Járnsaxa
Járnsaxa (altnordisch Járnsaxa „die mit dem Eisenmesser“)<ref>Vgl. Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). Dritte, völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 226–227 (Stichwort Járnsaxa).</ref> ist in der nordischen Mythologie ein Riesinnenname,<ref>Der Name Járnsaxa wird in den Þulur als Riesinnenname überliefert. Vgl. Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 226–227 (Stichwort Járnsaxa).</ref> der nicht klar zugeordnet werden kann.
Überlieferung
In der Vǫluspá in skamma – der kleineren Vǫluspá, einer Prophezeiung zum Weltuntergang Ragnarök, die eingebettet ist in das Hyndlulióð – wird die Riesin Járnsalda unter den neun Riesenmüttern des Heimdall genannt.<ref>Vgl. Snorri Sturluson Hyndlulióð. In: Die Edda. Die ältere und jüngere Edda und die mythischen Erzählungen der Skalden. Übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Karl Simrock. Cotta, Stuttgart 1851; 10. Auflage. 1896; Phaidon, Essen 1987; Weltbild, Augsburg 1987; Saur, München 1991 (Mikrofiche), ISBN 3-88851-112-7, ISBN 3-598-52753-5, in Skáldskaparmál XVII (Digitalisat).</ref> Nach dieser Überlieferung ist sie eine der neun Ägirstöchter der Meeresgöttin Rán, die zusammen mit ihren Schwestern Heimdall gebar.
Nach anderer Überlieferung (Snorri Sturluson) – in Skaldsk 21 wird Járnsaxa in einem Kenning für die Göttin Sif verwendet.<ref>Vgl. Aus der Skalda. In: Die Edda. Die ältere und jüngere Edda und die mythischen Erzählungen der Skalden. Übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Karl Simrock. Cotta, Stuttgart 1851; 10. Auflage. 1896; Phaidon, Essen 1987; Weltbild, Augsburg 1987; Saur, München 1991 (Mikrofiche), ISBN 3-88851-112-7, ISBN 3-598-52753-5, in Skáldskaparmál XXI (Digitalisat).</ref> – war Rivalin Járnsaxas eine weitere Bezeichnung für Sif, die Frau Thors.
Nach der Skaldsk 17 gebar die Riesin Járnsaxa Thor die Söhne Magni und Modi; Magni war Thors Lieblingssohn.<ref>Vgl. Aus der Skalda. In: Die Edda. Die ältere und jüngere Edda und die mythischen Erzählungen der Skalden. Übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Karl Simrock. Cotta, Stuttgart 1851; 10. Auflage. 1896; Phaidon, Essen 1987; Weltbild, Augsburg 1987; Saur, München 1991 (Mikrofiche), ISBN 3-88851-112-7, ISBN 3-598-52753-5, in Skáldskaparmál XVII. (Digitalisat)</ref>
Anmerkungen
<references />
Literatur
- Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
- Lotte Motz: Giantesses and their Names. In: Frühmittelalterliche Studien 15. 1981, S. 495–511.