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Internationale Humanistische und Ethische Union – Wikipedia Zum Inhalt springen

Internationale Humanistische und Ethische Union

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Humanists International
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Organisationstyp Dachverband
Gründung 26. August 1952 in Amsterdam
Sitz London
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Säkularer Humanismus, Rationalismus, Atheismus, Säkularismus
Präsident Andrew Copson
Vizepräsidentin Anne-France Ketelaer
Geschäftsführer Gary McLelland
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Mitglieder 172 Organisationen und Vereine
Website humanists.international

Humanists International (von 1952 bis 2019 Internationale Humanistische und Ethische Union, Abkürzung: IHEU; engl. International Humanist and Ethical Union)<ref>“Humanists International” is the new operating brand of the International Humanist and Ethical Union. Humanists International, 15. Februar 2019, abgerufen am 22. März 2020.</ref> ist eine in New York registrierte Nichtregierungsorganisation (NGO); sie bildet die Hauptorganisation von über 170 zusammengeschlossenen, nichtreligiösen humanistischen und säkularen Organisationen aus fast allen Ländern.<ref>Humanist International: Member List, abgerufen am 21. März 2020.</ref> Ihr Symbol ist der Happy Human,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Happy Human symbol. (Memento des Vorlage:Referrer vom 3. November 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot iheu.org</ref> der auch von assoziierten Organisationen verwendet wird. Präsident ist seit 2015 der Brite Andrew Copson.<ref>Executive Committee. Abgerufen am 30. Juli 2015.</ref> Mitgliedsorganisationen aus dem deutschsprachigen Raum sind unter anderem der Humanistische Verband Deutschlands und die Humanistische Vereinigung in Deutschland, die Freidenker-Vereinigung der Schweiz sowie der Humanistische Verband Österreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitgliedsorganisationen der IHEU in Europa (Memento des Vorlage:Referrer vom 9. September 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref> Sie hat ihren Sitz in London.

Ziele

Mission der Humanists International ist die Vertretung und Unterstützung konfessionsloser und nichtreligiöser Menschen. Ziel ist eine Welt, in der die Menschenrechte respektiert werden und jeder ein würdevolles Leben leben kann.<ref>About IHEU. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 25. Dezember 2013; abgerufen am 28. Januar 2014.Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>

Langfristige strategische Ziele sind unter anderem:

  • Humanismus als eine nicht-theistische Lebenseinstellung zu fördern
  • die humanistische Bewegung im Rahmen der internationalen Gemeinschaften und Organisationen zu fördern
  • die Menschenrechte und die Rechte der Mitglieder zu verteidigen
  • humanistische Organisationen in allen Gegenden der Welt zu entwickeln und zu etablieren
  • eine globale und effektiv tätige Organisationsstruktur aufzubauen

Dazu soll unter anderem für die Prinzipien der Amsterdam-Deklaration, Säkularität sowie Religions- und Weltanschauungsfreiheit geworben werden. Es werden Konferenzen durchgeführt und der IHEYO als humanistische Jugendorganisation aufgebaut.

Minimum Statement

1996 verabschiedete die damalige IHEU auf ihrer Generalversammlung das Minimum Statement on Humanism. Die Anerkennung des Statements stellte die Mindestvoraussetzung für die Mitgliedschaft in der IHEU dar:

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„Der Humanismus ist eine demokratische und ethische Lebenseinstellung, welche die Ansicht vertritt, dass [alle] Menschen das Recht und die Verantwortung haben, ihrem eigenen Leben Sinn und Form zu geben. Er [= der Humanismus] steht für den Aufbau einer menschlicheren Gesellschaft durch eine Ethik, die auf menschlichen und natürlichen Werten im Geiste der Vernunft und der freien Meinungsbildung durch menschliche Fähigkeiten basiert. Er ist nicht theistisch und akzeptiert keine übernatürlichen Sichtweisen auf die Realität.“<ref>Minimum Statement on Humanism</ref>

