Humanitäre Katastrophe
Die Redewendung humanitäre Katastrophe bezeichnet Katastrophen, die das Leben vieler Menschen zerstören oder gefährden. Viele dieser schweren Katastrophen sind durch Kriege ausgelöst und umfassen meist u. a. eine Hungersnot. Als die größten dieser Katastrophen der letzten Jahre gelten der Krieg im Jemen und der Krieg im Sudan. Diejenigen mit der weltweit geringsten medialen Aufmerksamkeit sind laut der Hilfsorganisation CARE (Stand 2025/2026) der Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik und die Dürre in Namibia.<ref>Tim Feldmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Care international, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Der Begriff ist im Deutschen seit 1999 nachgewiesen. Teilweise werden für humanitäre Katastrophen andere Begriffe wie humanitäre Krise oder humanitäre Notlage verwendet.
Begriffsherkunft
Die Wendung kam im Deutschen auf zur Rechtfertigung der deutschen Beteiligung am Kosovokrieg 1999. Verteidigungsminister Rudolf Scharping verwendete sie in einer Rede am 6. Februar 1999<ref>Rede des deutschen Verteidigungsministers, Rudolf Scharping, am 6. Februar 1999 auf der 'Konferenz für Sicherheitspolitik' in München Vorlage:Toter Link/CoreTextversion online (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebotSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>. Bundeskanzler Gerhard Schröder griff sie am 24. März 1999 auf und erläuterte, mit der Beteiligung der deutschen Luftwaffe „eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern“ zu wollen (vgl. „Deutschland im Kosovokrieg“). Die Wahl dieser Bezeichnung war Teil des sprachlich dramatisierenden Bemühens der Bundesregierung, der deutschen Öffentlichkeit, insbesondere den Anhängern der Rot-Grünen Koalition, die erstmalige Beteiligung deutscher Soldaten an Kampfhandlungen nach dem Zweiten Weltkrieg zu erläutern. So argumentierte Bundesaußenminister Joschka Fischer, vornehmlich an seine Partei Bündnis 90/Die Grünen gerichtet: „Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben auch immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘“<ref>Rede Fischers am 7. April 1999, zitiert nach SZ vom 25. Januar 2005</ref>
Die Bezeichnung rührt vermutlich her aus einer wörtlichen Übersetzung des für solche Zusammenhänge bereits zuvor im Englischen gebräuchlichen „humanitarian catastrophe“.<ref>Vgl. zum Beispiel UN-Resolution 1199 (1998) <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( des Vorlage:Referrer vom 9. Januar 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Er ist im Deutschen insofern unpräzise, als der Begriff humanitär regelmäßig als mitmenschlich im karitativen Sinne verstanden wird, es sich aber nicht um eine karitative, sondern um eine Menschen betreffende Katastrophe handelt.
Siehe auch
Einzelnachweise
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