Jóhann Hjartarson
| Datei:Hjartarson johan 20100521 berlin 4.jpg | |
| Berlin 2010 | |
| Verband | Datei:Flag of Iceland.svg Island |
| Titel | Internationaler Meister (1984) Großmeister (1985) |
| Aktuelle Elo‑Zahl | 2466 (Mai 2026) |
| Beste Elo‑Zahl | 2640 (Juli 2003) |
| Karteikarte bei der FIDE (englisch) | |
Jóhann Hjartarson (* 8. Februar 1963 in Reykjavík) ist ein isländischer Schachspieler.
Werdegang
Hjartarson wurde 1980, 1984, 1994, 1995, 1997 und 2016 isländischer Meister. Der Weltschachbund FIDE ernannte ihn 1984 zum internationalen Meister und 1985 zum Großmeister.<ref name="chessgames">chessgames.com 25. April 2006 (englisch)</ref> Im Jahre 1987 gewann er zusammen mit Salow das Interzonenturnier von Szirák und wurde damit zum Weltmeisterschaftskandidaten. Dort besiegte er im Achtelfinale Viktor Kortschnoi knapp nach Entscheid durch Schnellpartien mit 4,5 zu 3,5. Im Viertelfinale musste er sich jedoch Anatoli Karpow mit 1,5 zu 3,5 geschlagen geben.
Außerdem erreichte er weitere wichtige Erfolge in einer Reihe von internationalen Turnieren. 1984 gewann er in Reykjavík.<ref name="chessgames" /> Im Jahre 1985 siegte Hjartarson in Gjøvik.<ref name="chessgames" /> 1986 belegte er den zweiten Platz in Reykjavík. 1988 gewann er in München vor Robert Hübner.<ref>Ludwig Steinkohl: Hjartarson siegte vor Hübner. Schach-Echo 1988, Heft 6, S. 226 bis 228 (Fotos, Bericht, Kreuztabelle, Partien).</ref> Er wurde in Tilburg Dritter. 1992 gewann er nochmals das Turnier von Reykjavík.
Beim FIDE-WM-Turnier von Groningen 1997 nach K.-o.-System besiegte er in der 1. Runde GM Šarūnas Šulskis, unterlag jedoch in der 2. Runde GM Aljaksej Aljaksandrau.<ref name="Viking Chess"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Viking Chess ( vom 11. Februar 2012 im Internet Archive) (englisch)</ref> Im gleichen Jahr gewann er die Nordische Meisterschaft,<ref name="Viking Chess" /> die er 2017 in Växjö erneut für sich entschied.<ref>NM: Dubbel isländsk seger i Växjö. In: Sveriges Schackförbund. 2. Juli 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. August 2017; abgerufen am 20. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hjartarson ist auch Autor mehrerer Turnierbücher.<ref name="NewInChess">Johann Hjartarson (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2025. Suche im Internet Archive ) auf newinchess.com, abgerufen am 24. April 2018 (englisch)</ref>
Einen kuriosen Rekord bildet seine Partie gegen IM Jón Vidarsson 1994, in der nach dem ersten Zug 1. e2–e4 e7–e5 diese Bauern noch auf den gleichen Feldern standen, als die Partie im 180. Zug mit Remis endete.<ref name="chess records">chess records auf xs4all.nl 26. April 2006 (englisch)</ref>
Seine beste Elo-Zahl von 2640 erreichte er im Juli 2003.<ref>Elo-Rekorde 1. Oktober 2007 (englisch)</ref> Er war bis 2015 der beste isländische Schachspieler, ist jedoch nur noch selten aktiv und widmet sich hauptsächlich seinem Beruf als Jurist.<ref name="Viking Chess" />
Hjartarson gehörte neben Ivan Sokolov zum Team des 2010 als ECU-Präsidenten kandidierenden Robert K. von Weizsäcker.
Mannschaftsschach
Zwischen 1980 und 2006 vertrat er insgesamt 10-mal sein Heimatland bei Schacholympiaden,<ref name="olympbase">Jóhann Hjartarsons Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)</ref> außerdem nahm er an der Mannschaftsweltmeisterschaft 1993 in Luzern<ref>Jóhann Hjartarsons Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)</ref> und der Mannschaftseuropameisterschaft 1992 in Debrecen teil, bei der er am Spitzenbrett das zweitbeste Einzelergebnis erreichte.<ref name="EM">Jóhann Hjartarsons Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)</ref> Bei der Mannschafts-EM 2015 in Reykjavík spielte er für Islands zweite Mannschaft.<ref name="EM" />
Hjartarson spielte in der deutschen Schachbundesliga von 1989 bis 1995 für den FC Bayern München, mit dem er 1990, 1991, 1992, 1993 und 1995 Meister wurde, und in der Saison 2003/04 für die Bremer Schachgesellschaft von 1877.
Weblinks
- Nachspielbare Schachpartien von Jóhann Hjartarson auf 365Chess.com (englisch)
Quellen
<references />
Bragi Þorfinnsson | Guðmundur Kjartansson | Guðmundur Sigurjónsson | Hannes Stefánsson | Héðinn Steingrímsson | Helgi Áss Grétarsson | Helgi Ólafsson | Henrik Danielsen | Hjörvar Steinn Grétarsson | Jóhan Hjartarson | Jón Loftur Árnason | Margeir Pétursson | Þröstur Þórhallsson | Vignir Vatnar Stefánsson
Verstorbene Großmeister
Stefán Kristjánsson |
Friðrik Ólafsson
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jóhann Hjartarson |
| ALTERNATIVNAMEN | Hjartarson, Johan Bjarni |
| KURZBESCHREIBUNG | isländischer Schachspieler |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1963 |
| GEBURTSORT | Reykjavík |
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- Schachspieler
- Schachspieler (Island)
- Schachspieler (Bremer Schachgesellschaft von 1877)
- Schachspieler (FC Bayern München)
- Isländischer Einzelmeister (Schach)
- Person (Reykjavík)
- Isländer
- Geboren 1963
- Mann