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Internationaler Flughafen Manta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eloy Alfaro Air Base
Eloy Alfaro International Airport
Kenndaten
ICAO-Code SEMT
IATA-Code MEC
Koordinaten 0° 56′ 46″ S, 80° 40′ 44″ WKoordinaten: 0° 56′ 46″ S, 80° 40′ 44″ W
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Höhe über MSL 15 m  (49 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2,5 km östlich von Manta
Basisdaten
Eröffnung 24. Oktober 1978
Start- und Landebahn
06/24 2865 m × 45 m Asphalt
Datei:Canciller Falconí asiste a ceremonia que marca fin de de acuerdo de cooperación Ecuador-EUA sobre la Base Aérea de Manta (3932154013).jpg
Basis Manta

Der Internationale Flughafen Manta ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder Base Aérea Eloy Alfaro) ist ein zivil als auch militärisch genutzter Flughafen in Ecuador. Der Flughafen liegt nahe Manta in der Provinz Manabí. Der Flughafen ist benannt nach dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Eloy Alfaro.

Nutzung

Zivile Nutzung

Trotz der Bezeichnung als internationaler Flughafen operieren vom Flughafen aus im Regelverkehr nur Fluggesellschaften mit nationalen Zielen. Dies sind unter anderem AeroGal, TAME und Icaro Air, die drei wichtigsten Fluggesellschaften des Landes.

Militärische Nutzung

1999 unterzeichneten die Regierungen von Ecuador und den Vereinigten Staaten von Amerika einen zehn Jahre gültigen Vertrag, der die Stationierung einer Truppe von bis zu 475 Mann der United States Air Force erlaubte. Vorgeblicher Zweck der Stationierung war es, von Manta aus militärische Einsätze gegen den Drogenanbau in Kolumbien durchzuführen. Die Einsätze von der Luftwaffenbasis machten 60 % der Drogenbekämpfung der Vereinigten Staaten aus.<ref>Amy Butler: "Down South: Regional cost-sharing seems an option for Central American AFs’ aging systems", Aviation Week & Space Technology, 21. Januar, 2008, s. 34 (englisch)</ref><ref>Simon Romero: "Ecuador Opposes Outpost In American War On Drugs", New York Times, 12. Mai, 2008, s. 8 (englisch)</ref><ref name="stop">Washington Times, "U.S. Told To Stop Using Air Base", July 30, 2008, s. 19; Joshua Partlow: "Ecuador Giving U.S. Air Base The Boot", Washington Post, September 4, 2008. (englisch)</ref> Das Südkommando der USA griff jedoch auch mehrfach von der Luftwaffenbasis aus direkt in den sozialen und bewaffneten Konflikt in Kolumbien ein.<ref>Harald Neuber: Ecuadors Präsident Correa kündigt nach Vereidigung Staatsreform an. In: Telepolis. 18. Januar 2007, abgerufen am 1. Januar 2010.</ref>

Bei der Mehrheit der Ecuadorianer war die Luftwaffenbasis Manta von Anfang an nicht willkommen. Der Vertrag war ohne Abstimmung im Kongress zustande gekommen und verstieß somit eigentlich gegen die Verfassung. Klagen von zahlreichen Bürgerrechtsgruppierungen gegen die mutmaßliche Verletzung der Verfassung wurden aber vom Verfassungsgericht mit der Begründung abgewiesen, dass das Abkommen nicht unilateral gekündigt werden könne.<ref>Sven Schaller: Manta/Ecuador, Militärbasis. In: Quetzal. April 2008, abgerufen am 1. Januar 2010.</ref>

Der von 2007 bis 2017 im Amt befindliche Präsident Ecuadors Rafael Correa verkündete, dass es keine Erneuerung des Vertrages geben werde. In einem Interview mit dem Nachrichtensender teleSUR bekräftigte er diesen Entschluss und fügte hinzu, dass eine Verlängerung des Vertrages nur dann in Betracht käme, sofern es Ecuador im Gegenzug erlaubt würde, eine militärische Basis in Miami zu bauen.<ref>El presidente electo ecuatoriano Rafael Correa confirma que no firmará el TLC con EEUU ni renovará la cesión de base militar de Manta. In: Rebelión. 22. Dezember 2006, abgerufen am 1. Januar 2010 (spanisch).</ref> Am 20. Oktober 2008 trat in Ecuador eine neue Verfassung in Kraft. Sie verbietet die Stationierung ausländischer Truppen auf ecuadorianischem Territorium.<ref>Neue Verfassung in Kraft getreten. In: Der Standard. 21. Oktober 2008, abgerufen am 1. Januar 2010.</ref> Aufgrund dessen suchten die USA mögliche Ersatzorte für Manta. Im September 2009 verließ der letzte US-Soldat die Basis in Manta,<ref>Harald Neuber: Manta gehört wieder Ecuador. In: amerika21. 18. September 2009, abgerufen am 1. Januar 2010.</ref> nachdem kurz zuvor zwischen den USA und Kolumbien ein Vertrag geschlossen wurde, der es den USA erlaubt, in Kolumbien sieben zusätzliche Militärbasen zu betreiben.<ref>Manfred Burger: Obama, quo vadis? Mehr US-Militärbasen in Kolumbien sorgen für Zündstoff in der Region. In: Uruguay Magazin. 1. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 1. Januar 2010.</ref>

Zwischenfälle

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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International: Guayaquil | Quito

National: Coca | Cuenca | Esmeraldas | Lago Agrio | Loja | Macará | Macas | Machala | Manta | Portoviejo | San Cristóbal | Seymour | Tarapoa | Tulcán

Ehemalig: Quito (1960)

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