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JNR-Klasse 860

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„JNR-Klasse 860“
Kokutetsu 860-gata
Datei:JGR-860SL.jpg
Hersteller: Teishin-shō Tetsudō-chō Kōbe-kōjō
Baujahr(e): 1893
Bauart: 2-4-2 (1'B1')
Spurweite: 1067 mm (Kapspur)
Länge über Puffer: 9.652 mm
Höhe: 3.581 mm
Treibraddurchmesser: 1.346 mm (4 ft 5 in)<ref group=Anm.>Das metrische System wurde erst 1930 flächendeckend vom Eisenbahnministerium eingeführt.</ref>
Kesselüberdruck: 10,2 kg/cm2
Steuerungsart: Joysteuerung
HD-Zylinderdurchmesser: 381 mm
ND-Zylinderdurchmesser: 572 mm
Kolbenhub: 508 mm

Die JNR-Klasse 860 (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) kokutetsu 860-gata (jōki kikansha), dt. „(Dampflokomotive der) Staatsbahn-Klasse 860“) war eine japanische Tenderlokomotive. 1893 fertiggestellt war sie die erste im Inland produzierte Dampflokomotive Japans. Hersteller waren die Kōbe-Werke der Eisenbahnbehörde des Kommunikationsministeriums (Teishin-shō), die als Vorläufer des Eisenbahnministeriums für den Betrieb der staatlichen Eisenbahnen (engl. Japanese Government Railways, JGR; später als Staatsbahn Japanese National Railways, JNR) zuständig war.

Entwicklung

Die Klasse 860 wurde im Mai 1893 (Meiji 26) in den Kōbe-Werken fertiggestellt. Sie war eine zweizylindrige Verbunddampflokomotive und hatte die Achsfolge 2-4-2 (1B1).

Die Aufsicht über die Planung und Konstruktion der Lokomotive hatte im Wesentlichen der Eisenbahninspekteur ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kisha-kansatsukata; engl. Locomotive Superintendent) des Eisenbahnamts Kōbe (Kōbe tetsudōkyoku), einem Regionalbüro der Eisenbahnbehörde. Die Position wurde damals von dem Engländer Richard Francis Trevithick, einem Enkel von Richard Trevithick, bekleidet, der zusammen mit seinem Bruder Francis Henry als „Kontraktausländer“ 1888 nach Japan geholt worden war. Trevithick hatte bereits in England einen Prototyp einer Verbunddampflokomotive entwickelt. Zusammen mit den beiden japanischen Ingenieuren Mori Hikozō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Ōta Yoshimatsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) begann er im Oktober 1892 mit der Konstruktion. In den Kōbe-Werken arbeiteten ausschließlich japanische Techniker; die Bauteile waren aber nur zu einem geringen Teil im Inland hergestellt und stammten zu einem großen Teil aus dem Vereinigten Königreich.<ref name="JRTR">Japanese Railway and Transport Review: Japanese Railway History, Kap. 3, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eiichi Aoki: Growth of Independent Railway Technology (Memento vom 5. Februar 2009 im Internet Archive) (PDF; 1,6 MB), S. 58</ref>

Die Mehrheit der Bauteile für die wichtigen Teile der Lokomotive – Achsen, Kessel oder Zylinder – wurden aus England importiert. Die Montage und die Herstellung einiger Eisen- und Messingteile erfolgte in den Kōbe-Werken.

Die Konstruktionspläne der 860 basierten auf der zur gleichen Zeit als Standard genutzten importierten A8 (Klasse 400). Die äußeren Dimensionen sind fast identisch. Allerdings hatte der vordere untere Teil des Kessels mit der Rauchkammer eine charakteristische fächerartige Form, die auch spätere Konstruktionen Trevithicks in den Kōbe-Werken beeinflusste.

Einsatzgeschichte

Nach der Fertigstellung wurde die Lokomotive zunächst als „Klasse AE (221)“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auf der Strecke zwischen Kyōto und Kōbe eingesetzt – ein Teilstück der späteren Tōkaidō-Hauptlinie –, wobei Vergleichstests mit anderen Lokomotiven der Achsfolge 2-4-2 (1B1) durchgeführt wurden. Dabei fuhr sie nach dem gleichen Fahrplan wie die 1890 von Nasmyth Wilson and Co. hergestellte Nr. 179 der Klasse L (JNR-Klasse 500) und die Nr. 88 (Klasse L, 1888 von Nasmyth Wilson), die später in langfristigen Nutzungstests am besten abschnitt. Die Tests ergaben eine Kohleeinsparung zwischen 10 und 15 Prozent.

Trotz dieses Vorteils wurde die Entwicklung von Verbunddampflokomotiven bei den staatlichen Eisenbahnen nicht weitergeführt. Effektiv genutzt wurden sie nur bei der San’yō Tetsudō auf der später staatlichen San’yō-Hauptlinie, die importierte Vauclain-Verbunddampflokomotiven (JNR-Klasse 8450) einsetzte.

Die Klasse 860 wurde 1894 als Lokomotive Nummer 137 designiert und 1898 von der Eisenbahnabteilung des Kommunikationsministerium als Klasse A9 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) klassifiziert. 1902 wurde sie mit der Klasse A8 (JNR-Klasse 400, 500, 600, 700) zu einer Gruppe zusammengefasst und als 885 nummeriert. 1909 wurde sie in der Klassifizierung des Eisenbahnamtes zur Klasse 860.

Im Jahr 1918 stellte die 860 ihren Betrieb auf den Hauptinseln ein und wurde zur Karafuto-chō Tetsudō transferiert und dort bis März 1929 an der Ostküste von Karafuto (Sachalin) eingesetzt. Dort wurde sie vermutlich zerlegt – ihr Verbleib ist nicht überliefert.

Literatur

  • Kawakami Yukiyoshi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kōyūsha 1978.
  • Kinda Shigehiro ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kōyūsha 1972.
  • Takada Takao ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) (Hrsg.): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shōgakukan 1981.
  • Usui Shigenobu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Seibundō Shinkōsha 1969.
  • Usui Shigenobu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kōyūsha 1972.

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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