Internationale Organisation
{{#if: erläutert den Begriff im Allgemeinen, speziell zu Völkerrechtssubjekten siehe Internationale Organisation (Völkerrecht).
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}} Eine internationale Organisation (IO) ist eine Organisation, die der gemeinschaftlichen Regelung oder Abwicklung von politischen, wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Angelegenheiten<ref name="austria-forum">Eintrag zu {{#if: Internationale Organisationen |Internationale Organisationen|Internationale Organisation }} im Austria-Forum{{#if: |, Autor/Redaktion: |}}{{#if: |, }}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|21}}|Wissenssammlungen/ABC| (im ABC zur Volkskunde Österreichs)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|22}}|Wissenssammlungen/Bild| (im Fotoalbum)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|21}}|Wissenssammlungen/Bio| (Biographie)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|23}}|Wissenssammlungen/Brief| (als Briefmarkendarstellung)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|22}}|Wissenssammlungen/Münz| (im Münzenalbum)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|22}}|Wissenssammlungen/Denk| (Denkmäler, Freiplastik und andere bedeutende Kunstwerke)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|24}}|Wissenssammlungen/Essays| (in der Essaysammlung)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|23}}|Wissenssammlungen/Fauna| (Österreichische Fauna)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|23}}|Wissenssammlungen/Flora| (Österreichische Flora)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|23}}|Wissenssammlungen/Musik| (im Musik-Lexikon)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|24}}| Wissenssammlungen/Sakral| (Kapitel Sakralbauten)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|27}}|Wissenssammlungen/Symbole| (in der Sammlung Symbole Österreichs)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|5}}|AEIOU| (im AEIOU-Österreich-Lexikon)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|6}}|Heimat| (im Heimatlexikon)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|50}}|Wissenssammlungen/Bibliothek/Österreichisches_Pers| (im Österreichischen Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik)}}{{#ifeq:{{#invoke:Str|left|AEIOU/internationale_Organisationen|9}}|Web_Books| (als E-Book)}}</ref> auf Ebene der Staaten dient. Eine abschließend gültige Definition des Begriffs gibt es nicht.<ref name="gabler">Internationale Organisationen. wirtschaftslexikon.gabler.de – die eingangs gegebene Definition ist bezüglich des weiteren Textes etwas eingeschränkt.</ref>
Organisationsformen
Prinzipiell unterscheidet man zwei Formen:<ref name="Rittberger,Zangl,Kruck2">Lit. Rittberger, Zangl, Kruck: 2013, Kapitel 1.2. Unterscheidung zwischen internationalen Organisationen. S. 21–25 ({{#if: wo6bUyFhSXcC
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- Internationale staatliche Organisationen ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}, kurz IGOs) sind Organisationen, die von den Staaten gemeinsam gegründet werden. Ein Sonderfall sind die völkerrechtlichen internationalen Organisationen, die auf Grundlage eines völkerrechtlichen Vertrags zwischen den Staaten als Rechtsperson selbst entstanden sind, und insbesondere einen völkerrechtlich eigenständigen Status haben (Völkerrechtssubjekte), wie die UNO oder die Welthandelsorganisation WTO. Andere internationale staatliche Organisation sind beispielsweise Dachorganisationen für Behörden oder staatliche Organe und Aufgaben, wie die Internationale Handelskammer ICC, Normungsinstitute wie die Internationale Fernmeldeunion ITU (heute Teil der UNO), oder haben Konferenzcharakter wie der Weltwirtschaftsgipfel WWG. Teilweise wird der Begriff aber nur auf völkerrechtliche Organisationen oder Völkerrechtssubjekte eingeschränkt, und gegen privatrechtliche Verträge abgegrenzt,<ref name="gabler" /> auch, wenn sie zwischen staatlichen oder staatsnahen Institutionen abgeschlossen werden. Daher unterscheidet man auch Internationale staatliche Organisationen und spezieller Internationale Regierungsorganisationen.
- Internationale Nichtregierungsorganisationen (Nichtstaatliche internationale Organisationen, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, kurz INGOs) sind sonstige Organisationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, entweder Zusammenschlüsse von gesellschaftlichen Akteuren, wie das Internationale Rote Kreuz IRK oder Welt-Interessensverbände wie der Autorenverband P.E.N., oder sind Organisationen mit Niederlassungen in den Staaten dieser Welt, wie Greenpeace oder amnesty International. Teilweise werden gewinnorientierte transnationale Unternehmungen (Multinationale Unternehmen MNO, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) hierbei mitgerechnet, oder explizit ausgeschlossen,<ref name="Andersen2013">Lit. Andersen: 2013, Abschnitt Problemskizze internationale Organisationen, S. VI–X ({{#if: J7_RBgAAQBAJ
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Typischerweise spricht man nur dann von „international“, wenn mindestens drei Staaten beteiligt sind (multilaterale Organisationen; so beispielsweise auch die Aufnahmekriterien der Union of International Associations UIA in Brüssel für staatliche Organisationen),<ref name="Andersen2013" /> im anderen Falle spricht man von bilateralen staatlichen Organisationen (was aber bei völkerrechtlichen internationalen Organisation wiederum nicht üblich ist, dort genügen üblicherweise zwei Partner des internationalen Rechts).
