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Hompesch (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Hompesch-Wappen Hdb.png
Stammwappen derer von Hompesch

Hompesch ist der Name eines alten jülich-bergischen bzw. niederrheinischen Adelsgeschlechts.

Geschichte

Anton Fahne führte einen 1166 erwähnten Sibido Hompesch aus dem Gefolge des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel als ersten Vertreter des Adelsgeschlechts an.<ref>Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Heberle, Köln 1848, Teil 1, S. 168.</ref> Eine Spekulation, da zu dem Adelsgeschlecht keine genealogische Verbindung belegt ist.<ref>Wolfgang Löhr: Auch ein letzter Ritter: Heinrich II von Hompesch (ca. 1448–1501). In: Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, Köln 2016, Heft 219.</ref>

Nach Wolfgang Löhr beginnt die Stammreihe 1303 mit einem Ritter Gottfried. Sein Sohn war ein Werner. Ernst von Oidtman hingegen lässt mit diesem Werner 1333 das Geschlecht beginnen.

Ein bedeutender Angehöriger des Geschlechts war Heinrich II. von Hompesch (ca. 1448–1501). Er stand im Dienst von Herzog Wilhelm IV. von Jülich-Berg. Heinrich II. kaufte von Kaiser Maximilian I. das geldrische Lehen Wickrath und ließ es vom Kaiser zu einer reichsunmittelbaren Herrschaft erklären.

Das Adelsgeschlecht, das Generäle und Minister von den Niederlanden bis Bayern sowie den letzten Großmeister des Malteserordens stellte, erlosch im Oktober 1914 mit dem Tod des Paul von Hompesch-Bollheim im Mannesstamm, nachdem mit dem Tod des deutschen Reichstagsabgeordneten Alfred Polycarp von Hompesch (1826–1909) der Zweig Hompesch-Rurich erloschen war.

Ahnenstamm Hompesch

Datei:Wappen Familie von Hompesch.jpg
Wappen-Fenster im Schloss Krickenbeck

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Rot ein ausgezacktes silbernes Andreaskreuz. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silbern gestulpter roter Hut, aus dem zwei gegeneinandergestellte geharnischte Beine hervorwachsen.

Zweig Hompesch-Bollheim

Adelserhebungen

Wappen von 1822

Wie das Stammwappen. Schildhaupt: Zwei einwärts sehende goldene Löwen.

Stammreihe

Datei:Wilhelm Hompesch Litho.jpg
Wilhelm Hugo Graf Hompesch zu Bollheim, Lithografie 1857

Vorlage:Stammbaumliste

Zweig Hompesch-Rurich

Adelserhebungen

  • Reichsgrafenstand mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“, Wappenbesserung und privilegium adoptandi am 10. Juli 1706 in Wien für Reinier Vincent Freiherr von Hompesch als kaiserlicher Feldmarschallleutnant.
  • Reichsgrafenstand mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“ und Wappenmehrung am 6. November 1745 in Wien für des oben genannten Großneffen Friedrich Wilhelm Freiherr von Hompesch, Gutsherr auf Rurich.
  • Preußische Anerkennung des Grafenstandes am 13. März 1827 für den königlich bayerischen Kämmerer Ludwig Graf von Hompesch-Rurich, Gutsherr auf Rurich.
  • Aufnahme in den niederländischen Adel am 15. Juli 1868 für den königlich niederländischen Kammerherrn Adolph Graf von Hompesch-Rurich.

Wappen von 1745

Geviert; 1 und 4 in Schwarz die alte deutsche Kaiserkrone, 2 und 3 das Stammwappen. Auf dem Helm mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken wie beim Stammhelm. Der Wappenschild liegt auf zwei geschrägten Fahnen an goldenen Stangen mit silbernen Spitzen, die rechte mit dem Schildbild von 1 und 4, die linke mit dem Schildbild von 2 und 3 belegt.

Stammreihe

Vorlage:Stammbaumliste

Zweig Hompesch-Heyden

Kaiserliche Bestätigung der testamentarischen Übertragung des Reichsgrafenstands mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“ am 27. Juli 1767 in Wien für Vincent Gustav Freiherr von Hompesch-Heyden, Nachfahre des Johann Sigismund von der Heyden aus dem westfälischen Adelsgeschlecht Heiden (fraglich ob verwandt mit den pommerschen, ursprünglich münsterländischen von Heyden), Großneffe des kaiserlichen Feldmarschallleutnants Reinier Vincent Freiherr von Hompesch, gemäß privilegium adoptandi (siehe hierzu: Zweig Hompesch-Rurich).

Literatur

  • Eiflia illustrata. Band II, S. 527 ff. books.google.de
  • Allgemeine encyclopädie der wissenschaften und künste S. 342 ff. books.google.de
  • Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon S. 470 ff. books.google.de
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band V, Seite 346, Band 84 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1984
  • Ernst von Oidtman: Bollheim bei Zülpich und seine Besitzer, insbesondere die Herren von Hompesch. Aachen 1884 Digitalisat
  • Wolfgang Löhr: Auch ein letzter Ritter: Heinrich II von Hompesch (ca. 1448–1501). Ein Weggefährte Herzogs Wilhelm IV. von Jülich-Berg und des späteren Kaisers Maximilian I. In: Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, Heft 219, Köln 2016.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Band 45, S. 357 f. books.google.de
  • Vorlage:Pierer-1857
  • Frank Körfer: Alfred Reichsgraf von Hompesch zu Rurich (1826–1909). Ein bedeutender Rheinländer und Zentrumspolitiker. In: Kreis Heinsberg (Hrsg.): Heimatkalender des Kreises Heinsberg, Jg. 2026, ISBN 3-925620-47-8, S. 117–127.

Weblinks

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Einzelnachweise

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