Johannes Chemnitzer
Johannes Chemnitzer (* 24. März 1929 in Wildenfels; † 1. November 2021<ref>Familienanzeige. In: Nordkurier / Neubrandenburger Zeitung (2021-11-20/21), S. 20</ref>) war ein deutscher SED-Funktionär. Im November 1989 gehörte er als Kandidat kurzzeitig dem Politbüro des ZK der SED an.
Leben
Chemnitzer, seit 1946 Mitglied der FDJ und der SED, studierte nach Besuch der Volks- und Handelsschule von 1948 bis 1951 an der Fachschule für Landwirtschaft in Zwickau und in Elbisbach. Nach Tätigkeit als Sekretär für Landwirtschaft bei der SED-Kreisleitung Zwickau (1955–1958) nahm er ein Studium an der Parteihochschule der KPdSU in Moskau auf, das er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler abschloss. Anschließend war er von 1958 bis 1962 Sekretär für Landwirtschaft der SED-Bezirksleitung Gera sowie 1961/62 Vorsitzender der Ständigen Kommission für Landwirtschaft des Bezirkstages Gera. Von 1963 bis 1989 war Chemnitzer – als Nachfolger Georg Ewalds – Erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg sowie Abgeordneter des Bezirkstages Neubrandenburg. Von 1963 bis 1989 war er zudem Abgeordneter der Volkskammer und dort seit 1973 Mitglied des Ausschusses für Nationale Verteidigung.
Seit 1967 war Chemnitzer Mitglied des Zentralkomitees der SED. Am 8. November 1989 wurde er noch Kandidat des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, jedoch bereits am 10. November seiner Ämter enthoben und am 13. Dezember aus der SED ausgeschlossen. Noch am 25. Oktober 1989 hatte er in Neubrandenburg eine Konter-Kundgebung organisiert und die Bürger vor weiteren Demonstrationen gewarnt. Als ein anhaltendes Pfeifkonzert ertönte, ließ der gescheiterte Politiker entnervt die Maske fallen: „Wenn ihr nicht still seid, können wir auch anders!“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Johannes Chemnitzer lebte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Ehrungen
Chemnitzer erhielt 1974 den Vaterländischen Verdienstorden in Gold<ref>Neues Deutschland, 4. Oktober 1974, S. 2</ref> und 1979 den Karl-Marx-Orden. 1984 wurde er mit dem Orden Banner der Arbeit ausgezeichnet.<ref>Neue Zeit, 6. Oktober 1984, S. 3</ref>
Literatur
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Weblinks
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- Literatur von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. in der Landesbibliographie MV
Einzelnachweise
<references />
Willi Wiebershausen (1952–1953) | Max Steffen (1953–1960) | Georg Ewald (1960–1963) | Johannes Chemnitzer (1963–1989) | Wolfgang Herrmann (1989) | Jürgen Zelm (1989–1990)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chemnitzer, Johannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher SED-Funktionär, MdV |
| GEBURTSDATUM | 24. März 1929 |
| GEBURTSORT | Wildenfels |
| STERBEDATUM | 1. November 2021 |
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- Kandidat des Politbüros des ZK der SED
- Sekretär des ZK der SED
- Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold
- Träger des Banners der Arbeit
- Träger des Karl-Marx-Ordens
- Abgeordneter der Volkskammer
- Absolvent der Parteihochschule beim ZK der KPdSU
- Deutscher
- DDR-Bürger
- Geboren 1929
- Gestorben 2021
- Mann