Jorge Quiroga Ramírez
Jorge Fernando „Tuto“ Quiroga Ramírez (* 5. Mai 1960 in Cochabamba) ist ein bolivianischer Politiker und Ingenieur. Er war von 2001 bis 2002 der 62. Präsident Boliviens, nachdem er zuvor von 1997 bis 2001 als Vizepräsident amtiert hatte. Zuvor diente er 1992 kurzzeitig als Finanzminister. Bei den Präsidentschaftswahlen 2005 und 2014 trat er als Oppositionskandidat an; 2020 zog er seine Kandidatur eine Woche vor der Wahl zurück.<ref name=":0">Peter-Alberto Behrens: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Konrad-Adenauer-Stiftung, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name=":1">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name=":2">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Bei der Präsidentschaftswahl 2025 unterlag Quiroga in der Stichwahl.
Leben und Ausbildung
Nach seinem Schulabschluss in Santa Cruz 1977 studierte Quiroga in den USA und erwarb an der Texas A&M University einen Bachelor-Grad als Wirtschaftsingenieur, danach 1986 den Master of Business Administration an der St. Edward’s University in Austin (Texas). Quiroga arbeitete zunächst in den USA für IBM und kehrte 1988 nach Bolivien zurück.
Quiroga ist seit 1989 mit der US-Amerikanerin Virginia Gillum verheiratet und hat mit ihr vier Kinder.
Politische Laufbahn
Frühe politische Laufbahn
Ende der 1980er Jahre trat Quiroga in die Mitte-rechts-Partei Acción Democrática Nacionalista (ADN) des ehemaligen Militärdiktators Hugo Banzer ein. In der Regierung von Jaime Paz Zamora wirkte er 1990 bis 1992 als Vizeminister für öffentliche Investitionen und internationale Zusammenarbeit; im März 1992 wurde er zum Finanzminister berufen (bis November 1992).<ref name=":4">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Vizepräsident (1997–2001)
Bei den allgemeinen Wahlen von 1997 trat Quiroga an der Seite des Präsidentschaftskandidaten Hugo Banzer als Kandidat der Acción Democrática Nacionalista für das Amt des Vizepräsidenten an. Das Ticket gewann mit 22,26 % der Stimmen und setzte sich damit in einer Stichwahl im Parlament gegen die Regierungskoalition durch. Mit seinem Amtsantritt am 6. August 1997 wurde Quiroga im Alter von 37 Jahren der jüngste Vizepräsident in der Geschichte Boliviens. Er blieb bis zum 7. August 2001 im Amt.
Präsident (2001–2002)
Nach Banzers krankheitsbedingtem Rücktritt übernahm Quiroga zunächst am 1. Juli 2001 kommissarisch die Amtsgeschäfte und wurde am 7. August 2001 als Präsident vereidigt; seine Amtszeit endete planmäßig am 6. August 2002.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Konrad-Adenauer-Stiftung, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In seine Regierungszeit fällt u. a. die Berufung der Juristin Tomasa Yarhui zur Ministerin für indigene, campesina und volksnahe Angelegenheiten. Sie gilt als erste indigene Frau in einem Ministeramt auf nationaler Ebene.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Politische Tätigkeit seit 2002
In den ersten Jahren der Regierung des neuen Präsidenten Evo Morales galt er als einer seiner schärfsten Kritiker. 2010 wurde er wegen Verleumdung und übler Nachrede angeklagt. Er bezichtigte die Führung der öffentlichen Bankengruppe Banco Unión S.A. der Korruption, Geldwäsche und Misswirtschaft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 9. September 2010 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> In erster Instanz wurde er zu 2 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt. Damit kann er laut Verfassung nicht mehr für ein öffentliches Amt kandidieren. Quiroga hält sich allerdings im Ausland auf und hat die Haft damit nicht angetreten. Er beteiligt sich weiterhin an Initiativen, um seine Kritik an der bolivianischen und anderen linksgerichteten Regierungen Lateinamerikas an die Öffentlichkeit zu bringen.<ref>Vorlage:Toter Link/Corelyd.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Anfang 2011 soll laut Vizepräsident García Linera ein weiterer Prozess angestrengt werden. Dabei geht es um Verträge mit Ölkonzernen, die Quiroga während seiner Amtszeit als Präsident unterschrieben hat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 17. Mai 2012 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>
Nach seiner Präsidentschaft engagierte sich Quiroga in internationalen Gremien. Er ist Vollmitglied des Club de Madrid und fungierte zeitweise als Vizepräsident der Organisation.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Er gehörte Aufsichtsgremien und Think-Tanks an, darunter Results for Development (R4D) und bis 2023 New Direction, einem der Partei Europäische Konservative und Reformer im Europäischen Parlament nahestehenden Think-Tank.<ref name=":4" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Im Kontext der Krise 2019 wurde er am 2. Dezember 2019 von Interimspräsidentin Jeanine Áñez zum Sonderdelegierten bei der internationalen Gemeinschaft ernannt; am 8. Januar 2020 trat er zurück, um seine Teilnahme am darauffolgenden Wahlprozess vorzubereiten.<ref>joaquin: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Präsidentschaftskandidaturen
Für die Präsidentschaftswahl in Bolivien 2005 trat er formell aus der ADN aus, um als nicht parteigebundener Kandidat für das Wahlbündnis PO.DEMO.S anzutreten. Die ADN unterstützte seine Kandidatur und verzichtete auf einen eigenen Präsidentschaftskandidaten; er erreichte 28,6 % der Stimmen und lag damit hinter Evo Morales (MAS).<ref name=":0" />
Zur Präsidentschaftswahl in Bolivien 2014 kandidierte er für den Partido Demócrata Cristiano (PDC) gemeinsam mit Tomasa Yarhui als Vize. Er bekam 9,04 % der Stimmen.<ref name=":1" />
Zur Präsidentschaftswahl in Bolivien 2020 kandidierte er für die Allianz Libre21 – Libertad y Democracia, zog die Kandidatur jedoch eine Woche vor der Wahl zurück.<ref name=":2" />
Zur Präsidentschaftswahl in Bolivien 2025 trat er mit dem Wahlbündnis Libertad y Democracia (Freiheit und Demokratie), kurz Libre, an. Es handelte sich um eine Koalition aus dem Frente Revolucionario de Izquierda (Revolutionäre Linke Front) und dem Movimiento Demócrata Social (Demokratisch-Soziale Bewegung).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Konrad-Adenauer-Stiftung, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Sein Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten war Juan Pablo Velasco. In der ersten Runde erreichte er mit 27 % der Stimmen den zweiten Platz hinter Rodrigo Paz Pereira (32 %), in der Stichwahl am 19. Oktober erhielt er 45,5 % der Stimmen und unterlag somit Paz Pereira.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Quiroga Ramírez, Jorge |
| ALTERNATIVNAMEN | Quiroga Ramírez, Jorge Fernando (vollständiger Name); Tuto |
| KURZBESCHREIBUNG | bolivianischer rechtsliberaler Politiker |
| GEBURTSDATUM | 5. Mai 1960 |
| GEBURTSORT | Cochabamba |
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