Jan Koch (Musiker)
Jan Koch (* 30. April 1980<ref>Jan Koch – Eierschalen für Verhungernde. In: jankoch.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2014; abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref> in Tübingen; † 23. Oktober 2025 bei Galéria<ref name="Korsika News" /> auf Korsika) war ein deutscher Singer-Songwriter.
Leben
Jan Koch wurde 1980 in Tübingen geboren und wuchs in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb auf. Sein Weg führte ihn über Freiburg und Berlin nach Stechlin in Brandenburg. Während seiner Studienzeit in Freiburg sammelte er erste Bühnenerfahrungen mit eigenen Gedichten bei Poetry Slams, lernte die Bewegung allmählich kennen und wurde Teil dieser Szene. Seit 2005 trat Koch mit eigenen Liedern auf. In Berlin schloss er sich rasch dem Umfeld der Lesebühnen an. Seine wachsende Bekanntheit in der Poetry-Slam-Szene verhalf ihm zu Auftritten im gesamten deutschsprachigen Raum, häufig auch als musikalischer Gast.
Nach einem Studium der Germanistik, Anglistik und Europäischen Ethnologie<ref> Im falschen Café – Koch, Jan. In: discogs.com. Abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref> veröffentlichte Koch mehrere Alben auf dem Berliner Label Reptiphon. Seine Musik zeichnete sich durch melancholisch-ironische Texte aus, die er mit Gitarre begleitete. Bekannt wurde er durch Auftritte auf Lesebühnen und bei Poetry Slams. 2008 gewann er den ersten Platz beim Singer Slam des Hamburger Schauspielhauses.<ref>Ankündigung: 7 Jahre Erlanger Slam – die Jubiläumsshow. In: E-Poetry. 28. Dezember 2008, abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>
Ab 2006 veröffentlichte Koch vier CDs. Bei den Aufnahmen zum Album Im falschen Café (2010) kam der Cellist Peter Erles hinzu, der ihn fortan regelmäßig bei Konzerten begleitete.
Gemeinsam mit seiner Frau betrieb er auf Gut Zernikow in Großwoltersdorf (Brandenburg) eine Crêperie sowie mehrere Ferienwohnungen und -zimmer.<ref>Wie aus einem Café eine Crêperie wird – französisches Flair in Zernikow. In: maz-online.de. 1. September 2020, abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref>
Jan Koch starb am 23. Oktober 2025 während eines Aufenthalts auf Korsika (Frankreich) im Alter von 45 Jahren. Er kam bei einem Badeunfall im Fluss Fango nach einem Unwetter in einer Sturzflut aus den Bergen ums Leben. Er war Vater von zwei Kindern.<ref>Marco Paetzel: Trauer in Zernikow: Gastronom Jan Koch stirbt im Frankreich-Urlaub. In: maz-online.de. 24. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref><ref name="Korsika News">Sturmtief Benjamin: Deutscher Familienvater stirbt im Fluss Fango. In: Korsika News. 23. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref>
Diskografie
- 2006: Ewiger Mai (Album; Reptiphon)
- 2007: Schall & Rauch (Album; Reptiphon)
- 2007: Matt in drei Zügen (Triple-EP: Der Langzeitstudent, Der Komparse und Letzter Zug; Reptiphon)
- 2010: Im falschen Café (Album; Reptiphon)
- 2015: Später Besuch (Album; Reptiphon)
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Koch, Jan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Singer-Songwriter |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1980 |
| GEBURTSORT | Tübingen |
| STERBEDATUM | 23. Oktober 2025 |
| STERBEORT | Korsika |