Deklarationen

2002 wurde eine aktualisierte Fassung der Amsterdam-Deklaration<ref>Website zur Amsterdam-Deklaration in deutscher Sprache, abgerufen am 7. Januar 2020.</ref> beschlossen, die Kennzeichen eines weltweiten vertretenen Humanismus-Verständnisses definiert und von allen IHEU-Mitgliedsorganisationen unterstützt wird. Im Juni 2022 wurde diese Deklaration durch die „Erklärung des modernen Humanismus“ (Declaration of Modern Humanism) abgelöst.<ref>Anna Wopalensky: Neue „Erklärung des modernen Humanismus“ verabschiedet. In: hpd.de. Abgerufen am 13. Juni 2022.</ref><ref>Declaration of Modern Humanism – Humanists International. In: Humanists International. (humanists.international [abgerufen am 13. Juni 2022]).</ref>

2011 wurde die Oslo-Deklaration zum Frieden<ref>Oslo-Deklaration zum Frieden 2011, abgerufen am 7. Januar 2020.</ref> beschlossen, 2014 die Oxford-Deklaration zur Gedanken- und Meinungsfreiheit, 2018 die Auckland-Deklaration gegen die Politik der Spaltung<ref>Website zur Auckland-Deklaration, abgerufen am 7. Januar 2020.</ref> und 2019 die Reykjavík-Deklaration zur Klimakrise.<ref>Reykjavík-Deklaration zur Klimakrise in deutscher Sprache, abgerufen am 7. Januar 2020</ref>

Aktivitäten

Datei:World Humanist Congress 2011 Banner.jpg
18. World Humanist Congress: Banner

Humanists International setzt sich für Religions- und Weltanschauungsfreiheit sowie die Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen ein und unterstützt den Welthumanistentag, den Darwin-Tag, HumanLight und den Tag der Menschenrechte als Feiertage der humanistischen Bewegung.

Bei den Vereinten Nationen besitzt Humanists International als Nichtregierungsorganisation einen besonderen Beraterstatus („Special Consultative“), beim Europarat hat sie einen allgemeinen Beraterstatus und sie ist zudem Beobachter der Afrikanischen Kommission der Menschenrechte und der Rechte der Völker. Sie unterhält Arbeitsbeziehungen mit der UNESCO.<ref>1987 – 1992 war die Kanadierin Vera Freud, geb. 1928 in Deutschland, Ständige Vertreterin der IHEU bei der UNESCO.</ref>

Seit 2013 veröffentlicht die Organisation den Bericht mit dem Titel Freedom of Thought, der Diskriminierungen von nichtreligiösen Menschen weltweit dokumentiert.<ref>New global report on discrimination against the non-religious. Abgerufen am 9. Mai 2013.</ref><ref>freethoughtreport.com</ref>

IHEYO

Die Organisation unterhält die International Humanist and Ethical Youth Organisation (IHEYO), die sich als Verbindungsorganisation von Vereinigungen humanistischer Jugendorganisationen versteht.<ref>About us. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2014; abgerufen am 28. Januar 2014.Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref> Die Jugendorganisation führt unter anderem internationale Begegnungen zwischen den Angehörigen der humanistischen Jugendverbände in den verschiedenen Ländern durch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IHEYO: Aktivitäten (Memento des Vorlage:Referrer vom 9. März 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref><ref>Jugend plant für die Zukunft. diesseits.de, abgerufen am 9. Mai 2013.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />European Humanist Youth Days (Memento des Vorlage:Referrer vom 11. Juni 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref> 2013 unterstützte sie die Durchführung eines ersten humanistischen Kongresses auf den Philippinen.<ref>Ankündigung des <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />First Asian Humanist Congress vom 21. – 23. Juni 2013 (Memento des Vorlage:Referrer vom 26. November 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>

Datei:Freedom of Thought Report 2016 cover image.png
Freedom of Thought Report (Ausgabe 2016)

Präsidentin der IHEYO ist Marieke Prien (Deutschland), Generalsekretär Anton van Dyck (Niederlande).

