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Iridium(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Strukturformel von Iridium(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Ir3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Fddd (Nr. 70)Vorlage:Raumgruppe/70 (β-Modifikation)

Gitterparameter

a = 6,95 ± 0,02 Å, b = 9,81 ± 0,02 Å, c = 20,82 ± 0,05 Å (β-Modifikation)

Allgemeines
Name Iridium(III)-chlorid
Andere Namen
  • Iridiumtrichlorid
  • Iridiumchlorid
Verhältnisformel IrCl3
Kurzbeschreibung

olivgrünes Pulver<ref name="Remy">Heinrich Remy: Lehrbuch der Anorganischen Chemie Band I + II, Leipzig 1973.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-044-6
ECHA-InfoCard 100.030.028
PubChem 25563
ChemSpider 23837
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 298,58 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,3 g·cm−3<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt

763 °C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser und Ethanol (wasserfrei)<ref name="CRC">David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics. 85. Auflage, 2005, CRC Press, Kap. 4, S. 62.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Iridium(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung. Es existiert als Iridium(III)-chlorid-Hydrat IrCl3 · x H2O sowie als Iridium(III)-chlorid wasserfrei IrCl3. Das Hydrat ist eine dunkelgrüne, sehr hygroskopische chemische Verbindung. Sie dient als Ausgangsstoff zur Erzeugung der meisten anderen Iridiumverbindungen. Das wasserfreie Salz ist dagegen in Wasser unlöslich.<ref name="Brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Das wasserfreie Iridium(III)-chlorid wird durch Chlorierung von reinem Iridium bei hohen Temperaturen (600 °C) hergestellt.<ref name="Brauer"/>

<chem>2Ir + 3Cl2 -> 2IrCl3</chem>

Durch Abrauchen einer Ammoniumhexachloroiridat(IV)-Lösung ([NH4]2[IrCl6]) mit Königswasser und Salzsäure sowie anschließender Reduktion z. B. mit Oxalsäure wird das Iridium(III)-chlorid-Hydrat hergestellt. Dieses muss unter Luftabschluss gehalten werden, weil es sich sehr leicht zum Ir(IV) oxidiert.<ref name="Brauer"/>

Eigenschaften

Iridium(III)-chlorid hat eine Standardbildungsenthalpie von −257 kJ/mol. Es ist bis ca. 760 °C und 1 bar Chlordruck beständig. Es existieren zwei Modifikationen, eine monoklin kristallisierende α-Form und eine orthorhombische β-Form.<ref name="Brauer"/><ref name="DOI10.1002/zaac.19653390109">A. Meisel, G. Leonhardt: Die Kristallstruktur von β-Iridium(III)-Chlorid. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 339, 1965, S. 57, doi:10.1002/zaac.19653390109.</ref>

Verwendung

Iridium(III)-chlorid wird als Ausgangsstoff zur Erzeugung der meisten anderen Iridiumverbindungen wie etwa Vaskas Komplex trans-[IrCl(CO)(PPh3)2]) oder Iridium-Alken-Komplexe wie [Ir(COD)Cl]2, die als Katalysatoren verwendet werden. Zudem dient es zur Fertigung von Elektroden in der Elektrochemie.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iridium(III)-chlorid (Memento vom 28. Oktober 2013 im Internet Archive) bei Heraeus, abgerufen am 17. September 2011.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Externe Links zu erwähnten Verbindungen

<references group="S" />