Bei den Organisationen, die von vornherein auf die Teilnahme aller Staaten angelegt sind, spricht man auch von Globalen staatlichen Organisationen/Nichtregierungsorganisationen (UNO u. a.), im anderen Falle von regional (Beispiele dazu sind NATO, Mercosur, Afrikanische Union AU),<ref name="Leininger2012">Julia Leininger; Katja Freistein (Hrsg.): Handbuch Internationale Organisationen: Theoretische Grundlagen und Akteure. Reihe Lehr- und Handbücher der Politikwissenschaft. Oldenbourg Verlag, 2012, ISBN 978-3-486-58310-6, Kapitel 1. Der Stellenwert internationaler Organisationen in der globalen Politik. S. 4–8 ({{#if: Bt5OmA76p70C
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Daneben ist der Begriff supranational entstanden,<ref name="Rittberger,Zangl,Kruck2" /><ref name="Andersen2013" /> dessen spezielle Bedeutung ist, dass die beteiligten Staaten einen Teil ihrer Souveränität abtreten, als einzige wirkliche supranationale („überstaatliche“) Organisation gilt die Europäische Union,<ref name="Leininger2012" /> in weiterem Sinne auch solche wie der UN-Sicherheitsrat, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds IWF.<ref name="Rittberger,Zangl,Kruck2" />
Als charakteristisch wird auch gesehen, dass internationale Organisationen eigene Organe haben, also eigenständig handlungsfähig sind.<ref name="gabler" /> Das unterscheidet sie von anderen internationalen Institutionen, etwa reinen Konferenzen, Aktionsprogrammen oder Regelwerken:<ref name="Leininger2012" /> Ein typischer Fall eines Vertrages, der mit einem Exekutivorgan ausgestattet ist, und darum zur internationalen Organisation wird, ist die Menschenrechtskonvention mit dem Hochkommissariat UNHCR, Beispiel einer Aktion das UNEP, das Umweltprogramm der UNO, mit seinem Governing Council.
Die Unterscheidung in IGOs und INGOs trifft auch keine Aussage in politische und unpolitische Organisationen, selbst traditionell als unpolitisch gesehene Organisationen, wie im Sport das IOC oder die FIFA, haben sich als politische Akteure erwiesen.<ref name="Andersen2013" /> Umgekehrt sind zahlreiche internationale dezidiert politische Organisationen explizit nicht auf die Staaten als Subjekte und ihre Regierungen bezogen, etwa die Zusammenschlüsse politischer Parteien. Auch unter den staatlichen Organisationen gibt es solche der Regierungen und ihrer Behörden, und im Sinne der Gewaltenteilung ausdrücklich nicht der Administrative angehörige (etwa internationale Gerichte). Außerdem gibt es internationale staatliche Organisationen, an denen auch nichtstaatliche Organisationen beteiligt sind oder zumindest Beobachterstatus haben (offene multilaterale respektive multipartistische Organisationen),<ref name="Rittberger,Zangl,Kruck2" /> bis hin zu solchen zwischen Staaten und Wirtschaftsunternehmen als Teil der öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP). Alle diese Formen haben aber auch politische Aspekte.
Der Begriff der internationalen Organisation entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts,<ref name="Rittberger,Zangl,Kruck1">Lit. Rittberger, Zangl, Kruck: 2013, Kapitel 1.1. Definition von internationalen Organisationen. S. 19–21 ({{#if: wo6bUyFhSXcC
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Die Zahl der IOs wird heute (ohne kommerzielle Unternehmen) auf etwa 3–4000 geschätzt, wobei etwa ein Zehntel IGOs sein dürften (und darunter etwa 250 völkerrechtliche IGOs), während sich die INGOs wesentlich schneller entwickeln.<ref name="Andersen2013" /> Daher hat sich der Begriff auch von der ursprünglichen völkerrechtlichen Spezialbedeutung entfernt, und wird in seinen jeweiligen Definitionen der Vielfalt der Akteure nur bedingt gerecht.
Siehe auch
- Zwischenstaatliche Organisation (multi- und bilaterale Organisationen zwischen Staaten)
Literatur
- Uwe Andersen: Handwörterbuch Internationale Organisationen. 2. Auflage. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-86673-8, (Schwerpunkt auf IGOs).
- Volker Rittberger, Bernhard Zangl, Andreas Kruck: Internationale Organisationen (= Grundwissen Politik.). 4. Auflage. Springer-Verlag, 2012, ISBN 978-3-531-19514-8.
Einzelnachweise
<references />