Konferenzen und Versammlungen

Die Organisation hielt bisher 19 Mal einen World Humanist Congress ab. Der Kongress ist die größte regelmäßige Versammlung nichtreligiöser Menschen weltweit. Er soll laut Statut mindestens einmal alle fünf Jahre abgehalten werden,<ref>IHEU-Statut: Absatz 7, abgerufen am 9. Mai 2013.</ref> regelmäßig finden sie aber seit über zehn Jahren in dreijährlichem Rhythmus statt. Der letzte internationale Kongress der IHEU fand vom 8. bis 10. August 2014 in Oxford statt.<ref>World Humanist Congress 2014</ref><ref>Meldung auf diesseits.de, abgerufen am 9. Mai 2013.</ref> Der 20. Kongress sollte 2017 in São Paulo (Brasilien) durchgeführt werden, wurde aber im Februar 2017 vertagt.<ref>Cancellation of World Humanist Congress 2017 – and new plans for August</ref>

In jährlichem Rhythmus werden Generalversammlungen von Vertretern der in der IHEU zusammengeschlossenen Organisationen abgehalten.<ref>IHEU-Statut: Absatz 4.3, abgerufen am 9. Mai 2013.</ref><ref>Bekanntmachung der Versammlung 2013. iheu.org, abgerufen am 9. Mai 2013.</ref>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Welthumanistentag

Am 21. Juni 1986 wurde in Oslo der World Humanist Day, der an das astronomische Ereignis der Sommersonnenwende anknüpft, als internationaler humanistischer Feiertag ins Leben gerufen.<ref>World Humanist Day. Erklärung des Feiertags (englisch)</ref> Als Feiertag soll er das Bewusstsein für humanistische Ideen und Überzeugungen in der Öffentlichkeit verbessern und in Gemeinschaft gefeiert werden.<ref>Erklärung des Feiertages welthumanistentag.de, abgerufen am 9. Juli 2014.</ref>

Eine gesetzliche Gleichstellung mit den Feiertagen von Religionsgemeinschaften gab es erstmals 2014 in Berlin, wo der internationale humanistische Feiertag in die Ausführungsvorschrift zur Schulbesuchspflicht der Senatsverwaltung aufgenommen wurde. Schüler, die dem Humanistischen Verband angehören, können sich am 21. Juni vom Schulbesuch beurlauben lassen.<ref>Schulbefreiung am Welthumanistentag, Pressemitteilung vom 8. Dezember 2014.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berliner Schüler können am Humanistentag schulfrei kriegen. (Memento des Vorlage:Referrer vom 24. September 2015 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot Rundfunk Berlin-Brandenburg, abgerufen am 9. Dezember 2014.</ref>

Persönlichkeiten

Zu den Vorsitzenden und Präsidenten gehörten Mihailo Marković, Paul Kurtz, Vern Bullough und Levi Fragell<ref>Levi Fragell in der englischsprachigen Wikipedia</ref> sowie Roy W. Brown. Erster Präsident war, neben dem damals außerdem gewählten Vorsitzenden des Dachverbandes, Julian Huxley.

Jahre Position Person(en)
1952–1975 Vorsitzender Jaap van Praag  
1975–1979 Vorsitzende (Troika) Piet Thones Mihailo Marković Howard B. Radest
1979–1985 Bert Schwarz
1985–1986 Svetozar Stojanović
1986–1987 Rob Tielman Paul Kurtz
1987–1990 Levi Fragell
1990–1993 Kari Vigeland
1993–1994 Jane Wynne Willson
1994–1995  
1995–1996 Vern Bullough
1996–1998 Präsidenten  
1998–2003 Levi Fragell
2003–2006 Roy W Brown
2006–2015 Sonja Eggerickx
2015- Andrew Copson

Geschichte

Die Organisation wurde am 26. August 1952 auf Initiative Julian Huxleys während des ersten World Humanist Congress in Amsterdam gegründet.

Auszeichnungen

International Humanist Award

Distinguished Service to Humanism Award

Sonstige Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

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