jpg
Geriffelter Dübel aus Buchenholz
Datei:Kołki stolarskie - 6,8,10,12mm.jpg
Dübel unterschiedlicher Größe, glatt und geriffelt, mit und ohne Fase

Holzdübel (ursprünglich nur Dübel oder Dollen<ref>Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 8. Juni 2024), S. 147: Dübel, Dollen.</ref>) sind Verbindungselemente in der Holzverarbeitung. Sie werden in Massivholz und Holzwerkstoffen bei stumpfen Stößen und Gehrungsverbindungen von Korpussen sowie bei glatten und profilierten Rahmeneck- und T-Stößen eingesetzt.<ref name="Nutsch" /><ref>Wolfgang Nutsch: Handbuch der Konstruktion: Möbel und Einbauschränke (3. Auflage), Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart München 2003, S. 72–73, ISBN 3-421-03187-8</ref>

Ausführungen

Holzdübel gibt es in verschiedenen Ausführungen:

In der am häufigsten gebrauchten Form sind Dübel Stücke von glatten oder geriffelten Rundstäben. Fertig gibt es sie meist aus Buchenholz in unterschiedlichen Längen und Durchmessern mit bereits gefasten Enden oder als Meterstücke zum passenden Ablängen.<ref name="Nutsch" /> Sie werden in Bohrungen mit entsprechendem Durchmesser meist eingeleimt, wobei der Leim sich durch die Riffelung besser auf die gesamte Länge des Dübels verteilt. Bei Dübeln mit glatter Oberfläche wird der Leim beim Einsetzen in das Bohrloch abgestreift. Die Fase erleichtert das Einsetzen der Dübel.

Datei:Dübel mit flachen Seiten 02.jpg
Holzdübel mit abgeflachten Seiten für Langlöcher an einer Blockrahmen–Eckverbindung

Vorgefertigte Dübel und Dübelstangen mit zwei abgeflachten Seiten verbinden die Eigenschaften von Runddübeln und Zapfen. Sie eignen sich durch ihre Verdrehsicherheit besonders für Rahmen- und Gestellverbindungen. Die für sie benötigen Langlöcher können mit einer dafür bestimmten Handmaschine eingelassen werden.<ref name="Holztechnik Fachkunde" />

Eine andere Form ist der Winkeldübel, der bei Gehrungsverbindungen eingesetzt werden kann. Er ist um 90° abgewinkelt, meist aus Lagenholz und geriffelt.<ref name="Nutsch" />

Quelldübel eignen sich für Verbindungen mit hoher Zugfestigkeit. Sie haben Rillen (mitunter auch kreuzweise) und sind mechanisch verdichtet. Beim Einsetzen in das Bohrloch quellen sie bei Verwendung von wasserhaltigem Leim wieder auf. Dadurch entsteht ein erhöhter Anpressdruck und eine bessere Verzahnung.

Zur Herstellung von eigenen Dübeln, besonders aus hochwertigen Holzarten, gibt es Dübeleisen und Dübelspitzer<ref>Wolfgang Nutsch und andere: Fachkunde für Schreiner (12. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1980, S. 252, ISBN 3-8085-4011-7</ref>. Dübeleisen sind Stahlplatten mit Öffnungen in den gängigen Dübelgrößen, die beim Durchschlagen von Dübelrohlingen glatte oder geriffelte Dübel erzeugen. Mit Dübelspitzern wird anschließend die Fase geschnitten.

Holzdübel gibt es auch aus Kunststoff.

Holzdübel sind nach DIN 68150 genormt.<ref name="Holztechnik Fachkunde" />

Abmessungen nach DIN 68150
Durch­messer [mm] Länge [mm]
6 25 30 35 40
8 25 30 35 40 50
10 30 35 40 45 50 60
12 35 40 45 50 60 80
14 50 60 80 120 140 160
16 60 80 120 140 160
18 80 120 140 160
20 60 120 160

Holzdübel

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references> <ref name="Nutsch"> Wolfgang Nutsch und andere: Fachkunde für Schreiner (12. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1980, S. 175, ISBN 3-8085-4011-7 </ref> <ref name="Holztechnik Fachkunde"> Autorengemeinschaft: Holztechnik Fachkunde (25. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Haan–Gruiten 2019, Seite 222–223, ISBN 978-3-8085-4197-5 </ref> </references>